13.03.2026
BAUWESEN

PORR kooperiert mit Salzburger Startup zur Trennung von Styropor-Abfällen auf Baustellen

Rund 2.500 Tonnen EPS (expandiertes Polystyrol alias Styropor) fallen jährlich auf österreichischen Baustellen als Teil von Wärmedämmverbundstoffen an. Die PORR hat in Kooperation mit dem Startup Orbis Development einen Testversuch pilotiert, bei dem EPS mithilfe eines innovativen Bagger-Anbaugeräts von mineralischen Restbeständen befreit wird. Für das Recycling der entstandenen Stoffe wurden Baumit und Austrotherm ins Boot geholt.
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PORR
Karl-Heinz Strauss ist CEO der PORR Group. | © Astrid Knie

Im Zuge des Rückbaus von Häusern, die mit EPS – umgangssprachlich Styropor genannt – gedämmt wurden, entstehen EPS-Abfälle. Typischerweise kleben an ihnen jede Menge an mineralischen Restbeständen wie Putz und Armierung. Erst, wenn diese schnell und unkompliziert beseitigt werden können, ist die sortenreine Trennung zum Zweck der Wiederverwertung großflächig möglich.

Deswegen hat die PORR nun iom Rahmen eines Pilotprojekts ein Bagger-Anbaugerät des Startups Orbis Development eingesetzt, um auf zwei Abbruchbaustellen den Dämmstoff von mineralischen Bestandteilen wie Putz und Armierung zu trennen. Das Baustellenteam der PORR konnte damit, wie es per Aussendung heißt, mehrere Tonnen EPS rückbauen und sortenrein erfassen.

PORR-CEO: „Praxistaugliche Lösung“

„Die PORR befasst sich bereits seit Jahren mit der Wiederverwertung von EPS. Zuerst im Rahmen des Forschungsprojekts EPSolutely, in dem sie ihr umfassendes Know-how aus dem Aufbereitungsbereich sowie aus Rückbaubaustellen eingebracht hat“, sagt PORR-CEO Karl-Heinz Strauss. „Nun haben wir die Chance ergriffen, mit einem innovativen Startup und im Schulterschluss mit unseren Partnern aus der Wertschöpfungskette Bau zusammenzuarbeiten, um eine praxistaugliche Lösung für die sortenreine Trennung von EPS-Abfällen zu entwickeln.“

© ORBIS Development: Baggeraufsatz im Einsatz: Das PORR-Team konnte damit EPS schon während des Rückbaus von Reststoffen befreien

Die auf den Pilotbaustellen erfassten Dämmstoffabfälle wurden von Austrotherm versuchsweise aufbereitet und untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass mit dieser Methode der Fassadenabbruch bereits an der Baustelle zu einem sehr großen Teil getrennt werden kann. Das bedeute eine ressourcenschonendere Weiterverarbeitung, da nicht komplette Wärmedämmverbund (WDVS)-Systeme transportiert werden müssen. Zudem ermögliche diese Innovation einen geschlossenen Kreislauf von WDVS (Wärmedämmverbundsystem) mit EPS zu neuen EPS-Dämmstoffplatten.

Weitere Versuche

Parallel dazu wird untersucht, inwieweit sich auch die mineralischen Bestandteile des Fassadenabbruchs recyclen lassen – zum Beispiel als Zuschlagsstoff im Zement. Dafür wurde im Zuge des Pilotversuchs die Putzschicht von der PORR zerkleinert und anschließend von Baumit getestet. Weitere Versuche in einem industriellen Maßstab laufen derzeit.

„Auf Basis der Projektergebnisse liegt nun ein praxistauglicher Ansatz vor, der in weiteren Piloten skaliert und weiterentwickelt werden kann. Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette – Bauunternehmen, Entsorgern und Verwertern – einen Rückbau- und Verwertungsprozess zu etablieren, der ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich umsetzbar ist“, sagt Orbis Development-Gründer Paul Spatzenegger.

PORR mit Innovationsstrategie

Für die PORR ist die Zusammenarbeit mit innovativen Startups ein wesentlicher Bestandteil ihrer konzernweiten Innovations- und Nachhaltigkeitsstrategie. Sie unterstützt die Dekarbonisierungsziele im Rahmen des Hebels „Abfälle Vermeiden – Reduzieren – Recyclen“ und stärke das Handlungsfeld „Ganzheitliche Kreislaufwirtschaft“.

Karl-Heinz Strauss kommentiert: „Wir pilotieren laufend mit Geräteherstellern, Baustoffanbietern und technischen Innovatoren Anwendungen, die unsere Baustellenprozesse effizienter, digitaler und nachhaltiger gestalten. Für Kooperationen mit tatkräftigen Partnern sind wir offen. Dabei geht es immer um die Praxistauglichkeit im Baustellenalltag.“

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Manuel Sonnleithner und Ingmar Mattus | (c) TradersYard
Manuel Sonnleithner und Ingmar Mattus | (c) TradersYard

„Wir haben die letzten Jahre damit verbracht, das richtige Produkt und das richtige Team aufzubauen“, wird Manuel Sonnleithner, CEO des Wiener Prop-Trading-Startups TradersYard, in einer Aussendung zitiert. In dieser wird der Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde verkündet. Das Geld stammt von Andromeda Capital Partners Suisse unter der Führung des Investors Ingmar Mattus. Die Schweizer Beteiligungsgesellschaft übernahm bereits im Jahr 2023 die Mehrheit des Unternehmens, wie brutkasten damals berichtete. Die nun erfolgte Kapitalzufuhr soll die Expansion in Europa, Afrika und dem asiatisch-pazifischen Raum vorantreiben.

„Bauen statt Ausleihen“

Als Basis für dieses Wachstum soll eine selbst entwickelte technologische Infrastruktur dienen. TradersYard hat ein System aufgebaut, das vom Risikomanagement bis zum CRM reicht. Erst kürzlich brachten die Entwickler:innen eine neue Version dieser hauseigenen Handelsplattform auf den Markt. Investor Mattus sieht in diesem Ansatz einen strategischen Hebel: „Was mich von Anfang an zu TradersYard zog, war ihre Bereitschaft zu bauen statt auszuleihen.“ In einer Branche, in der sich so viele auf die Technologie von Drittanbietern verlassen, verschaffe die firmeneigene Infrastruktur einen erheblichen Wettbewerbsvorteil und ein solides Fundament für nachhaltiges Wachstum.

„Schneller bewegen“

Diese technologische Basis ermögliche nun die Einführung neuer Funktionen. Die frischen Mittel sollen direkt in den Start von sogenannten Instant-Funded-Accounts fließen. Diese Modelle sollen Trader:innen einen sofortigen Zugang zu kapitalisierten Konten bieten. Zeitgleich bereitet die Firma Auszahlungen auf Abruf vor. „Dieses neue Kapital erlaubt es uns, uns schneller zu bewegen und unsere Plattform zu mehr Tradern weltweit zu bringen“, sagt Sonnleithner. Der Manager übernahm die Rolle des CEO im November 2024 (brutkasten berichtete). Die aktuellen Produkteinführungen seien dabei nur die ersten von vielen geplanten Funktionen.

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