25.02.2021

Podim DX Satellite 2021: Startup + Corporation | Collaboration as the Key to Success

Am Dienstag, den 2. März, findet ab 18:50 Uhr der zweite Podim DX Satellite 2021 Event statt. Das Thema lautet "Startup + Corporation | Collaboration as the Key to Success". Der Brutkasten überträgt das Event live über seinen Facebook-Kanal.
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kooperation

In den letzten zehn Jahren hat sich die Podim Konferenz zu einem der einflussreichsten Startup- und Tech-Events im Alpen-Adria-Raum und am Westbalkan entwickelt. Jährlich versammeln sich 1000 Startup-Gründer, Investoren und andere Stakeholder des Startup-Ökosystems, um gemeinsam in Austausch zu treten.

Auch heuer finden wieder im Vorfeld die sogenannten Podim DX Satellite Events zu unterschiedlichen Themen statt. Im Zuge des ersten Events am 18. Feber diskutierten Investoren über Trends, Chancen und Tücken aus Anlegersicht – der brutkasten berichtete.

Startups + Corporation

Am 2. März wird um 18:50 Uhr nun das zweite Podim DX Satellite Event über die Bühne gehen. Diesmal zum Thema: Startup + Corporation | Collaboration as the Key to Success. Dabei soll diskutiert werden, wie im Rahmen einer Collaboration sowohl Startups als auch Corporates voneinander profitieren können. Am Podium vertreten sind:

  • Jure Mikuž | South Central Ventures,
  • Martin Pelcl | DaiBau/Moj Mojster,
  • Robert Günther | Henkel
  • Marin Ćurkovič | Ad Scanner

Zum ersten Mal als Hybrid-Format

Die große Podim DX Konferenz wird vom 17. bis 19. Mai als Hybrid-Veranstaltung im slowenischen Maribor stattfinden. Sie ist limitiert auf 1000 Personen, die physisch vor Ort sein können. Zudem gibt es aber die unlimitierte Möglichkeit online teilzunehmen. „Es wird die allererste Podim DX-Konferenz in einem Hybridformat sein, die das Beste aus physischer und digitaler Welt kombiniert“, so die Veranstalter.

Archiv: Erstes Podim DX Satellite Event 2021


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© Rollz International / Pexels

„Der Spagat zwischen Karriere und der Betreuung von Angehörigen betrifft in Österreich derzeit rund 400.000 Erwerbstätige“, erklärt Mitgründer von because we care Andreas Gruber. Bis zum Jahr 2050 soll fast jede fünfte erwerbstätige Person eine Pflegeverantwortung übernehmen müssen, fügt er hinzu. Um diesen wachsenden Druck auf Mitarbeitende und Unternehmen abzufedern, positioniert sich „because we care“ als digitale Informationsplattform für Arbeitgeber:innen.

Das Kernprodukt mit bald 200.000 Zugriffsberechtigten hilft pflegenden Angestellten dabei, sich im hochkomplexen heimischen Pflegesystem zurechtzufinden, Anträge zu stellen und entlastende Schritte einzuleiten. Es gehe laut Gruber darum, sich mit Angehörigen auf das Alter vorzubereiten, „lange bevor jemand zu Hause die Treppe runtergefallen ist“. Ursprünglich unter dem Dach der Organisation „Austria Assisted Living“ angesiedelt, agiert die Plattform seit Ende 2024 als eigenständige GmbH, um den wachsenden Markt gezielter zu adressieren.

Branchenübergreifende Nutzungsrate von zehn Prozent

Wie Gründer Andreas Gruber im Gespräch erklärt, verzeichne man bei den teilnehmenden Unternehmen branchenübergreifend eine stabile Nutzungsrate von etwa zehn Prozent. Dies sei für ihn ein klares Indiz, dass das oft unter der Oberfläche schwelende Thema Angehörigenpflege in der Arbeitswelt „voll präsent“ sei. Bislang lag der Fokus der Plattform vor allem auf Lotsenfunktionen für akut Betroffene.

Im September erweitert das gebootstrappte Startup das Angebot jedoch um ein Modul zur mentalen Prophylaxe. Dieses wurde gemeinsam mit Fachleuten aus Psychologie und Mentaltraining entwickelt und richtet sich gezielt an die gesamte Belegschaft. Ziel ist es, rechtzeitig Strategien gegen psychische Belastungen im Arbeits- und Pflegealltag zu vermitteln.

Umbau der Pflegevermittlung

Neben der inhaltlichen Erweiterung steht das Startup vor einem nächsten großen Schritt: Im Oktober soll das System „because we match“ nach aktueller Testphase mit einem großen Salzburger Pilotkunden live gehen. Dieses adressiert einen zentralen Flaschenhals im System, wie Gruber erklärt: die oft wochenlange Suche nach verfügbaren Pflegediensten. Laut dem Gründer vergehen im Schnitt 60 Tage, bis eine Regelversorgung greift – eine Zeitspanne, in der Angehörige unzähligen Anbietern nachtelefonieren müssen. „Wir drehen dieses System jetzt um“, erklärt er im Interview.

Künftig sollen Suchende eine zentrale, rund um die Uhr erreichbare Hotline anrufen können. Dort erfasst ein KI-Voice-Agent den konkreten pflegerischen Bedarf strukturiert und filtert emotionale Bedürfnisse von harten fachlichen Anforderungen. Pflegedienstleister:innen in der jeweiligen Region sehen diese anonymisierten Gesuche auf der Plattform und können sich anschließend bei den Suchenden vorstellen und ihre Leistungen anbieten.

Sprachgesteuertes CRM für das Back-Office

Gleichzeitig sollen die Leistungserbringer von einer digitalen Entlastung im Hintergrund profitieren. Die Software soll im Idealfall für die mobilen Pflegekräfte als sprachgesteuertes CRM-System fungieren. Einsätze lassen sich direkt per Spracheingabe festhalten, während intelligente Voicemails eingehende Anrufe filtern und priorisieren.

Dieser technische Ansatz soll bürokratische Hürden drastisch reduzieren, den Dienstleister:innen das ungeliebte Backoffice abnehmen und „effizienteres Arbeiten näher am Menschen ermöglichen“. Der Hebel dieser Effizienzsteigerung ist laut Gruber beträchtlich: „Wenn wir jeder Pflegefachkraft 30 oder 40 Minuten Orga am Tag abnehmen, geht sich ein Klient mehr aus.“

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