29.11.2017

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

Business Angel Johannes Siller investiert mit seiner mapcon in das Zeiterfassungs-Startup. Mit dem Geld will Planery unter anderem die Expansion im DACH-Raum vorantreiben.
/artikel/planery-linzer-startup-bekommt-niedriges-sechsstelliges-investment
(c) Planery: Die Co-Founder Ilja Jochum, Matthias Rotter und Alexander Kniewallner

„Bis Ende des Jahres werden unsere Kunden 1000 Mitarbeiter über Planery verwalten und Dienste planen“, sagt Ilja Jochum, Co-Founder von Planery. Wie nun bekanntgegeben wurde, konnte das Linzer Startup mit seinem Modell Business Angel Johannes Siller mit seiner Beteiligungsfirma mapcon überzeugen, der auch Teil des Netzwerks startup300 ist. Beim Investment handle es sich um einen „niedrigen sechsstelligen Betrag“, lässt das Startup wissen.

+++ Live Interview mit Ilja Jochum, der Co-Founder und CEO von Planery +++

Sales-Bestrebungen im DACH-Raum

Mit der Planery-Software können Unternehmen Dienstpläne erstellen. Über eine App können Mitarbeiter interagieren und etwa Urlaubsanträge stellen oder sich krank melden. Derzeit habe man Kunden zwischen drei und 500 Mitarbeitern, sagt Jochum. „Das zeigt uns, dass Planery für jede Unternehmensgröße geeignet ist“. Mit dem neuen Kapital wolle man nun die eigene Mitarbeiterzahl erhöhen. Konkret wolle man bei Entwicklung und Sales aufstocken. Einstweilen will das Startup damit die Expansion im DACH-Raum vorantreiben. „Gerade in Deutschland sehen wir aktuell ein sehr hohes Wachstumspotenzial“, sagt Jochum. Später sollen mehr Sprachen und Länder folgen. Bei den Sales-Bemühungen setze man auch stark auf Online-Marketing-Experten.

Fingerprint-Scanner soll Stempeluhr ersetzen

Neben der Software-Lösung vertreibt Planery neuerdings auch ein Hardware-Gadget, mit dem eher größere Unternehmen adressiert werden. Ein Fingerabdruck-Scanner wird als noch sicherere Alternative zur klassischen Stempeluhr (die man auch im Repertoire hat) angeboten. Für diese Lösung müssen sich Arbeitgeber gesetzlich eine Erlaubnis ihrer Mitarbeiter einholen. Das stelle aber normalerweise kein Problem dar, beteuert Jochum.

(c) Planery: So sieht der Fingerprint-Terminal aus

Interview bei YCombinator

Auch abseits des Investments konnte das Startup in den vergangenen Monaten Erfolge für sich verbuchen. Nach dem dritten Platz beim Brutkasten Spring Contest folgte zuletzt der Einzug ins Finale der besten acht beim trend@venture-Wettbewerb, den Pixelrunner gewann. Dort holte sich Planery einen Sonderpreis des Berliner Inkubators hub:raum. Auch in Übersee suchte man nach ersten Anknüpfungspunkten. „Wir waren kürzlich für ein Interview bei YCombinator in den USA“, erzählt Jochum.

+++ Eine Million Euro Investment für Timeular +++


⇒ Link zur Page des Startups

Deine ungelesenen Artikel:
07.10.2026

Linzer Startup kalkül verdoppelt innerhalb von sieben Monaten Useranzahl ohne bezahlte Werbung

Das oberösterreichische Startup kalkül hat die Marke von 10.000 Nutzer:innen überschritten. Die Buchhaltungssoftware der beiden Gründer Lukas Weilguny und Michael Leister richtet sich an österreichische Einzel- und Kleinunternehmer.
/artikel/linzer-startup-kalkuel-verdoppelt-innerhalb-von-sieben-monaten-useranzahl-ohne-bezahlte-werbung
07.10.2026

Linzer Startup kalkül verdoppelt innerhalb von sieben Monaten Useranzahl ohne bezahlte Werbung

Das oberösterreichische Startup kalkül hat die Marke von 10.000 Nutzer:innen überschritten. Die Buchhaltungssoftware der beiden Gründer Lukas Weilguny und Michael Leister richtet sich an österreichische Einzel- und Kleinunternehmer.
/artikel/linzer-startup-kalkuel-verdoppelt-innerhalb-von-sieben-monaten-useranzahl-ohne-bezahlte-werbung
kalkül
© kalkül - Michael Leister (links) und Lukas Weilguny (rechts) von kalkül.

