07.05.2015

Popkorn essen ist out, heute verwendet man es in Platten am Bau

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Ist das denn möglich: Wärmeschutz aus Popkorn herstellen?

In den letzten Jahrzehnten ist der Bedarf an Rohholz rasant gestiegen. Darum versuchen Wissenschaftler möglichst rasch eine Alternative zu finden. Denn um Möbel, Bodenbeläge oder andere Produkte aus Holz herzustellen, wird eine große Menge an Rohholz benötigt. Ein erster Meilenstein könnte nun gesetzt worden sein: Göttinger Wissenschaftler haben nämlich einen Holzwerkstoff entwickelt, der aus schnell nachwachsenden Rohstoffen besteht. Umgangssprachlich dreht es sich hier um „Popkorn“. Das Maisprodukt könnte nun die Spanplatte der Zukunft leichter und robuster machen.

Das „BalanceBoard“ – so wird der Verbundwerkstoff genannt, der aus Holzspänen und Mais in Form von Popcorngranulat besteht – wurde von Wissenschaftlern der Universität Göttingen entwickelt. Die Spanplatten mit einer Mittelschicht aus Popcorngranulat sollen die technischen Anforderungen im Vergleich zu Standard-Spanplatten komplett erfüllen. Positiver Nebeneffekt: Die Mischung führt dazu, dass die Platten bis zu 35 Prozent leichter sind. Trotzdem weisen sie mit einer Mittelschicht aus Popcorngranulat eine höhere Festigkeit auf als vergleichbare Platten aus Holzspänen.

„Mit BalanceBoard haben wir die Grundlage für eine neue Generation von Holzwerkstoffen geschaffen“, so der Leiter des Projekts, Prof. Dr. Alireza Kharazipour von der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen.

Das „BalanceBoard“ besteht zu etwa 35 Prozent aus Rohstoffen, die innerhalb eines Jahres nachwachsen und in großer Menge zur Verfügung stehen. Darüber hinaus lassen sich aufgrund des geringeren Gewichts beim Transport und bei der weiteren Verarbeitung der Platten Energie und Kosten sparen. Auch das Klima wird geschont: Genau wie Holz speichern die Maispflanzen Kohlenstoffdioxid, das in der Spanplatte gebunden und erst beim Verrotten wieder freigesetzt wird.

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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