16.04.2026
SICHTBARKEIT

planeed: Münchner Startup mit Tiroler Co-Founder will Marketing für die KI-Ära neu denken

Das Münchner Startup planeed will mit „Semantic Brand Architecture" Marken für die KI-Ära strukturieren. Co-Founder und CEO Bernhard Liebl lebt in Innsbruck – und bringt den Ansatz nun auch nach Österreich.
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Bernhard Liebl (l.) und Aly Sabri, die beiden Co-Founder von planeed. | (c) planeed

Wer heute eine Frage in ChatGPT, Perplexity oder Google AI tippt, bekommt keine Linkliste mehr. Stattdessen liefern KI-Systeme direkte Antworten – und entscheiden dabei selbst, welche Marken und Unternehmen sie in ihren Empfehlungen berücksichtigen. Für Unternehmen bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht nicht mehr allein durch guten Content. Sie entsteht durch Struktur.

Semantic Brand Architecture

Genau hier setzt planeed an. Das 2022 von Aly Sabri und Bernhard Liebl in München gegründete Startup hat sich auf das spezialisiert, was die Beiden „Semantic Brand Architecture“ nennen – also den strukturellen Unterbau, den eine Marke braucht, damit KI-Systeme sie als relevante Einheit erkennen, korrekt einordnen und in Antworten berücksichtigen.

Obwohl planeed seinen Hauptsitz in München hat, ist der Österreich-Bezug mehr als eine Randnotiz. CEO und Co-Founder Bernhard Liebl stammt aus Österreich, hat in Innsbruck studiert und ist dort nach wie vor wohnhaft. Auch bei den Partnern und im Markt gibt es laut Liebl einen klaren Österreich-Bezug.

Die These: Content allein reicht nicht mehr

Die Kernthese von planeed liest sich zunächst provokant, ist aber bei näherem Hinsehen nachvollziehbar: Viele Unternehmen produzieren bereits große Mengen an Content – Blogbeiträge, Social-Media-Posts, Whitepapers. Was ihnen aber fehlt, ist die übergreifende Struktur, die all diese Inhalte miteinander verknüpft und für Maschinen als zusammenhängendes Gesamtbild lesbar macht.

„Die entscheidende Frage ist nicht mehr nur, was ein Unternehmen kommuniziert“, sagt Bernhard Liebl. „Sondern ob diese Informationen für KI als zusammenhängendes Gesamtbild erkennbar sind.“

Planeed beschreibt diese Entwicklung in einem eigenen „4 Eras Model“: von der Website-Ära über die Search-Ära und die aktuelle Answer-Ära hin zu einer kommenden „Semantic Era“, in der nicht mehr Rankings, sondern semantische Autorität über Sichtbarkeit entscheidet.

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ToolSense
© zVg/Canva - Jim Darragh.

Im April stieg die Private-Equity-Gesellschaft GRO Capital mit Sitz in Dänemark beim Wiener Scaleup ToolSense mit einem nicht näher bezifferten, niedrigen zweistelligen Millionenbetrag ein – brutkasten berichtete. Nun hat die KI-gestützte Asset-Operations-Plattform für die Facility-Management-Branche Jim Darragh zum Chairman des Boards ernannt.

ToolSense: Über 200 Kunden in 30 Ländern

Darragh gilt als erfahrener Chairman von wachstumsstarken Unternehmen und bringt nahezu ein Jahrzehnt einschlägige Erfahrung im Markt für Field Service Management mit (Totalmobile), wie es heißt. Er soll eng mit dem Führungsteam zusammenarbeiten und das Wachstum von ToolSense in Europa und darüber hinaus unterstützen.

Zu seiner Ernennung erklärte Darragh, er freue sich sehr, zu einem so entscheidenden Zeitpunkt in der Entwicklung des Unternehmens bei ToolSense einzusteigen. Beeindruckt hätten ihn die Marktresonanz der Plattform mit mehr als 200 Kunden in über 30 Ländern sowie der Anspruch des Teams, weltweit führend im Bereich Asset Operations für das Facility Management zu werden.

„International wachsen“

Alexander Manafi, Mitgründer und CEO von ToolSense, kommentiert die neue Personalie wie folgt: „Wir freuen uns sehr, Jim als Chairman bei ToolSense an Bord zu haben. Seine Erfahrung und seine Perspektive sind für uns von großem Wert, während wir international wachsen und die Plattform weiterentwickeln, auf die FM-Teams im operativen Alltag setzen. Das ist ein spannender Moment für ToolSense, und mit Jim an Bord können wir unseren Anspruch noch konsequenter umsetzen.“

Christopher Ager, Partner bei GRO Capital, das das Investment in ToolSense über seinen Generation Fund I angeführt hat, ergänzt: „ToolSense hat alles, was einen Category Leader ausmacht: eine starke Kundenbasis, eine klare Produktvision und ein Team, das liefert. Die Berufung von Jim zum Chairman ist eine wertvolle Ergänzung dieser Entwicklung, und wir sind überzeugt, dass er ToolSense dabei unterstützen wird, das Wachstum in Europa und darüber hinaus zu beschleunigen.“

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