Entstanden ist kalkül aus einem eigenen Problem. Lukas Weilguny und Michael Leister entwickeln als Selbstständige seit 2017 Software für Unternehmen. Als ihr damals genutztes Rechnungsprogramm nach einer Übernahme spürbar schlechter wurde, sahen sie sich nach Alternativen um und testeten mehr als zehn Buchhaltungsprogramme.

„Wir haben kein einziges gefunden, das wirklich einfach und gleichzeitig auf Österreich zugeschnitten war. Buchhaltung ist der langweiligste Teil im Alltag von Selbstständigen. Niemand will stundenlang eine Software lernen, nur um die erste Rechnung zu schreiben. Genau das ändern wir“, erinnert sich Leister.

kalkül: von 1.000 auf 10.000 Nutzer:innen

Also schufen sie 2023 eine eigene Lösung: Ihre Software, die von der we-dev e.U. betrieben wird, dient der Erstellung von Angeboten und Rechnungen, führt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit und deckt Mahnwesen und Zahlungsabgleich ab. Laut Unternehmen ist sie auf die österreichischen Steuervorgaben abgestimmt.

Im November 2024 zählte kalkül 1.000 Nutzer:innen, im Februar 2026 waren es 5.000. Seither hat sich die Zahl innerhalb von sieben Monaten noch einmal verdoppelt. Treibende Kraft hinter dem organischen Wachstum waren den Gründern zufolge persönliche Empfehlungen und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Bezahlte Werbeanzeigen testen die Gründer erst seit Kurzem. Das Unternehmen ist eigenfinanziert und hat bis heute keine externe Finanzierung aufgenommen.

Allgemein wird der Markt für Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum von deutschen Anbietern dominiert. Österreich werde dort meist nur als kleines Nischenland mitgedacht. Besonderheiten wie Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, BAO-Aufbewahrungspflichten oder Verzugszinsen nach österreichischem Recht werden oft nur oberflächlich abgedeckt, sagen die Founder. Kalkül sei hingegen exakt für diesen Markt gebaut, inklusive Rechnern für Einkommensteuer, SVS-Beiträge, Gewinnfreibetrag und Abschreibungen.

Freemium-Modell

Um Selbstständige gerade zu Beginn zu entlasten, setzt kalkül auf ein Freemium-Modell: Kernfunktionen wie Angebote, Rechnungen, Mahnwesen und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind ohne Limits dauerhaft kostenlos. Ein Abo indes schaltet Zusatzfunktionen wie den automatischen Bankabgleich mit über 2.600 Banken frei. Der überwiegende Teil der 10.000 Nutzer:innen verwendet die Gratisversion, wie man mitteilt.

„Als wir das Abo eingeführt haben, gab es dafür wochenlang praktisch keine exklusiven Funktionen. Trotzdem haben Leute bezahlt, einfach um die Entwicklung zu unterstützen. Das war für uns das ehrlichste Feedback, das wir bekommen konnten“, sagt Weilguny.

Integrierte Registrierkassenlösung als nächster Schritt

Als nächsten großen Schritt kündigen die Gründer eine integrierte Registrierkassenlösung an. Parallel baut kalkül die Zusammenarbeit mit Steuerberatern aus: Enger Partner ist die Linzer Kanzlei Raml & Partner, die zwölffach als „Steuerberater des Jahres“ (in der Kategorie „Allrounder Oberösterreich“) ausgezeichnet wurde. Weitere Kooperationen sind geplant. Mittelfristig soll außerdem eine KI-gestützte Belegerkennung Ausgaben automatisch auslesen und kategorisieren.

Welche Funktionen zuerst kommen, entscheidet – laut Foundern – weitgehend die Community: Je häufiger ein Feature angefragt wird, desto weiter rückt es nach vorn. „Wir wollen das einfachste Rechnungsprogramm für Selbstständige in Österreich sein“, sagt Leister. „Mit 10.000 Nutzern sind wir ein gutes Stück weiter, aber bei 376.112 Ein-Personen-Unternehmen im Land haben wir noch viel vor uns.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Planery: Linzer Startup bekommt sechsstelliges Investment