03.03.2022

Podim: Startups & Scaleups können sich bis 15. März bewerben

Podim zählt zu den einflussreichsten Startup- und Tech-Konferenzen im CEE-Raum und geht dieses Jahr vom 16. Mai bis 18 Mai als hybrider Summit im slowenischen Maribor über die Bühne. Bereits im Vorfeld bietet Podim für die teilnehmenden Startups & Scaleups ein reichhaltiges Programm.
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kooperation

Podim ist eine Startup- und Tech-Konferenz mit einer mittlerweile über 40-jährigen Tradition – bereits in den vergangenen Jahren war auch der brutkasten Partner. Jedes Jahr treffen sich sorgfältig ausgewählte Startups, Investor:innen und Führungskräfte aus der Wirtschaft auf der Konferenz. Ziel ist es, die Entwicklung des Startup- und Innovations-Ökosystems in der CEE-Region zu stärken und relevante Partner:innen global zu vernetzen. Unter anderem wurde dafür auch Podim Loop ins Leben gerufen. Über die hybride Plattform wird die Konferenz zu einem ganzjährigen Programm weiterentwickelt.

Das bietet das Podim-Ökosystem

+ Podim Summit vom 16. bis 18. Mai als Höhepunkt | in Maribor & virtuell
+Zahlreiche Veranstaltungen wie Bootcamp, Demo-Days, Satelliten- und Netzwerkveranstaltungen, London Springboard.
+ Kataloge ausgewählter Stakeholder
+Deal Room Matchmaking & Mentoring-Plattform
(c) Screenshot / Podim

Startups & Scaleups können sich bis 15. März bewerben

Der brutkasten ist auch dieses Jahr wieder als Partner bei Podim mit an Bord. In diesem Sinne möchten wir natürlich auch unsere Community an Startups und Scaleups dazu aufrufen, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Die Anmeldephase ist noch bis 15. März geöffnet.

Was erwartet die teilnehmenden Startups & Scaleups:

  • Startups & Scaleups treffen auf über 100 Top-Investor:innen und haben die Möglichkeit viele Einzelgespräche mit ihnen zu führen.
  • Startups & Scaleups können ihre Ideen und Pläne mit verschiedenen Branchenführer:innen, C-Level-Führungskräften sowie Mentor:innen diskutieren und erhalten wichtiges Feedback.
  • Startups & Scaleups haben die einmalige Chance von über 150 Top-Mentor:innen wertvolle Ratschläge für ihre Ideen und Plänen zu erhalten.
  • Startups & Scaleups können neue Kontakte knüpfen und strategischen Partner:innen finden
  • Außerdem haben Startups & Scaleups die Chance, beim Podim-Pitching-Wettbewerb wertvolle Preise zu gewinnen.

Wichtige Info: Insgesamt werden nur 150 ausgewählte Startups & Scaleups in den Startup & Scaleup Katalog von Podim aufgenommen. Dadurch erhalten sie die Chance am Online-Pitching Bootcamp, den Online-Demo-Days und der Podim-Hauptveranstaltung in Maribor teilzunehmen.


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Fawks AI
© LinkedIn/Canva - Neha Agarwal, Co-Founderin Fawks AI.

Eigentlich geht es hier nicht um ein Startup aus Indien, aber dennoch muss es kurz erwähnt werden: über 86 Millionen US-Dollar Umsatz, eine geschätzte Firmenbewertung von 200 Millionen US-Dollar, 500 Mitarbeiter:innen. Und das gebootstrapped. Das ist die Geschichte des indischen Proptech Housiey. Gegründet wurde es 2016 von Neha Agarwal und ihrem Bruder Ankit.

Problem Intransparenz

Der Ausgangspunkt der Geschwister damals war ein Markt, in dem es zwar viele Immobilienportale gab, aber es aufgrund laxer Regulierung immer wieder zu Fällen kam, in denen Makler:innen Objekte zu Preisen anboten, die vom tatsächlichen Endpreis stark abwichen. Auch Angaben zu Steuern, Regulierung und Mindestpreisen fehlten und Käufer:innen zahlten häufig zu viel für Immobilien.

