28.05.2020

Powerinsole: Biogena als Vertriebspartner und laufende Investment-Verhandlungen

Powerinsole von Martin und Sonja Masching hat ein Jahr nach dem Auftritt bei "2 Minuten 2 Millionen" mit Biogena einen neuen Partner gefunden, der den Vertrieb in den USA übernimmt. Zudem beweist, wie der Co-Founder erklärt, eine sich in finaler Überprüfung befindliche Studie die positive Wirkung des Gel-Pads auf Zellregeneration und Wundheilung. Und es wird über ein aktuelles Investment verhandelt.
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Powerinsole, Masching, Martin Sonja, Biogena, Elastica, USA, Schlafprobleme, Wundheilung, Regenration
(c) wildbild.at - Sonja und Martin Masching von Powerinsole wagen den Schritt in die USA.

Powerinsole wurde vor rund einem Jahr der breiten Öffentlichkeit bekannt, als sie bei „2 Minuten 2 Millionen“ ihr Gel-Pad vorstellten. Ein Jahr später steht das Startup kurz vor einem Investment von einer halben Million Euro, kann auf wissenschaftliches „Backup“ zur Wirkung zurückgreifen und hat den ersten Schritt gesetzt, die USA als Markt zu erobern.

Mit magnetischen Schwingungen Durchblutung fördern

Das Gel-Pad der Gründer Martin und Sonja Masching hat einen integrierten Chip, der, in die Schuhe geklebt, magnetische Schwingungen an den Körper abgibt. Dadurch würden Regeneration und Durchblutung gefördert werden. Das Produkt soll das Wohlbefinden für Kunden bei Sport, Beruf und Freizeit steigern. Diese Wirkung konnte nun in einer Studie nachgewiesen werden, wie der Gründer erzählt.

Powerinsole verbessert Wundheilung

„Wir konnten nachweisen, dass die Powerinsole die Zellregeneration und Wundheilung um bis zu 39,9 Prozent verbessern kann und den oxidativen Stress, welcher unter anderem für Gelenksentzündungen verantwortlich ist, um bis zu 24 Prozent hemmt. Zusammengefasst zeigen die vorliegenden Ergebnisse, dass unser Produkt wie ein Energie-Booster auf zellulärer Ebene wirkt und zur Reduzierung der körperlichen Regenerationszeit, zur Verbesserung der Zellregeneration und der Wundheilung, sowie zum Erhalt des allgemeinen Wohlbefindens erheblich beitragen kann“, sagt er: „Der Laie kann sich das so vorstellen, dass die Powerinsole-Technologie die Zellen anregt, effizienter zu arbeiten“.

+++ Work Hard, Play Hard: Was macht die Selbstoptimierung mit uns? +++

Die Studie wurde vom Dartsch Scientific „Institut für zellbiologische Testsysteme“ durch ihren Leiter Peter C. Dartsch durchgeführt. Und war „placebokontrolliert“ sowie mit drei unabhängigen Versuchen bei jeweils vier Proben angelegt. „Derzeit ist die Studie im ‚peer review‘ bevor sie im ‚Journal of Medicine: Study & Research‘ hoffentlich publiziert wird“, sagt Masching.

Biogena als Partner von Powerinsole

Abseits davon kann das Startup die Kooperation mit Biogena, einem Nahrungsergänzungsmittel-Produzenten, verkünden. „Biogena USA“ übernimmt dabei den Vertrieb in den Vereinigten Staaten.

„Durch diese Zusammenarbeit können wir bereits bestehenden Kunden in den USA einen zusätzlichen Benefit bieten und durch die einzigartige Technologie dafür sorgen, dass wir gemeinsam neue Kunden gewinnen. Um in Übersee Erfolg zu haben, benötigen wir einen starken Partner vor Ort,welchen wir hier gefunden haben“ so der CEO.

Da sich der Markt in den USA jedoch zum europäischen stark unterscheidet, musste Powerinsole das Verpackungs-Design und den Text anpassen. Die Vermarktung wird über einen Online-Shop und diverse Vertriebspartner laufen. Die Produktion allerdings wird weiterhin in Österreich und Deutschland bleiben, um, laut Gründer, die hohe Qualität beibehalten zu können.

