22.09.2025
PERSONALIE

Playbrush-Co-Founder Paul Varga nun Venture Partner bei calm/storm

Der Wiener VC calm/storm holte Paul Varga als Venture Partner an Bord. Das von ihm mitgegründete Startup Playbrush war ab 2021 an das Gesundheitsunternehmen Sunstar verkauft worden, wo Varga noch bis Juni 2025 tätig war.
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Paul Varga | © Playbrush
Paul Varga | © Playbrush

Es ist eine der heimischen Startup-Erfolgsgeschichten: 2015 in Wien gegründet, erlangte Playbrush mit seinen Zähneputz-Smartphone-Spielen und dazugehörigen Zahnbürsten für Kinder nicht nur große Bekanntheit, sondern holte sich auch namhafte Investoren an Bord. Speedinvest, Hansi Hansmann, Uniqa Ventures, Harold Primat und SevenVentures sind nur die klingendsten Namen. Von Beginn an setzte das Startup auf London als zweiten Standort. Heute sind die Zahnbürsten des von Paul Varga, Matthäus Ittner und Tolulope Ogunsina gegründeten Unternehmens aus Familien-Badezimmern auf der ganzen Welt nicht mehr wegzudenken.

Playbrush-Exit an Sunstar ab 2021

2021 folgte dann der Exit: Zunächst übernahm der Zahnhygiene-Riese Sunstar Group mit Sitz in der Schweiz die Anteile der Investoren, wie brutkasten berichtete. Später gingen auch die verbleibenden Anteile der Founder an den Konzern. Diese waren daraufhin für das Unternehmen tätig – CEO Paul Varga zuletzt als Director Business Development. Bis Juni 2025.

Paul Varga nun Venture Partner bei calm/storm

Denn nun hat Varga einen neuen Job, wie der Wiener VC calm/storm in seinem Newsletter bekanntgab. Der Playbrush-Gründer ist jetzt Venture Partner bei der unter anderem auf HealthTech spezialisierten Beteiligungsgesellschaft. Bereits davor war der Unternehmer als Business Angel im Bereich Digital Health & Consumer Tech tätig.

„Paul bringt genau das mit, was für uns am wichtigsten ist: Einblicke aus der Praxis, Einfühlungsvermögen für Gründer:innen und hart erarbeitete Erfahrung. Sein Werdegang vom Aufbau und der Skalierung von Playbrush bis hin zur Unterstützung von Jungunternehmer:innen macht ihn zu einem idealen Partner, der den Gründer:innen in unserem Portfolio dabei hilft, ihren eigenen Weg zu finden“, kommentiert man bei calm/storm.

„Full-circle moment“ für Lucanus Polagnoli

Für VC-Gründer Lucanus Polagnoli sei dies zudem ein spezieller „full-circle moment“. Denn Playbrush war vor fast zehn Jahren eines der ersten Investments für Speedinvest, das er als damaliger Partner beim Wiener VC tätigte.

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Lagebold.one
© elements.envato - Beispielfoto.

Besonders in den letzten Sommerjahren häuften sich global Bilder von verheerenden Waldbränden und evakuierten Personen. Man las von Griechenland, den USA, Spanien, Frankreich oder Italien. Doch auch hierzulande waren Brände ein großes Thema. Die Landesfeuerwehrkommandanten aus der Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Tirol haben am gestrigen Mittwoch in Wien Bilanz über die heurige Waldbrandsaison gezogen.

Lagebild.one: Joint Venture von DroneCorps und Joanneum Research

Laut Bundesfeuerwehrverband waren heuer österreichweit rund 55.000 Feuerwehrmitglieder bei etwa 3.500 Wald- und Vegetationsbränden im Einsatz. In der Steiermark zählte der Waldbrand in Eisbach-Rein zu den größten Einsätzen. Mehr als 2.600 Kräfte leisteten dort rund 26.000 Arbeitsstunden. Die Einsatzkosten lagen bei mehreren Millionen Euro.

In der Startup-Szene ist vor allem das Münchner Scaleup Ororatech bekannt, das von den beiden Österreichern Martin Langer und Thomas Grübler geführt wird. Es liefert mittels eigener Satellitenkonstellation erhobenen Waldbrand-Daten mittlerweile an Kunden auf der ganzen Welt.

