05.06.2023

Plusgear: Investment für Wiener Sportbekleidungs-Startup

Das Wiener Startup Plusgear war bisher eigenfinanziert. Nun verkündet es den Abschluss einer Investmentrunde mit mehreren namenhaften Investoren.
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Die Plusgear-Gründer mit Lead-Investor Markus Zengerer in der Mitte © Plusgear
Die Plusgear-Gründer mit Lead-Investor Markus Zengerer in der Mitte © Plusgear

Seit der Gründung im Jahr 2020 hat das Wiener Sportbekleidungs-Startup Plusgear schon einige Abenteuer erlebt. Sie trotzten laut eigenen Aussagen der Corona-Pandemie und ließen sich auch nicht unterkriegen, als ein anderes Unternehmen versuchte, ihr Startup-Konzept 1:1 zu kopieren (brutkasten berichtete). Nun steigen mit Markus Zengerer, Martin Kreiger, Sjaak Fleer, Emir Selimovic und Johannes Müller fünf Investoren ins Startup ein. Plusgear konnte sich ein sechsstelliges Seed-Investment sichern.

Plusgear: drei Jahre selbstfinanziert und Millionenumsatz

Laut Pressemeldung konnte das Startup hinter dem Gründer-Duo Michael Peuker und Nino Pérez-Salado in den letzten drei Jahren Millionenumsätze erreichen. Ihre Produkte umfassen dabei unter anderem Sportbekleidung mit extra Taschen für Wertgegenstände wie Handy oder Schlüssel, oder Textilien, die Schweißgerüche neutralisieren.

„Mit dem Investment wollen wir nun das nächste Level erreichen, unser Team weiter ausbauen und in den nächsten Jahren bei den großen E-Commerce Playern im DACH Raum mitspielen“, meint Peuker. Co-Founder Pérez-Salado verweist zudem auf die Internationalisierung und die Produktentwicklung gemeinsam mit der eigenen Community, die mit der Investmentsumme angegangen werden sollen.

Die Investoren decken zudem verschiedene Branchenhintergründe ab. Lead-Investor und Pezz life-Gründer Markus Zengerer kommt aus der PetTech-Branche, Kreiger und Fleer sind Textilunternehmer. Selimovic gründete wiederum das Software-Unternehmen Dotbite, während Johannes Müller als Ex-Darwins Circle und Techhouse Managing Director ebenfalls bei Plusgear einsteigt.

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Florian Prucker und Erik Podzuweit teilen sich die Rolle des CEOs bei Scalable Capital © Scalable/Fabian Zapatka
Florian Prucker und Erik Podzuweit teilen sich die Rolle des CEOs bei Scalable Capital © Scalable/Fabian Zapatka

Die Münchner Bank Scalable Capital ist seit heute in Wien mit einer Bankniederlassung vertreten. Anleger:innen in Österreich profitieren damit laut dem Fintech von einer steuereinfachen, automatischen Abführung der Kapitalertragsteuer. Die KESt werde direkt an der Quelle ermittelt, einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Ein lokales Team in Wien solle die österreichische Bankniederlassung verstärken.

„Wir positionieren uns an der Spitze dieses Wandels“

„Wir sehen auch in Österreich eine massiv wachsende Nachfrage nach einem diversifizierten und langfristigen Vermögensaufbau. Mit der Eröffnung unserer Bankniederlassung und dem Start der Steuereinfachheit positionieren wir uns an der Spitze dieses Wandels“, erklärt Florian Müllner, Leiter der österreichischen Bankniederlassung von Scalable Capital.

2014 gegründet, mehr als 800 Mitarbeitende

Scalable Capital, vor zwölf Jahren in München gegründet, ist mit heute neben Bayerns Hauptstadt in Berlin, Wien und Mailand tätig. Das Fintech startete mit dem Ziel, „Zugang zum Kapitalmarkt durch smarte Technologien, einfache Bedienbarkeit und niedrige Kosten zu ermöglichen“, wie es von Scalable Capital heißt. Mittlerweile hätten über eine Million Kund:innen über 60 Milliarden Euro auf der Plattform investiert, über 800 Personen seien beschäftigt. An der Spitze stehen die beiden CEOs Florian Prucker und Erik Podzuweit, die an einer „neuen Generation von Finanzservices“ arbeiten.

Agentic Investing und Zukunftsdepots

Die Münchner Bank biete seit Ende August dieses Jahres Agentic Investing mit allen gängigen KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Grok an. Scalable Capital habe damit „als erste Bank in Europa seine Plattform für alle gängigen KI-Assistenten (..) geöffnet“. Kund:innen können mittels der KI neben Trading und dem Setzen von Preis-Alerts u. a. auch nach Aktien, Derivaten und Echtzeitkursen suchen. Der KI-Chatbot „Insights“ biete zudem Antworten zu Märkten, Strategien oder zur Nutzung des Brokers.

Das von der österreichischen Bundesregierung angedachte Zukunftsdepot unterstützt das Fintech. Scalable Capital möchte den Bogen zur kapitalmarktbasierten, privaten Altersvorsorge ab der Geburt schlagen. „Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung zur Einführung eines Zukunftsdepots. Sobald der Gesetzgeber den notwendigen Rahmen geschaffen hat, plant Scalable Capital Zukunftsdepots anzubietenˮ, sagt Müllner.

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