Powerinsole auch in den Stores vertreten

Zusätzlich zu den USA konnten Powerinsole vor kurzem weitere Kooperation mit Biogena in Europa abschließen. „Durch die eigenen Stores des Nahrungsergänzungmittelhersteller – und das neu und erfolgreich gestartete ‚Franchisesystem‘ – können wir auch unseren Kunden einen starken Mehrwert durch beste Beratung direkt in den Stores bieten“, so Masching weiter.

Mit Elastica den Schlaf verbessern

Ein anderer großer Punkt, der das Unternehmen aktuell beschäftigt, ist die Marktdurchdringung des Schlafbereichs. Gemeinsam mit der Firma Elastica aus Kuchl, kreiert man derzeit neue Produkte. „Wir testen Matratzen, Polster und Unterlagen mit der Powerinsole-technolgie um den Stress zu reduzieren, Regeneration zu verbessern und den Schlaf zu vertiefen“, sagt Masching, der weiß, dass bis zu 50 Prozent der heimischen Bevölkerung wiederkehrend an Schlafproblemen leidet.

„Wenn wir durch unsere wissenschaftlich bestätigte Technologie einen kleinen Beitrag zur Besserung beitragen können, wäre das sehr spannend. 39,9 Prozent bessere Zellregeneration sind auch hier ein enorm guter Wert und wir können einen großen ‚USP‘ erschaffen“.

Kurz vor einem Investment

Aktuell steht Masching in Verhandlungen mit einem potentiellen Financier, den er nicht namentlich nennt, jedoch erzählt, dass es um ein Investment von 500.000 Euro geht. Das Kapital soll für den Vertriebsausbau, weiteren Studien und der Produktentwicklung verwendet werden.

Powerinsole auch b2b für Lebensqualität

„Zudem sind wir auch stark in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge tätig, da der Einsatz der Powerinsole für Unternehmer einen großen Vorteil bedeutet. Wenn Mitarbeiter etwa weniger müde sind und keine schweren Beine haben. Bereits nach kurzer Zeit zeigt sich, dass sich das Wohlbefinden stark verbessern kann“, sagt Masching abschließend: „Und es so zu einer Reduzierung von Krankenständen kommt, was relativ rasch einen sehr schnellen ‚ROI‘ bringt. So kann jeder Mitarbeiter und Unternehmer ohne großen Aufwand ein Stück Lebensqualität zurückgewinnen“.


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Business Angel Hansi Hansmann und Conxious-Gründer Andreas Tschas | (c) Luisazzoe / StudioZucker

Es braucht seine Zeit, bis man oben ist. Wer zum Conxious Picnic will, muss hinauf auf die Baumgartner Höhe in Wien-Penzing, fernab der hektischen Innenstadt. Der Ort ist bewusst gewählt.

Das Otto Wagner Areal wurde vor rund 120 Jahren als Heil- und Pflegeanstalt eröffnet und umfasst rund 50 Hektar. Das entspricht der Fläche von rund 70 Fußballfeldern. Nach einem Jahrhundert klinischer Nutzung wird das denkmalgeschützte Jugendstilensemble neu belebt. 2030 oder 2031 soll hier die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) einziehen. Bis dahin wird das Gelände zwischengenutzt, unter anderem von Kreativkollektiven und für Kunst- und Kulturveranstaltungen.

Das Jugendstiltheater am Otto Wagner Areal in Wien-Penzing war Schauplatz des Conxious Picnic. Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Am 30. September und 1. Oktober war das Jugendstiltheater mit seinen Gärten Schauplatz des ersten Conxious Picnic. Schon beim Hineingehen weiß man: Hier geht es anders zu als bei einem üblichen Business-Event. Man spricht sich mit Vornamen an. Teilweise umarmt man sich bei der Begrüßung.