Nun tritt Lagebild.one, ein österreichisches Technologieunternehmen und ein Joint Venture von DroneCorps — das im April mit drei Millionen Euro für 89 Prozent der Anteile eingestiegen ist — und Joanneum Research vor den Vorhang. Gegründet wurde es im Februar des heurigen Jahres. Das Unternehmen entwickelt ein bei Joanneum Research entstandenes Forschungsprojekt weiter und überführt die daraus hervorgegangenen Technologien schrittweise in eine Lösung für den Einsatz in der Praxis.

Start 2027

Im Zentrum steht eine herstellerunabhängige Plattform für die digitale Lageführung, die Integration von Drohnen sowie die KI-gestützte Unterstützung von Einsatzorganisationen. Daten und Informationen aus Drohnen, Sensoren, Kartenmaterial und von Einsatzkräften werden hierbei in einem gemeinsamen digitalen Lagebild zusammengeführt und für die operative Nutzung aufbereitet. Ab 2027 soll die Plattform Feuerwehren, Katastrophenschutz und andere Rettungs- und Einsatzorganisationen dabei unterstützen, schneller einen Überblick über komplexe Situationen zu erhalten.

Konkret können aus der Luft schwer zugängliche Gebiete erfasst werden. Live- und Wärmebilder an allen Leitständen und Einsatzstandorten sollen einen umfassenden Überblick über das Einsatzgebiet ermöglichen und dabei helfen, hartnäckige Brandherde oder Glutnester effizient zu bekämpfen.

Partner aus Spanien

Bezüglich der automatisierten Drohnenmissionen bringt das spanische Partnerunternehmen Drone Hopper seine Erfahrung bei der Entwicklung von Schwerlastdrohnen für die Waldbrandbekämpfung in das Projekt ein. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „Wildhopper“ wurde beispielsweise eine Drohnenplattform entwickelt, die bis zu 600 Liter Löschmittel transportieren und gezielt über Brandgebieten ausbringen kann.

Bei der Einbindung weiterer Drohnen-, Sensor- und Einsatzsysteme sei Lagebild.one herstellerunabhängig konzipiert und grundsätzlich offen für unterschiedliche Technologien und Anbieter, liest man per Aussendung.

„Unser Ziel ist es, bestehende Informationen und Systeme so miteinander zu verbinden, dass daraus ein tatsächlich nutzbares Lagebild entsteht“, erklärt Raffael Dreiher, Geschäftsführer der Lagebild.one GmbH. „Gerade in zeitkritischen Situationen kann es entscheidend sein, relevante Informationen schnell und übersichtlich dort zur Verfügung zu stellen, wo sie von den Einsatzkräften benötigt werden.“

Lagebild.one mit weiteren Use-Cases

Neben Waldbränden soll die Technologie künftig unter anderem auch bei Hochwasser, Suchaktionen sowie weiteren Katastrophen- und Großschadenslagen eingesetzt werden können.

„Wald- und Vegetationsbrände sind längst keine Herausforderung einzelner Regionen mehr. Auch in Europa werden extreme Wetterlagen und großflächige Brände zunehmend zu einem Thema für Einsatzorganisationen. Österreich verfügt über hervorragendes technologisches und wissenschaftliches Know-how. Mit Lagebild.one wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dieses Wissen in konkrete Lösungen zu übersetzen, die auch international eingesetzt werden können“, sagt Stephen Grimm, Geschäftsführer von DroneCorps.

Und Matthias Rüther von Joanneum Reserach ergänzt: „Auf Basis der bisherigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Joanneum Reserach entsteht gemeinsam mit Lagebild.one nun eine Lösung mit hohem Praxisbezug. Wir werden Anfang kommenden Jahres ein Produkt zur Verfügung haben, das insbesondere für die Bekämpfung von Waldbränden einen konkreten Mehrwert bietet und gleichzeitig das Potenzial für den internationalen Markt hat.“ Damit soll der Übergang von einem Forschungsprojekt hin zu einer praxistauglichen und skalierbaren Plattform gelingen.

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