03.08.2016

The Power of Video: Wieso Video fürs Business wichtig ist

Gastbeitrag. Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg. Und Video explodiert. Wieso man auf Video-Inhalte fürs Business setzen sollte. Ein Beitrag von Christoph Poropatits, Co-Geschäftsführer von Diego5 Studios.
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(c) diego5 studios: Co-Geschäftsführer der Diego5 Studios, Christoph Poropatits.

Soziale Medien wie YouTube, Facebook oder Snapchat sind heute integrierter Bestandteil unserer digitalen Identität. Wir leben in einer stark vernetzten, mobilen Zeit und sind ständig online. Jedes Unternehmen und jede Einzelperson ist selbst zum Medium geworden. Der durchschnittliche Mensch konsumiert pro Tag 1,8 Stunden Social Media und pro Minute werden auf YouTube 400 Stunden Videomaterial hochgeladen.

Next Generation

Ein Video zu teilen ist mehr als nur ein Klick – es ist ein Statement, eine Botschaft. Über die Jahre hat die Videoplattform YouTube eine große Zahl an Influencern & Creators hervorgebracht. Sie stellen zweifelsohne die nächste Generation der Journalisten dar und blicken auch gerne über den Tellerrand ihres gewohnten Mediums hinaus (zB. Merchandising, Bücher, Filme).


 Gastkommentator Christoph Poropatits ist Co-Geschäftsführer von Diego5 Studios, deren Business im Branded Entertainment und Online Video Marketing-Bereich liegt. Das Unternehmen hat ein Netzwerk an Videokünstlern, Kreativen, Youtubern und Channel Experten aufgebaut und macht die Botschaften seiner Kunden digital konsumierbar. Eines der Projekte ist „Hallo Leute„.


  1. Warum explodiert Video?

Noch nie war der Medienkonsum so groß wie in der heutigen Zeit. Die Folge: Konsumenten entwickeln ein immer weiter steigendes Bedürfnis nach Einfachheit und Kreativität. „Branded Entertainment“ hat hier großes Potenzial, denn niemand hat heutzutage noch Lust Packungstext über Packungstext zu lesen. Spätestens aus der Gehirnforschung weiß man, dass der Homo Sapiens programmiert ist möglichst sparsam mit seiner Gehirnenergie umzugehen. Simplicity is key!

  1. Wie kann Video eingesetzt werden?

Erfolgreiche Online Videos sind weder vorhersehbar noch beliebig. Psychologie, Sozialwissenschaften und Storytelling können uns helfen effektiveren Content zu kreieren. Durch das Integrieren bestimmter Ziele in einer Geschichte kann man sein Publikum unterhalten, es zur gewünschten Aktion hinleiten und überzeugen ein Video zu teilen. Storytelling bietet hier große Chancen, denn es basiert auf 4 unumgänglichen Erkenntnissen: Der Mensch liebt Geschichten. Geschichten berühren uns auf einer tiefen Ebene. Durch Geschichten fühlen wir uns verbunden und persönlich involviert. Geschichten inspirieren Handlung.

  1. Warum werden Videos geteilt?

Die Shareability von Content wird von fünf wesentlichen Elementen beeinflusst:

  • Praktischer Wert (Wie praktisch ist der Inhalt für mich?)
  • Social Currency (Sharing sieht „gut“ aus)
  • Triggers (Assoziationen auslösen)
  • Emotionen (Wenn wir teilen, kümmern wir uns)
  • Publicity (Öffentliches Teilen und Zugehörigkeit)
  1. Was macht ein gutes Viral Video aus?

 Die Kreation von viralem Content kann genauso schwierig sein wie der Gewinn des Lotto 6ers. Es ist daher ratsam sich den Prinzipien der Psychologie und des Storytellings zu bedienen; Geschichten zu finden, die unterhalten und zur gewünschten Handlung auffordern. Erfolgreicher Online Video Content ist nicht gleich Werbung: Er ist echtes Entertainment, erreicht aber dieselben Ziele wie Werbung. Das Geheimnis: Content, den Leute tatsächlich sehen wollen. Zielgruppen können mit Marken interagieren und bauen ihnen gegenüber gleichzeitig Loyalität auf.