Das Betriebssystem von morgen

Hinter dem Format steht Andreas Tschas, Gründer von Conxious. Seine Vision fasst er im Gespräch mit brutkasten in einem Satz zusammen: „Ein neues Betriebssystem für unsere Wirtschaft, das auf Vertrauen und innerer Klarheit beruht.“ Nach diesem Gedanken sei auch die Veranstaltung aufgebaut gewesen. Es gehe darum, Wirtschaft wieder menschlicher zu machen: „Weg vom Business, hin zur Wirtschaft, zum Wirt.“ Der Wirt sei jemand, der auf die Ressourcen schaue, ein Host, der auf die Community achte.

Rund 200 Gäste waren laut Andreas Tschas an den beiden Tagen durchgehend vor Ort. | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Das Interesse war größer als erwartet. 250 Personen waren laut Tschas angemeldet, durchgehend seien rund 200 vor Ort gewesen. Die Gäste kamen auch aus anderen europäischen Ländern, darunter die Niederlande, Portugal, Deutschland und Italien.

Was man mitbringen muss

Wer mitmachen will, braucht vor allem Zeit. Die Veranstalter baten ihre Gäste vorab, an beiden Tagen zu bleiben. Das Picknick sei als ein Bogen gedacht, bei dem jeder Akt auf dem vorigen aufbaut.

Dazu kommen Neugier, Präsenz und die Offenheit für Menschen, die man noch nicht kennt. So stand es in der Einladung an die Gäste. Wer wollte, brachte eine Blume mit, einen Kuchen zum Teilen oder ein Sitzkissen für die Wiese. Einen Dresscode gab es nicht, Farbe war ausdrücklich willkommen.

Wer sitzt, kann etwas vorbringen

Am zweiten Tag geht es im Jugendstiltheater um Träume. Bianca Gfrei von Conxious steht in der Mitte des Raums. Rund um sie sind Vintage-Möbel des Wiener Generationencafés Vollpension aufgereiht, dazwischen liegen Sitzkissen. Wer hier Platz nimmt, soll die Augen schließen und seine Wünsche benennen.

Bianca Gfrei von Conxious leitete am zweiten Tag die Runde zu den Träumen der Gäste. | Foto: Luisazzoe| / StudioZucker

Dann öffnet Gfrei die Runde. Gefragt wird nach Themen: Wer hat einen Traum, wenn es um Business geht? Wer, wenn es um Räume geht? Wer in der Runde sitzt, kann etwas vorbringen und sagen, welche Unterstützung er oder sie braucht.

Auch Tschas bringt einen Traum ein, und der betrifft Bildung. Inhalte für Kinder würden künftig viele Unternehmen liefern, entscheidend sei das Erlebnis rundherum. Mit „Conxious in the Garden“ treffen sich bereits Familien an Wochenenden. Er sei nicht überzeugt, dass sich das Bildungssystem in Österreich so schnell anpassen könne wie nötig. Zugleich gebe es sehr gute Schulen, nur brauche es mehr davon. Für das Vorhaben sucht er einen CEO, ein Investor sei bereits interessiert.

Vertrauen als Business Case

So weich das klingt, Tschas argumentiert wirtschaftlich. Das Fundament von Conxious sei Vertrauen, und das Picknick habe mit genau diesem Gedanken begonnen: „Trust as a Business Case“. Er erzählt dazu von Business Angel Hansi Hansmann, einem der Founding Partner von Conxious. Der habe ihm gesagt, dass es um Vertrauen gehe, sei für ihn ein No-Brainer. Für Tschas ist das der Punkt: „Du lernst den Menschen kennen und du vertraust ihm einmal.“ Daraus seien die großen Erfolgsgeschichten entstanden.

Auch der Autor und NEOS-Mitgründer Matthias Strolz war vor Ort. | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

In Unternehmen sehe er oft das Gegenteil. Wenn er in Abteilungen nachfrage, wie viel Zeit in Konflikte und interne Politik fließe, höre er im Schnitt 70 Prozent. Der Grund sei ein Vertrauensproblem.

Bei Startups zeige sich das im Founder-Konflikt. Der „Return on Investment on emotional well-being“ werde völlig unterschätzt, sagt Tschas. Er kenne nur wenige Investoren, die vorbeugend etwas tun. Komme es zum Konflikt, könne man „mindestens 50 Prozent der Bewertung abschreiben“.

