Playbrush: Co-Founder Tolulope Ogunsina unter den „Top 30 under 30 Europe“
Tolulope Ogunsina, Co-Founder und CTO des in Österreich gegründeten Startups Playbrush, wurde in der Kategorie "Technology" unter die Forbes "Top 30 under 30 Europe" gewählt. Das Startup mit Standorten in Wien, London und San Francisco will Kinder mit Hilfe von Gamification zum Zähneputzenn animieren.
Das Wirtschaftsmagazin Forbes kürt seit mittlerweile 2016 jedes Jahr mit dem Award “30 under 30 Europe” in unterschiedlichen Kategorien die einflussreichsten und interessantesten unter 30-Jährigen in Europa. Dieses Jahr sind im Ranking auch einige Gründer erfolgreicher österreichischer Startups gelistet. Zu ihnen zählen nicht nur die beiden Gründer des Nachhaltigkeits-Startups refurbed (der brutkasten berichtete), sondern auch der Co-Founder und CTO des in Wien gegründete Startups Playbrush. Tolulope Ogunsina erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Technology“.
Neben Ogunsina wurden in der Kategorie „Technology“ auch zahlreiche internationale Gründer bekannter Startups ausgezeichnet. Zu ihnen zählen beispielsweise Davide Dattoli, Gründer von Talent Garden, Alessio Avellán Borgmeyer, Gründer and CEO der deutschen Plattform Jodel, sowie Pierre-Baptiste Bechu und Xavier Durand, Gründer der Cloud-basierten Call-Center-Software Aircall.
300 unter 30-Jährige
Die Auszeichnung vergibt Forbes in zehn unterschiedlichen Kategorien. Dazu zählen neben der Kategorie „Technology“ beispielsweise auch die Kategorien „Art and Culture“, „Finance“ „Sports and Games“ oder „Retail and Ecommerce“. In letzterer wurden übrigens die beiden Gründer von refurbed, Peter Windischhofer und Kilian Kaminsk, ausgezeichnet. Insgesamt wählte Forbes somit 300 unter 30-Jährige aus. Die Staatsbürgerschaft spielt dabei keine Rolle – so sind auch Persönlichkeiten aus nicht europäischen Ländern unter den Preisträgern.
Zahlreiche Investments für Playbrush
Playbrush wurde 2015 in Österreich gegründet, hat aber mittlerweile einen Sitz in London sowie San Francisco. Das erfolgreiche Startup konnte in der Vergangenheit zahlreiche Investoren für sich gewinnen. So investierten beispielsweise Speedinvest, Hansi Hansmann und der ehemalige Rennfahrer Harold Primat im Jahr 2017 gemeinsam rund 2 Mio. US-Dollar (ca. 1,8 Mio Euro).
ESA-Phi-Lab Austria: Förderungen mit 9,6 Millionen Euro bis 2031 gesichert
Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) stellen weitere Förderungen bis 2031 sicher. Raumfahrtechnologie soll künftig schneller in die industrielle Produktion kommen. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stehen dabei die Unabhängigkeit von den USA und Asien und die Wertschöpfung des Standorts im Fokus.
ESA-Phi-Lab Austria: Förderungen mit 9,6 Millionen Euro bis 2031 gesichert
Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) stellen weitere Förderungen bis 2031 sicher. Raumfahrtechnologie soll künftig schneller in die industrielle Produktion kommen. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stehen dabei die Unabhängigkeit von den USA und Asien und die Wertschöpfung des Standorts im Fokus.
Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.
Unabhängigkeit und Wertschöpfung
Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“
Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“
Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen
Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.
Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.
Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.
Space Region Lower Austria
In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.
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