12.01.2024

Nach Konkurs startet Anna Abermann mit Pona neu durch

Im Juli 2023 musste Anna Abermann mit Pona Insolvenz anmelden. Ein Sanierungsverfahren scheiterte und es folgte der Konkurs. Nun startet die Gründerin mit einem neuen Unternehmen und Partner an Bord neu durch.
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Anna Abermann | (c) Studiomato

Erfrischende Bio-Getränke ohne Zucker und Zusatzstoffe – das ist das Konzept des 2014 gegründeten Wiener Getränke Startups Pona rund um Anna Abermann. Ende Juli musste die Gründerin mit der dahinterstehenden Firma Pona Sonst Nix GmbH Insolvenz anmelden. Die Passiva beliefen sich in Summe auf rund 1,2 Millionen Euro. Dazu zählten unter anderem Verbindlichkeiten bei der Bank und Schulden bei Lieferanten (brutkasten berichtete). Als einen der Gründe für die Insolvenz führte Abermann damals den starken Rückgang der Kaufkraft im Biosegment an. Zudem verlor das Startup im Frühjahr 2023 eine Listung bei einem größeren Händler.

Sanierungsverfahren für Pona scheiterte

Mit Anmeldung der Insolvenz Ende Juli 2023 folgte ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. „Ein Neustart mit einer Sanierung war allerdings nicht möglich, somit haben wir diese in ein Konkursverfahren abgeändert“, so Abermann. Der Grund: Ein entsprechender Partner mit ausreichend Kapital für die Sanierung wurde nicht gefunden – unter anderem auch aufgrund einer laufenden Crowd-Finanzierung des Unternehmens. Im Oktober 2023 entschied die damals zuständige Masseverwalterin schlussendlich, dass die Sanierung nicht fortgeführt wird und der Konkurs über einen klassischen Asset-Deal abgewickelt wird.

Neues Unternehmen mit neuem Partner

Trotz Konkurses konnte Abermann die Marke und Idee hinter Pona retten. Wie die Gründerin gegenüber brutkasten bestätigt, konnte mit dem österreichischen Unternehmer Wolfgang Fojtl nun ein neuer Partner gefunden werden. Fojtl ist Eigentümer der Marke Verival, die sich auf Bio-Frühstücksprodukte spezialisiert hat. Für den Neustart wurde zudem mit der Wonderful Biodrinks GmbH bereits im Dezember ein neues Unternehmen gegründet. Mit der neuen Gesellschaft wurden die Markenrechte aus der Konkursmasse gekauft.

Abermann ist in dem neuen Unternehmen nun erstmals Mehrheitsgesellschafterin. „Wir hatten bereits in der Vergangenheit mit Wolfgang Fojtl so eine Art Mentorenbeziehung“, so Abermann. Zudem sei das gegenseitige Vertrauensverhältnis durch „gemeinsame Werte“ geprägt.

Schlankere Strukturen und gemeinsame Synergien

Im Gegensatz zur Pona Sonst Nix GmbH sei die neue Wonderful Biodrinks GmbH viel schlanker aufgestellt, wie Abermann anmerkt. „Wir haben nun den Vorteil, dass wir gemeinsam Vertriebsstrukturen nutzen können“, so die Gründerin. Und sie merkt an: „Wir können uns im Prinzip den Neustart nur leisten, da wir an bestehende Strukturen anknüpfen“. Während ihre alte Firma in Hochzeiten bis zu zwölf Mitarbeiter:innen zählte, muss Abermann nun allerdings mit einem kleinen Team von drei Leuten starten. Zudem sollen neben Pona die Marken bitterschön und TSSSCHK weitergeführt werden. Die vierte Marke Ich bin Was?er wird aufgrund der hohen Glaskosten vorerst jedoch eingestellt.

Produktionsanlagen von Pona werden weiter genutzt

Bereits vor Weihnachten konnten mit der neuen Firma die ersten Getränke produziert werden. Trotz der Unsicherheiten und dem Konkurs habe der Abfüllpartner die Beziehung zu Pona aufrechterhalten, so Abermann. Auch zwei größere Händler hätten die Listung der Biogetränke nicht aufgegeben. „Ich möchte hiermit wirklich eine Lanze für unsere Kunden und Lieferanten brechen. So etwas kann man sich im Leben nicht zweimal wünschen“. Zudem konnten Kunden in der Übergangszeit auch mit noch vorhandenen Beständen im Lager versorgt werden. Trotz der geglückten Rettung hält sie abschießend fest. „Das Jahr wird dennoch eine Herausforderung für uns“.


