21.12.2023

PluriBot: Wiener Startup entwickelt 3D-Drucker für Werkstücke aus Metall

PluriBot hat ein Verfahren entwickelt, das bei additiver Fertigung digitale Objekte direkt in Metall zu schweißen vermag. Gründer und CEO Paul Hayden hat uns mehr über die Technologie erzählt und mit welcher Unterstützung er die Startphase meisterte.
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PluriBot, aws
(c) PluriBot - Paul Hayden, Katharina Roth, Armin Faltl von PluriBot.
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PluriBot ist ein Wiener Startup, das leicht bedienbare 3D-Drucker für Werkstücke aus Metall entwickelt. Die Geräte verwenden als Ausgangsmaterial Draht und erreichen die Präzision konventioneller Pulverbettdrucker.

PluriBot: Idee zum Startup aus „reiner Faulheit“

Eigentlich ist Lichtbogenschweißen eine zuverlässige und erprobte Technik zum Verbinden von Metallen durch Schmelzen mit Strom. Draht durch Schweißen zu Werkstücken für CNC-Fräsen zu verarbeiten, ist eine übliche Methode in der Verfahrenstechnik. Etwas weniger bekannt ist das Schweißen als Methode für die additive Fertigung, also den 3D-Druck.

Das Verfahren von PluriBot erlaubt diese Anwendung im 3D-Druck, sodass digitale Objekte präzise direkt in Metall geschweißt werden können. Nachträgliches CNC-Fräsen oder Sintern wird vermieden, was Kunden einen Arbeitsschritt erspart, so der Claim des PluriBot-Teams.

Die Idee zum Startup entsprang eigentlich aus reiner Faulheit, war aber bereits 2019 Thema der Masterabeit des Gründers: „Ich wollte Metall zuverlässig im Lichtbogen abschmelzen (Plasma kam erst später), ohne eine Materialzufuhr justieren zu müssen“, sagt Co-Founder Paul Hayden gegenüber brutkasten. „Am Ende war die ‚getting it to work‘-Arbeit natürlich exorbitant mehr, als ich an Justierarbeit gespart habe.“

Wege zur Finanzierung gesucht

Allerdings sah Hayden, dass die Möglichkeiten an universitärer Forschung bzw. der Finanzierung schnell erschöpft waren und er andere Wege finden musste, das Projekt voranzutreiben. „Also haben wir uns als Team (Anm.: mit Armin Faltl und Katharina Roth) zusammengefunden und eine Firma gegründet, um ein Vehikel zu haben, das weiter Forschungsgelder aufsammeln kann“, sagt er. Das war im Jänner 2022.

Heute besteht der USP von PluriBot aus „einfacher Bedienbarkeit“, wie der Gründer erklärt: „Keine andere Technologie erlaubt einen so kleinen, leichten, sicheren und allumfassend benutzerfreundlichen Metall-Drucker wie unsere. Das schlägt sich im Preis unseres Druckers, in Wartungskosten und in Arbeitszeit nieder. Genauer gesagt, die meisten Metall-3D-Drucker verwenden Metall-Pulver. Das ist an sich teuer, aber auch massiv gesundheitsschädlich und daher muss in jedem Arbeitsschritt die Abschottung der Nutzer vom Pulver gewährleistet werden. Arbeitsrechtlich ist in Österreich noch ein jährliches Lungenröntgen für alle Arbeiter im Kontakt mit dem Gerät vorgesehen, um Fibrosen zu erkennen. Unsere Technologie aber verwendet Draht. Alle Gesundheitsbedenken fallen damit weg“, betont er.

Auch sei eine Rolle Draht nachzulegen einfacher, als einen Sack Pulver einzuleeren, wofür Atemmaske, Schutzkleidung, spezial-Raumluftfilter, Spezial-Staubsauger, usw. notwendig sind.

Investor:innen gesucht

Zu den nahen Zielen des Startups gehört es, den ersten eigenen Brenner zu bauen – dazu entwirft man aktuell drei „primitive“ Prototypen. Auch der baldige Produkt-Launch steht im Fokus, wozu noch Investor:innen zum Aufbau einer Produktionsstraße angeworben werden sollen.