Darin sahen die beiden eine Marktlücke. So bauten sie eine Plattform, auf der Bauträger direkt vertreten sind. Ihr Bruder übernahm als CEO den Vertrieb, Agarwal verantwortete die gesamte Technik. Dazu gehörte die Suchmaschinenoptimierung, die die heute in Wien lebende Gründerin als einen der Eckpunkte für den investorenlosen Erfolg nennt. „Housiey sollte bei Google gut ranken, ohne viel Geld für Werbung auszugeben. Das war noch vor dem KI-Zeitalter“, sagt sie. Außerdem entwickelte Agarwal den Anmeldeprozess für Nutzer:innen und setzte zu Beginn auf YouTube-Kanäle, um Immobilien zu präsentieren.

Der andere zentrale Faktor für Erfolg war die Transparenz: Nutzer:innen sollen alle Informationen zu einer Immobilie in einem durchgängigen Ablauf sehen können, vollständig und korrekt. „Das schafft Vertrauen und sie tappen nicht in eine Falle“, so Agarwal.

Von Indien nach Österreich: Fawks AI entsteht

2012 endete das Kapitel Indien und die Founderin kam für einen Job bei den Vereinten Nationen nach Österreich (IAEA). Eigentlich war ein Aufenthalt von sechs Monaten geplant, doch sie blieb, wechselte danach in einen Job bei einem anderen Unternehmen und kündigte dort schließlich, um gemeinsam mit COO Arun Gaurav Fawks AI in Wien zu gründen.

© zVg – Neha Agarwal und Arun Gaurav.

Das Wiener KI-Startup entwickelt eine eigene Speech-Engine zur Kundenkommunikation: eine KI, die Telefonanrufe im Kundensupport wie ein Mensch führen soll und sich an Unternehmen richtet. Erste Tests mit zahlenden Kund:innen laufen bereits.

aws-Förderung

Dafür erhielt das Startup eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro von der Austria Wirtschaftsservice (aws) im Rahmen des Förderprogramms aws Preseed | Deep Tech. Damit soll die Kerntechnologie mit dem Codenamen HIVE vom Konzept zu einem produktionsreifen Prototyp weiterentwickelt werden. Im vergangenen Jahr wurde Fawks AI zudem für den ersten Venture-Cake-Jahrgang von weXelerate, dem Wiener Startup-Accelerator, als eines von acht Startups bei 150 Bewerbungen ausgewählt. Ein möglicher Grund dafür: eine sprachliche Besonderheit von Fawks AI.

„Wir haben festgestellt“, präzisiert Agarwal, „dass es bei der deutschen Sprache auf den Dialekt ankommt, etwa Vorarlbergerisch oder Wienerisch. Im Benchmarking lag die Erkennungsrate nur bei 68 Prozent. Wir haben überall gesucht, aber kein Spracherkennungsmodell gefunden, auch nicht in Europa, sondern nur US-Modelle. Wenn ein Anruf zum Beispiel eine Bankangelegenheit betrifft und eine IBAN genannt wird, wird die Nummer nicht korrekt erkannt, und der nächste Workflow wird nicht ausgelöst. Viele große Unternehmen können KI deshalb nicht richtig einsetzen, weil die Spracherkennung nicht gut genug ist.“

Deswegen deckt Fawks AI Standarddeutsch, Wienerisch und Österreichisch-Bairisch ab, und adressiert auch Menschen, die Deutsch nicht als Muttersprache, sondern in der Schule gelernt haben. Künftig möchte man noch Schweizerdeutsch in die Anwendung implementieren.

Damit ist Fawks AI nicht allein und bewegt sich hierzulande in einem Feld, mit großer Konkurrenz wie fonio, KI-Note oder NeedNect. Doch es gibt einen Grund, warum man sich für Wien entschieden hat.

„Ernst genommen“

„Österreich hat uns ernst genommen, bevor es andere taten“, sagt Agarwal. „Die Förderung ist ein Signal, dass die aws bereit ist, anspruchsvolle Ingenieursprobleme zu unterstützen, nicht nur Anwendungen. Europäische KI-Infrastruktur lässt sich nicht mit amerikanischen Standardwerkzeugen aufbauen. Das hat die aws verstanden, und ihre Jury ebenso. Wir sind dankbar für das Vertrauen.“

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