02.03.2018

PODIM: Adriatische Startup-Konferenz auf Besuch in Österreich

PODIM will die Startup-Communities im Alpen-Adria-Bereich stärker vernetzen. Momentan findet einen Roadshow in der gesamten Region statt. Auch in Süd-Österreich waren und sind Punkte am Programm.
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PODIM: Die Roadshow zu Gast in Sarajewo
(c) PODIM: Die Roadshow zu Gast in Sarajewo

PODIM gilt als die einflussreichste Startup-Konferenz in der europäischen Adria- und Balkanregion. Mit dem Start der PODIM Challenge Roadshow in der serbischen Hauptstadt Belgrad am 12. Februar – organisiert vom PODIM-Team, dem Zentrum für Europäische Perspektive (CEP) und der britischen Botschaft in Slowenien – begann eine Serie an Pre-Events in mehreren Städten, mit dem Ziel Investoren und erfahrene Unternehmer mit Early Stage Startups zusammenzuführen und Synergien entstehen zu lassen.

+++ Der CEE Impact Day 2017: Ein klarer Aufruf zur Zusammenarbeit +++

50 der bekanntesten Investoren der Region

Jährlich finden sich rund 500 Teilnehmer aus über 20 Ländern bei diesen Events ein. Allein der Investment-Part zieht pro Jahr in etwa 250 Startups, über 50 der bekanntesten Investoren der Region und mehr als 100 Unternehmensvertreter an. Darunter Darko Butina, Co-Founder von SASH Reporting, South Central Ventures, Seedcamp, Pioneers Ventures, Kolektor Ventures, Iskratel, Pošta Slovenije und Day One Capital.

„Trotz der geographischen Nähe und engen Kooperation im Tourismus, haben wir jedoch festgestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Startup-Communities im Alpe-Adria-Bereich sehr klein und der Austausch zwischen diesen Ländern gering ist“, sagt Majda Dodevska, PR-Sprecherin von PODIM. „Das Ziel ist es die Kooperation zu erhöhen und das größte und einflussreichste Startup-Event in dieser Region zu bleiben“.

Chance aufs Silicon Valley

Die Konferenz rühmt sich, abseits ihrer starken Vernetzungsmöglichkeiten, der hauseigenen Investement-Plattform namens PODIM Challenge, die sich an Startups richtet, die nicht älter als fünf Jahre sind und noch keine größeren Investitionen erhalten haben. Die Idee dabei: Leute zusammenzubringen und sie mit dem globalen Ecosystem zu verbinden. Auf der Homepage kann man sich jährlich für den Auswahlprozess bewerben. Pro Jahr werden rund 200 Startups selektiert und in einem Katalog vorgestellt. „Einer der Hauptvorteile für unsere Gäste und Teilnehmer ist der umfassende PODIM Startup Katalog, in dem wir die vielversprechendsten Startups der Alpen-Adria-Region vorstellen. Mit seiner Hilfe organisieren wir ‚one-on-one-matchmaking meetings‘ zwischen PODIM Startups, Investoren, Speakern und Unternehmen“, erklärt Matej Rus, Kopf der PODIM-Konferenz.

Einmal gewählt, hat das jeweilige Startup die Möglichkeit bei einem Roadshow-Event vor Konferenz-Partnern (Accelerators, Investoren und Unternehmern) vorstellig zu werden. Hat man diesen Schritt erreicht und wird zur „on-stage-pitching-competition“ eingeladen, wartet auf das siegreiche Team als Hauptpreis ein maßgeschneidertes Programm in globalen Startup-Hubs wie Silicon Valley oder London im Wert von 10.000 Dollar.

PODIM: Roadshow-Pitch in Zagreb
(c) PODIM: Roadshow-Pitch in Zagreb

Abseits dieser Möglichkeit, sich zu präsentieren, zu vernetzen und sich Feedback von den Größen der Szene zu holen, haben Teilnehmer der Roadshow auch die Chance ihre Ideen direkt vor dem PODIM-Team und dessen Partnern, bis zu 900 Startup-Stakeholder aus der europäischen Adria- und Balkanregion, zu pitchen. Zudem werden Inhalte und Diskurse über die angesagtesten Themen innerhalb der Szene – Blockchain, Kryptowährung und ICO’s, Investment, Fundraising – bereitgestellt und angeregt.

+++ Roland Berger-Studie: Gemeinsamer “Digital Innovation Hub” für ganze CEE-Region +++

PODIM Auf Austro-Tour

Am Collaboration Day, 19. Februar, zeigte sich die PODIM Challenge in Österreich der Kärntner Startup-Szene, um freitags darauf auch in Graz ihre Vernetzungsmöglichkeiten darzubieten. Organisiert wurden beide Events von Pioneers Discover and StartNet beziehungsweise Ideentriebwerk Graz. Die heimischen Partner dabei: Up to Eleven, build! Gründerzentrum Kärnten, Lakeside Science & Technology Park and KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs-Fonds.