  1. Hallo Leute – Who We Are

Hallo Leute ist die erste deutschsprachige Best Of Plattform ihrer Art, die täglich die heißesten YouTuber-Videos, Virals und Blogs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert. Die Devise lautet „Have fun & share“ – das Beste aus 6 Kategorien – von Beauty bis Gaming. Ziel ist es, einerseits YouTubern eine höhere Reichweite zu ermöglichen und andererseits Usern einen Service zu bieten, sich im YouTube Dschungel zurechtzufinden.

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© ESA/NASA

Astronaut:innen trainieren auf der Internationalen Raumstation (ISS) täglich bis zu zweieinhalb Stunden, um dem Abbau von Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken: Laufband, Ergometer und ein eigens entwickeltes Widerstandsgerät gehören zum Pflichtprogramm. Ob elektrische Muskelstimulation (EMS) dieses Training wirksamer machen kann, untersucht das Experiment „EasyMotion-2″ der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Charité Berlin. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot trägt dafür einen Trainingsanzug von EasyMotionSkin, einem Unternehmen mit operativer Zentrale in Reith bei Seefeld in Tirol.

Sechs Wochen Training mit Elektroden

Adenot hat am 17. Juli 2026 im Rahmen ihrer Langzeitmission „εpsilon“ begonnen, mit dem Anzug auf der ISS zu trainieren. Das war der Startschuss für ein sechswöchiges Programm zur Stärkung ihrer Skelettmuskulatur. Der Anzug gibt über integrierte Elektroden niederfrequente Impulse an die Muskulatur ab und soll so den Trainingseffekt der regulären Einheiten erhöhen. Für den Einsatz im All wurde das System von der OHB System AG angepasst und qualifiziert. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité, das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA unterstützt das Experiment.

Das Ziel reicht über die ISS hinaus: Die Daten sollen laut DLR dazu beitragen, EMS-Training fest in den Alltag von Astronaut:innen zu integrieren und damit künftige Reisen zum Mars sicherer zu machen. Eine solche Mission würde rund zwei Jahre dauern, wobei die Crew nach etwa neun Monaten Flug in Schwerelosigkeit den Planeten selbstständig betreten und dort arbeiten müsste. Muskelschwund auf dem Hinweg ist dabei eines der zentralen medizinischen Probleme.

Zweiter Anlauf nach Matthias Maurer

Es ist nicht der erste Einsatz des Anzugs im All. Während der ESA-Mission „Cosmic Kiss“ (2021 bis 2022) trainierte der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits mit dem System, brutkasten berichtete damals. „Es ist bemerkenswert zu sehen, welche bedeutenden Fortschritte die Entwicklungsteams seit der ersten Mission bei der Optimierung des Anzugkonzepts für den Einsatz auf der Raumstation erzielt haben. Ich freue mich sehr, dass wir EasyMotion-2 nun gemeinsam mit Sophie Adenot weiterführen können“, sagt Julia Weis, LEO (Anm. Low Earth Orbit) & Suborbital Utilisation Team Leader bei der ESA.

Adenot, Jahrgang 1982, ist Hubschrauberpilotin der französischen Luftwaffe und Luftfahrtingenieurin. Seit November 2022 gehört sie dem Europäischen Astronautenkorps an, ihre Grundausbildung schloss sie im April 2024 ab.

Was auf der Erde davon bleibt

Die Erkenntnisse aus dem All sollen auch in Trainings-, Therapie- und Präventionskonzepte auf der Erde einfließen, von der Rehabilitation bis zur Prävention altersbedingter Veränderungen. Das ist auch die Perspektive von Christian Jäger, dem Tiroler Unternehmer und Investor hinter EasyMotionSkin: „Entscheidend ist für mich aber ebenso der Nutzen auf der Erde: EasyMotionSkin soll Menschen dabei unterstützen, effizient zu trainieren, ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Die Erkenntnisse aus dem Einsatz unter Extrembedingungen können dazu beitragen, die Technologie weiterzuentwickeln und damit auch vielen Menschen auf der Erde zugutekommen.“

EasyMotionSkin wurde von Dirk Fritzsche gegründet. Jäger, 2023 auch als Investor bei „2 Minuten 2 Millionen“ zu sehen, war zunächst mit einem kleinen Investment eingestiegen, bevor er die Firma gänzlich übernahm. Heute ist EasyMotionSkin nach eigenen Angaben Teil der deutschen milon group.

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