20.09.2021

Platomics: Österreichisches Genetik-IT-Unternehmen sichert sich 14 Mio. € Series A

Platomics ist ein Wiener IT-Genetik-Unternehmen, das ein Software-Ökosystem für Gentests vermarktet. Und nun 14 Millionen Euro an Kapital eingesammelt hat.
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Platomics
(c) Platomics - Platomics verwendet das Millionen-Investment für die Weiterentwicklung ihres Software-Ökosystems.

Platomics hat es sich zur Aufgabe gemacht, Labore mit Digitalisierung, Automatisierung und regulatorischer Konformität zu unterstützen. Was hier komplex klingt, hat den Grund, dass Gentests zwar immer mehr vom Labortisch zu einem integralen Bestandteil der modernen Medizin werden, Regulierungsbehörden aber aufholen.

In Europa treten nämlich neue IVDR-Vorschriften (Europäische Verordnung für In-vitro-Diagnostika) 2022 in Kraft. Das bedeutet für Hunderte von Laboren, die bisher eigene Tests entwickelt und durchgeführt haben, dass sie entweder die neuen Qualitätsvorschriften einhalten oder das genetische Testen aufgeben, wie Platomics CEO Albert Kriegner und sein Team betonen.

Neue Vorschriften, neue Anforderungen

Die neuen Vorschriften würden nämlich die Erhebung von Qualitätsdaten nicht nur vom Labor selbst erfordern, sondern auch Lieferanten des Labors und Anwender der Tests – zur Überwachung nach dem „Inverkehrbringen“ (Bereitstellung eines Produkts auf dem Markt) – betreffen.

Platomics mit Software-Ökysystem

Und hier setzt Platomics an. Das Genetik-IT-Unternehmen hat ein Software-Ökosystem entwickelt, das alle internen Qualitätsprozesse zur Erstellung, Durchführung und Auswertung von genetischen Tests für das Labor, den beauftragenden Arzt, sowie die Reagenzien-Hersteller verbinden soll. Dieser bisher personalintensive Prozess werde somit durch Automatisierung vereinfacht und beschleunigt.

Das Unternehmen hat bereits Vereinbarungen mit führenden Laboren in Europa geschlossen und nun eine Series A über 14 Millionen Euro abgeschlossen, an der der MedTech-Investor GreyBird Ventures beteiligt ist.

Platomics-Gründer Kriegner: „Personalisierte Medizin erfordert genetische Tests“

Kriegner, der Platomics als Spin-off des Austrian Institute of Technology gegründet hat, betont die Wichtigkeit von Gentests für die Medizin: „Während wir uns derzeit auf die Kommerzialisierung der Software-Plattform in Europa konzentrieren, zeigt unsere Partnerschaft mit führenden internationalen Reagenzien-Herstellern und die jüngste Finanzierung, dass wir als ein Unternehmen wahrgenommen werden, das global agieren kann“, sagt er. „Personalisierte Medizin erfordert genetische Tests und das braucht zunehmend die Einhaltung hoch regulierter Qualitätsstandards. Wir sind einzigartig in unserer Fähigkeit, dies für Gentest-Labore zu automatisieren und sicherzustellen, dass sie wissenschaftlich zuverlässige Testergebnisse für Patienten liefern können.“

Wie er dem brutkasten weiters erzählt, soll ein Teil des frischen Kapitals nun in die Entwicklung des Produkts fließen, kurz in R&D; der andere Teil in Vertriebs- und Business-Developement.

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Hannah Wundsam, Hansi Hansmann, Kilian Kaminski, Alexander Klinger, Oliver Holle, Verena Eugster, Hans Harrer & Georg Kopetz

Die Verhandlungen zur langersehnten EU Inc. biegen auf die Zielgerade ein. Auf Basis des Kommissionsentwurfs vom 18. März 2026 geht es nun um die finale architektonische Ausgestaltung der neuen europäischen Rechtsform. In dieser entscheidenden Phase wendet sich AustrianStartups gemeinsam mit führenden Vertreter:innen aus Wirtschaft, Praxis und Lehre in einem offenen Brief an Justizministerin Anna Sporrer. Die zentrale Sorge des Ökosystems: Das Projekt könnte durch das Lobbying nationaler Partikularinteressen ausgehöhlt werden.

Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von Hans Harrer (Senat der Wirtschaft), Business Angel Johann (Hansi) Hansmann, EU-INC-Initiator Andreas Klinger, Oliver Holle (Speedinvest), Kilian Kaminski (refurbed), Verena Eugster (Junge Wirtschaft) und Georg Kopetz (TTTech).

Wachstumsunternehmen brauchen den europäischen Binnenmarkt

Hintergrund des Vorstoßes ist die zunehmend kritische globale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Ohne eine sofortige Steigerung der Produktivität und Innovationskraft, so der Tenor des Schreibens mit Verweis auf den Draghi-Report, müsse Europa langfristig zwischen Wohlstand, sozialer Absicherung und geopolitischer Souveränität wählen. Für heimische Startups, die laut aktuellen Daten rund 42 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen, sei ein funktionierender europäischer Standard daher eine unmittelbare Standortfrage, betont man im Schreiben.

Hannah Wundsam, CEO von AustrianStartups, hebt dabei die Notwendigkeit eines echten Binnenmarkts hervor: „Freie Sitzwahl ist kein Schlupfloch, sondern das Fundament eines funktionierenden europäischen Standards. Wenn Gründerinnen und Gründer zwar ein gemeinsames Label bekommen, aber de facto wieder 27 unterschiedliche Einstiegspunkte vorfinden, verfehlt die EU Inc. einen wesentlichen Teil ihres Ziels.“ Ohne diese Standardisierung drohe eine weitere Abwanderung in ausländische Rechtsformen, wie etwa die in der Skalierungsphase häufig genutzte US-amerikanische Delaware Inc.

Drei konkrete Forderungen für die EU Inc.

Um einen derartigen Fleckerlteppich zu verhindern, ersuchen die Unterzeichner:innen das Justizministerium, sich auf europäischer Ebene für drei Punkte einzusetzen:

  1. Die freie Wahl des Registrierungssitzes innerhalb der EU muss gewahrt und durch ein striktes Nicht-Diskriminierungsprinzip rechtlich abgesichert bleiben.
  2. Die Rechtsform soll ohne Umsatzgrenzen oder künstliche Größenbeschränkungen für alle Unternehmen uneingeschränkt offenstehen.
  3. Es bedarf eines zentralen digitalen Registers für volldigitale Gründungen innerhalb von 48 Stunden inklusive direkter Kontoeröffnung sowie strenger KYC/AML-Standards zur Geldwäscheprävention.

Kapitalbeschaffung und Skalierung erleichtern

Neben operativen Erleichterungen geht es im Kern auch um den Zugang zu Wachstumskapital. Investor Johann (Hansi) Hansmann betont: „Die EU Inc. ist nicht nur für Gründerinnen und Gründer ein Wachstumsmotor, sondern macht es auch für Investoren leichter zu investieren. Wir müssen alles tun, um Zugang zu Kapital leichter zu machen, und die EU Inc. ist ein wichtiger Baustein dazu.“

EU-Inc.-Initiator Andreas Klinger warnt abschließend vor den geopolitischen Folgen für den Standort: „Kein europäisches Land ist alleine groß genug, um gegenüber den USA und China wettbewerbsfähig zu sein. Nur paneuropäisch haben unsere Gründer:innen eine Chance. Entweder Österreichs Unternehmer:innen haben in ihrem eigenen Land die Möglichkeit, von den besten Investoren der Welt Geld zu bekommen, oder sie werden dorthin gehen, wo das möglich ist. EU–INC ist der paneuropäische Standard, der die Möglichkeit schafft, auch von Österreich aus Weltführer zu bauen.“

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