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Somareality
(c) Somareality - Das Somareality-Team.

Somareality wurde 2019 in Wien gegründet und entwickelt Eye-Tracking-basierte Biomarker, um damit Rückschlüsse auf den kognitiven Zustand einer Person treffen zu können. 2024 gab es dafür 1,5 Mio. Euro – brutkasten berichtete. Nun folgt eine überzeichnete Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von drei Millionen Euro unter der Führung von Catalyst Romania, um „die weltweit erste umfassende Lösung für kognitive Erkenntnisse (Cognitive Insights) zu werden, die ausschließlich auf Eye-Tracking basiert“.

Somareality: Bestandsinvestoren dabei

Dies markiert das 13. Investment für den Catalyst Romania Fund II, unter Beteiligung der bestehenden Somareality-Investoren MT-Lab, RDY Ventures, Moondust Ventures und Gateway Ventures.

Das Deep-Tech-Startup aus Wien hat es sich konkret zur Aufgabe gemacht, das Verständnis kognitiver Prozesse neu zu definieren. Dazu gehören kognitive Belastung, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Ermüdung und die allgemeine Leistungsfähigkeit – basierend auf einer Technologie, die ebenso nicht-invasiv wie echtzeitfähig sei. Somareality generiert über zwei Millionen Euro B2B-Umsatz seit der Markteinführung ihres ersten Biomarkers im Jahr 2024.

Drei Initiativen

Das frische Kapital soll direkt in drei strategische Initiativen für das Jahr 2026 und darüber hinaus fließen: Erweiterung der bestehenden B2B-Segmente, Unterstützung neu gestarteter Längsschnittstudien zur Messung bzw. Vorhersage der kognitiven Gesundheit sowie der menschlichen Leistungsfähigkeit im Zeitverlauf und in die Vorantreibung einer Markenerweiterung in den B2C-Bereich.

„Mit unserer Präsenz im B2B-Bereich und dem Vertrauen, das uns unsere Kunden und Partner entgegenbringen, haben wir bewiesen, dass kognitive Erkenntnisse auf Basis von Eye-Tracking gekommen sind, um zu bleiben. Angesichts des anhaltenden Interesses an personalisierter Gesundheit insgesamt und des erneuten Interesses an Wearable-Eye-Tracking-Technologie bringen wir unser wissenschaftliches Fundament nun in den B2C-Bereich – und damit zu jedem, der schon immer verstehen wollte, wie sein Verstand funktioniert, dies aber außerhalb des Labors nie konnte“, sagt Adrian Brodesser, Mitgründer Somareality.

Somareality-Partner: „Somareality denkt Branche neu“

Und Alin Stanciu, Partner bei Catalyst Romania, ergänzt: „Bei Catalyst Romania wollen wir mit Unternehmen zusammenarbeiten, die nicht nur Bestehendes verbessern, sondern ganze Branchen neu denken – und genau das tut Somareality. Indem sie Eye-Tracking-Daten in Echtzeit-Erkenntnisse darüber verwandeln, wie Menschen denken, eröffnen sie einen neuen Weg, den menschlichen Verstand besser zu verstehen, mit Auswirkungen, die weit über die derzeitigen Anwendungsfälle hinausgehen. Wir glauben, dass dieser Wandel – vom reinen Beobachten von Verhalten hin zum echten Verständnis darüber, wie Menschen denken – das Potenzial hat, Sektoren vom Gesundheitswesen bis hin zur menschlichen Leistungsfähigkeit und darüber hinaus umzugestalten. Da dies unser drittes Investment in Mittel- und Osteuropa außerhalb Rumäniens ist, freuen wir uns sehr darauf, das Team dabei zu unterstützen, einen globalen Marktführer an der Schnittstelle von Wissenschaft und praktischen menschlichen Erkenntnissen aufzubauen.“

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