„Mit der Zusammenarbeit zwischen den österreichischen und slowenischen Startup-Communities erwarten wir, einen Austausch zwischen: Leuten, Wissen, Ideen und Support, der auch österreichischen Startups nützen wird“, führt Dodevska PODIM‘s Intention aus. „Das Feedback in Klagenfurt und Graz war extrem positiv und wir hoffen viele österreichische Startups bei der PODIM Challenge zu sehen.“

Insgesamt haben über 1.000 Besucher die bisherigen Roadshows in Klagenfurt, Graz, Zagreb, Belgrad, Sarajevo, Skopje, Podgorica, Pristina and Tirana beehrt und sahen dabei über 100 Pitches von Startups. Die nächsten Termine für die PODIM Roadshow sind am 8. März in Szentgothard in Ungarn und am 9. März in Triest und Udinese, Italien. Am 15. März ist zudem noch der berühmte Startup Spritzer-Event in Graz, an dem PODIM teilnimmt. „Dieses Mal mit einem österreichisch-slowenischen Theme und vier Pitches, je zwei aus Slowenien und Österreich“, sagt Dodevska. „Ein weiterer Schritt um die Kooperation voranzutreiben“.

⇒ Zur Page von PODÍM


Hintergrund:

Die Alpen-Adria-Region wird nördlich von den Alpen und im Süden vom Mittelmeer begrenzt. Venedig im Westen und das ungarische Transdanubien vollenden die Grenze. Insgesamt beinhaltet die Region sieben geographische Gebiete: das italienische Friaul-Julisch Venetien und Venetien, Kärnten und die Steiermark, Slowenien, die West-Hälfte von Ungarn und Kroatien. Die Alpen-Adria-Region beherbergt mittlerweile über 2.000 Startups und in etwa 100 regionale oder lokale Startup-Zentren und Hubs. Zu den wohl berühmtesten Startups zählen: Unicorn Outfit7, Celtra, Layer, Bellabeat, Rimac Automobili, Yoox, Runtastic und Prezi.

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(c) x-tention / syndena

In den Kliniken liegt medizinisches Wissen aus Jahrzehnten überwiegend als Freitext vor. Für systematische Auswertungen und Forschung ist es damit nur mit erheblichem manuellem Aufwand nutzbar. Genau hier setzt syndena an: Das Unternehmen wandelt gewachsene klinische Dokumentation über einen KI- und NLP-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente, interoperable Datenbasis um. Die so entstehenden Real World Data sollen laut Aussendung klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Möglich werden sollen dadurch ein besseres Verständnis der Wirksamkeit von Therapien in der Versorgung sowie eine breitere Patientenrepräsentation.

Health-IT-Gruppe mit rund 850 Beschäftigten

Mit der nun verkündeten Mehrheitsübernahme erweitert x-tention sein Lösungsportfolio im Umfeld klinischer Daten. Die 2001 von Herbert Stöger gegründete Gruppe ist tief im Bereich Gesundheits-IT verankert: Sie deckt unter anderem Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Heute beschäftigt x-tention rund 850 Mitarbeiter:innen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie in einem Office im Silicon Valley. Erst im Mai berichtete brutkasten über das von x-tention mitgegründete Cybersecurity-Startup SecurITe, das eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich abschloss (brutkasten berichtete).

syndena bleibt in Innsbruck verankert

Der Hauptsitz von syndena bleibt laut Aussendung in Innsbruck, auch Forschung und Entwicklung sollen weiterhin von Tirol aus vorangetrieben werden. Zugleich soll die Partnerschaft dem Unternehmen die überregionale und internationale Skalierung der Technologie ermöglichen. Zu Kaufpreis und genauer Beteiligungshöhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Vorbereitung auf den European Health Data Space

Hintergrund der Beteiligung ist der European Health Data Space (EHDS): Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. x-tention will österreichische Gesundheitseinrichtungen nach eigenen Angaben frühzeitig anschlussfähig an den Europäischen Gesundheitsdatenraum machen.

„Gesundheitsdaten sind das wertvollste und sensibelste Gut im System. Mit dem European Health Data Space rückt der verantwortungsvolle Umgang damit jetzt europaweit in den Fokus, und genau dafür holen wir syndena an Bord“, sagt Herbert Stöger, Geschäftsführer von x-tention.

Datenhoheit bleibt bei den Einrichtungen

Die Datenverarbeitung erfolgt laut den Unternehmen pseudonymisiert, die Datenhoheit verbleibt demnach bei der jeweiligen Einrichtung: Für Forschung und multizentrische Auswertungen werden Daten nur nach deren Freigabe bereitgestellt. Auf dieser Grundlage sollen auch Kooperationen mit Forschungs- und Life-Science-Partnern stattfinden. x-tention positioniert die Beteiligung zudem ausdrücklich als Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen: europäisch, DSGVO-nativ und auf souveräner IT-Infrastruktur basierend.

„In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren“, sagt Roman Weger, CEO von syndena.

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