„Wir haben prinzipiell einfache Präzisions-Schweiß-Technologie und wollen über unseren eigenen 3D-Drucker hinaus wachsen“, erklärt Hayden die große Vision des Teams. „Das heißt, mit Firmen zu kooperieren, die unsere Technologie anderweitig einsetzen können oder einfach 3D-Drucken mit sehr speziellen Anforderungen wollen. Hier wollen wir Spezialanfertigungen anbieten können mit unserem Druckkopf als Herzstück, den wir mit unserem Verfahren gerade entwickeln und uns in der Design-Phase befinden.“

PluriBot: Auch ohne Prototyp gefördert

Für die Startphase des Wiener Unternehmens zeigte sich die aws-Prototypen- und Pressed-Förderung als „unentbehrlich“, wie CEO Hayden erklärt. „Die aws hat unserem kleinen Team eine echte Chance gegeben, obwohl wir noch nicht einmal einen Prototyp vorzuweisen hatten. Der Antragsprozess selbst war für uns ein wichtiger Schritt zu einer robusten Strategie und hat uns Struktur gegeben, unsere Pläne zu konkretisieren“, sagt er.

Und ergänzt: „Die aws ist die einzige österreichische Förderstelle, die mit Startups umzugehen versteht sowie auf die Situation und Bedürfnisse eines Unternehmens, in dem die Idee im Vordergrund steht, eingeht und zumindest in unserem Fall exzellentes Berater-Matching betreibt.“


*Disclaimer: Das Startup-Porträt entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws)

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Johannes Braith, Co-Founder und CEO von Storebox | © brutkasten
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Das Wiener Selfstorage- und Logistik-Sclaeup Storebox baut seine B2B-Sparte – mit der Versandlösung Drop-off – weiter aus. Konkret durch Studienkreis, eine Tochtergesellschaft von GoStudent, als neuen Kunden. Nach einer Pilotphase werden aktuell über 100 Sendungen pro Woche von Storebox abgewickelt.

Storebox-Ziel: Versandprozesse vereinfachen

Mit Drop-off können Pakete nach der Online-Buchung direkt an einem der urbanen Standorte rund um die Uhr abgegeben werden. „Unser Ziel ist es, Versandprozesse radikal zu vereinfachen. Unternehmen sollen flexibel skalieren können, ohne eigene Logistikstrukturen aufbauen zu müssen“, erklärt Johannes Braith, CEO und Co-Founder von Storebox.

Und Marc Ellmer, Head of Purchasing & Real Estate bei Studienkreis, ergänzt: „Mit Storebox haben wir eine Lösung gefunden, die sich nahtlos in unsere Prozesse integriert und uns die notwendige Flexibilität im Versand gibt. Besonders die einfache Abwicklung ist für uns entscheidend.“

Auch weitere Startups Kunden

In der erwähnten Pilotphase wurden mehr als 600 Sendungen über das Storebox-Netzwerk abgewickelt. Nach dem vollständigen Onboarding von Studienkreis rechnet das Unternehmen mit weiter steigendem Versandvolumen.

Laut Storebox wird die Drop-off-Lösung inzwischen von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen genutzt, um Versandprozesse flexibler zu organisieren. Neben Studienkreis zählen dazu unter anderem HelloBello und Journi.

Storebox: Ausbau der Lösung im Fokus

Die Anwendungsfälle reichen dabei von E-Commerce über Bildungsanbieter bis hin zu international tätigen Scaleups. „Viele Anbieter kämpfen mit hohen Kosten und organisatorischer Komplexität. Mit dem Drop-off-Service lösen wir dieses Problem. Unser Angebot ist die Antwort für Unternehmen, die eine agile, schnelle Abwicklung ohne eigene Logistikinfrastruktur suchen und bietet damit eine leistungsstarke Alternative zu traditionellen Postdiensten“, sagt Braith.

In den kommenden Monaten plant Storebox, die Drop-off-Lösung weiter auszubauen und zusätzliche Kund:innen an das Netzwerk anzubinden. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur noch stärker als Plattform für urbane Logistiklösungen zu etablieren und den „Zugang zu effizientem Versand für Unternehmen jeder Größe“ zu vereinfachen.

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