Auch die Freiflächen rund um das Jugendstiltheater wurden bespielt. | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Wer dabei war

Auf dem Programm standen unter anderem der Impact-Investor Charly Kleissner, die Kulturanthropologin Bettina Ludwig, der Autor und NEOS-Mitgründer Matthias Strolz, Thomas Funke, Mitgründer der Tomorrow University, und Eversports-Mitgründer Hanno Lippitsch. Unter den Gästen waren laut Tschas zudem viele Gründer, die diesen Weg schon gegangen sind, darunter TTTech-Mitgründer Georg Kopetz sowie Busuu-Mitgründer und Investor Bernhard Niesner. Auch Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll und Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), waren vor Ort.

TTTech-Mitgründer Georg Kopetz im Gespräch mit Conxious-Gründer Andreas Tschas | Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Auch der Unternehmer Klaus Buchroithner war dabei, dessen Firma das Merchandise für Conxious produziert. „Die letzten zwei Tage ist es sehr wenig ums Business gegangen und sehr viel um Persönlichkeitsentwicklung“, sagt er. Es habe Sessions gegeben, in denen man sich bewegt hat, aber auch Vorträge. Eine klassische Business-Konferenz sei es sicher nicht gewesen.

Besonders mitgenommen hat Buchroithner den Beitrag von Ludwig über eine der letzten Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften. Dort sei jeder von Geburt an Teil eines größeren Ganzen, weil die Gemeinschaft nur gemeinsam überlebt. Sein Schluss daraus: Egoistische Entscheidungen seien „eigentlich kompletter Unsinn“.

Foto: Luisazzoe / StudioZucker

Was aus dem Picknick entstehen soll

Beim Reden soll es nicht bleiben. Tschas formuliert eine Hypothese: Unternehmen und Startups, die auf dieser Basis von Vertrauen gegründet werden, funktionieren besser. Aus der Community heraus würden gerade die ersten Unternehmen gemeinsam gestartet.

Konkret denkt man laut Tschas über drei Dinge nach. Ein Magazin, das sich um Bewusstsein in der Wirtschaft dreht. Räume für Meetings, in denen man präsenter und weniger abgelenkt ist. Und eine Schule. In drei bis vier Monaten werde man mehr dazu sagen können.

Das Prinzip dahinter beschreibt er so: „Dem Glück auf die Sprünge helfen, indem wir coole Leute und coole Ideen zusammenbringen und die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.“


Video-Tipp: Andreas Tschas über Conxious: „Ein neues Betriebssystem für die Wirtschaft“

Andreas Tschas spricht im Talk über sein Projekt Conxious – eine kuratierte Community, die Vertrauen und innere Klarheit ins Zentrum des wirtschaftlichen Handelns rücken möchte.

Im Gespräch erklärt Tschas, warum Vertrauen ein unterschätzter Produktivitätsfaktor in Unternehmen sei, wie aus tiefen menschlichen Verbindungen nachhaltige Projekte entstehen können und wie ein zukunftsfähiges Betriebssystem für die Wirtschaft aussehen soll.

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Powerinsole: Biogena als Vertriebspartner und laufende Investment-Verhandlungen

  • Powerinsole wurde vor rund einem Jahr der breiten Öffentlichkeit bekannt, als sie bei „2 Minuten 2 Millionen“ ihr Gel-Pad vorstellten.
  • Ein Jahr später steht das Startup kurz vor einem Investment von einer halben Million Euro, kann auf wissenschaftliches „Backup“ zur Wirkung zurückgreifen und hat den ersten Schritt gesetzt, die USA als Markt zu erobern.
  • Die Produktion wird weiterhin in Österreich und Deutschland stattfinden, um die hohe Qualität beibehalten zu können“ erklärt Masching.
  • Zusätzlich zu den USA konnten Powerinsole vor kurzem weitere Kooperation mit Biogena in Europa abschließen.
  • Gemeinsam mit der Firma Elastica aus Kuchl, ist man dabei Produkte für den Schlafbereich zu kreieren.

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