03.08.2021

Planted: 18 Mio. Euro für Fleischersatz-Startup, das Figlmüller beliefert

Beim Investment handelt es sich nur um den ersten Teil einer Serie B-Finanzierungsrunde, die Planted noch deutlich ausbauen will.
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Planted
v.l.n.r.: Lukas Böni, Pascal Bieri, Eric Stirnemann, Christoph Jenny | (c) Planted

Im globalen Wettbewerb um die besten Fleischersatz-Produkte hat auch ein Startup aus Österreichs Nachbarland Schweiz gute Karten. Das 2019 gegründete ETH Zürich-Spinoff Planted ist mit seinem veganen Hendl- und Schweinefleisch bereits seit Jänner in Österreich am Markt. Als prominenten Referenzkunden konnte es sich unter anderem Wiens wohl bekanntestes Schnitzel-Restaurant Figlmüller holen.

„Pre-Serie B“ für Planted

Und das Unternehmen überzeugt nicht nur Kunden sondern auch Investoren. Erst im März hatte es eine 15 Millionen Euro Serie A-Runde abgeschlossen. Nun holte es sich weitere 18 Millionen Euro, wie unter anderem das US-Magazin Techcrunch berichtet. Die aktuelle Finanzierung mit Investment-Gesellschaften aus den Niederlanden, Schweden und der Schweiz sowie Bestandsinvestoren wird seitens des Startups allerdings als „Pre-Serie B“ bezeichnet. Sie erfolgt in Form von Wandeldarlehen, die dann beim Closing der deutlich größer geplanten eigentlichen Serie B zu Anteilen werden sollen.

„Einige Investoren kamen noch nicht auf die Series A und hätten gerne mitgemacht“, sagt CMO Christoph Jenny gegenüber dem deutschen Magazin Gründerszene. Das Geld der aktuellen Zwischenfinanzierung soll vorwiegend in die Produktentwicklung fließen. Rund 30 der aktuell etwa 100 Planted-Mitarbeiter arbeiten im F&E-Bereich. Die Formel für die Fleischersatz-Produkte wird kontinuierlich weiterentwickelt, sodass sich das Ergebnis mitunter von Charge zu Charge ändert. Möglich wird das auch dadurch, dass die Produktion zur Gänze beim Startup liegt.

Fleischersatz vorerst primär für den DACH-Raum

Im Angebot hat das Unternehmen neben Schnitzel etwa auch Hühnerspießchen und -Kebap oder Pulled Pork. Dabei konzentriert sich Planted vorerst noch auf den Kernmarkt Deutschland, Schweiz und Österreich. Eine Expansion in andere Teile der Welt, unter anderem auch in die USA, sei langfristig aber natürlich geplant, heißt es bei Techcrunch.

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Xund
© Xund - Tamás Petrovics, Co-Founder & CEO von Xund.

Das Wiener Scaleup Xund gewinnt die AOK NordWest als Partner für die digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland. Ab sofort integriert die Krankenkasse den Symptom Check der Wiener direkt in ihre hauseigene NAVIDA-App.

Xund in Deutschland

Die digitale Anwendung ermöglicht es nun den rund 2,97 Millionen Versicherten der AOK NordWest, bei gesundheitlichen Beschwerden ortsunabhängig eine medizinisch validierte Ersteinschätzung vorzunehmen. Auf Basis strukturierter Angaben zu den Symptomen analysiert die Wiener Technologie das Profil und liefert Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. Das als Medizinprodukt zertifizierte Tool von Xund möchte damit die Patientensouveränität stärken und eine digitale Anlaufstelle direkt auf dem Smartphone sein.

Bei unseren nördlichen Nachbarn prägen Fachkräftemangel, lange Wartezeiten und überlastete Notaufnahmen den Versorgungsalltag. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen online nach schnellen Antworten bei Gesundheitsfragen, stoßen dabei jedoch oft auf Fehlinformationen. Der Symptom Check von Xund soll nun genau an dieser Schnittstelle ansetzen: Durch eine validierte, digitale Ersteinschätzung kann das Tool Patientinnen und Patienten gezielt zu der für sie am besten geeigneten Versorgungsebene (z. B. Hausarzt, Apotheke, Telemedizin oder Notaufnahme) führen, so der Claim. Dies könne unnötige Arztbesuche verhindern und wertvolle Ressourcen im System schonen.

„Gesundheitssystem mitgestalten“

Der Symptom Check von Xund basiert konkret auf einer Technologie, die als Medizinprodukt der Klasse IIa nach der strengen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) zertifiziert ist. Die IT-Infrastruktur erfüllt zudem sowohl die internationale Norm ISO 27001 für Informationssicherheit als auch Kriterien des C5-Anforderungskatalogs. Durch die Integration in die NAVIDA-App verarbeitet das Scaleup alle medizinischen Eingaben ausschließlich pseudonymisiert. Das bedeutet, dass Xund keine direkten Rückschlüsse auf die Identität der einzelnen Versicherten ziehen kann, wie es heißt.

„Wir sind stolz darauf, mit einem Innovationsführer wie der AOK NordWest zusammenzuarbeiten und unsere Technologie knapp drei Millionen Versicherten zugänglich zu machen. Für Xund ist diese Partnerschaft ein entscheidender Schritt, um den aktuellen Wandel hin zu einem digital ausgerichteten Gesundheitssystem in Deutschland aktiv mitzugestalten“, erklärt Tamás Petrovics, Co-Founder & CEO von Xund.

Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest, ergänzt: „Moderne Krankenversicherung bedeutet für uns, genau dort zu sein, wo unsere Versicherten uns brauchen – und das ist heute immer öfter das Smartphone. Mit dem neuen Symptom Check in unserer NAVIDA-App schaffen wir ein digitales Serviceangebot, das schnelle Unterstützung bei gesundheitlichen Beschwerden liefert.“

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