10.06.2025
CHIPS

PIXEurope: 400-Millionen-Euro-Initiative mit österreichischer Beteiligung

Mit der neuen EU-geförderten Initiative PIXEurope soll Europa im Zukunftsfeld der photonischen Chips technologisch aufholen. Koordiniert vom ICFO (Institute of Photonic Sciences) und mit Beteiligung des Silicon Austria Labs (SAL) ist ein offenes Ökosystem zur Entwicklung leistungsfähiger PICs - einer Schlüsseltechnologie für 6G, KI und nachhaltigen Hightech-Anwendungen - das Ziel.
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PIXEurope
© SAL - (v.l.n.r.) Mohssen Moridi (Senior Director SAL), Tommaso Cassese (Staff Scientist, Integrated Photonics Technologies), Lisa Kainz (Manager Business Development Microsystems) und Angeline Tee (Senior Manager Microsystems) beim Kick-Off von PIXEurope in Barcelona.

Die Initiative PIXEurope, die im Rahmen des European Chips Act gefördert wird, investiert 400 Millionen Euro, um die Entwicklung und Fertigung photonischer Chips in Europa voranzutreiben. Diese Chips sind entscheidend für zukünftige Anwendungen in den Bereichen Telekommunikation, Künstliche Intelligenz, Mobilität, Bildgebung und Sensorik. Mit dabei: das Silicon Austria Lab (SAL).

PIXEurope: Kosten senken und neue Felder erschließen

Die vom ICFO koordinierte Pilotlinie wurde offiziell in Barcelona gestartet. Ziel ist es, ein „weltweit einzigartiges Open-Access-Ökosystem“ für photonisch integrierte Schaltkreise zu schaffen. PICs (Photonic Integrated Circuits) übertragen Daten mithilfe von Licht statt elektrischer Signale und ermöglichen dadurch eine Kommunikation mit höherer Bandbreite bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Diese Technologie bildet das Rückgrat künftiger 6G-Netze, Rechenzentren, KI-Anwendungen und biomedizinischer Geräte.

Durch die Integration mehrerer Funktionen auf einem einzigen Chip sollen sich die Produktionskosten senken und neue Anwendungsfelder erschließen lassen.

„Forschung und Technologie sind die Triebfedern für die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich. Daher ist es mir wichtig, auch in budgetär schwierigen Zeiten gezielt in Innovation zu investieren“, sagt Innovationsminister Peter Hanke. „Die PIXEurope-Pilotlinie ist ein weiterer strategischer Meilenstein für den Technologiestandort Europa. Österreich leistet über Silicon Austria Labs erneut einen starken Beitrag, um den technologischen Fortschritt zu beschleunigen, die industrielle Leistungsfähigkeit zu stärken und die Ziele der EU im Bereich der digitalen und grünen Transformation zu unterstützen. Darüber hinaus wird die Initiative zur Schaffung von Hightech-Arbeitsplätzen beitragen und Europas technologische Souveränität stärken.“

Schwerpunkt: Integration elektrooptischer Hochleistungsmaterialien

Silicon Austria Labs soll bei PIXEurope seine Kompetenz in der integrierten Photonik und Dünnschichtintegration einbringen, um skalierbare, leistungsfähige Fertigungsprozesse zu entwickeln und einen effizienten Technologietransfer zu industriellen Partnern sicherzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf der Integration elektrooptischer Hochleistungsmaterialien (Anm.: Materialien, deren optische Eigenschaften sich durch elektrische Signale verändern) wie Dünnschicht-Lithiumniobat (TFLN) und Aluminiumnitrid (AlN).

„Diese Materialien werden in Silizium- und Siliziumnitrid-PIC-Plattformen eingebettet und ermöglichen ultraschnelle Modulation, energieeffiziente photonische Signalverarbeitung und Breitbandbetrieb – essentielle Voraussetzungen für nachhaltige und leistungsstarke photonische Technologien der nächsten Generation“, so laut Aussendung.

„Wir sind stolz darauf, eine Schlüsselrolle in dieser Pilotlinie zu übernehmen und mit führenden europäischen Partnern zusammenzuarbeiten“, erklärt Mohssen Moridi, Senior Director bei SAL. „Durch die Integration von TFLN und AlN auf 200-mm-Waferplattformen in Kombination mit fortschrittlicher Mikrofabrikation eröffnen wir damit neue Anwendungsfelder und stärken die Innovationskraft Europas im Bereich photonischer Chips.“

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Biogena
© LinkedIn/Screenshot - Julia Hoffmann.

Julia Hoffmann übernimmt bei der Biogena Group als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Bekannt gegeben hat die Personalie Biogena-Gründer Albert Schmidbauer in einem LinkedIn-Post: „Die nächste große Entwicklungsphase von Biogena beginnt mit einer Frage: Wie wird aus immer mehr Gesundheitswissen mehr Gesundheit für den einzelnen Menschen?“, fragt er.

KI soll bei Biogena gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen

Und gibt gleich die Antwort: Hoffmann soll künftig Forschung, Diagnostik, Evidence, Produktentwicklung und Gesundheitsbildung enger zusammenführen. Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen, diagnostische Erkenntnisse in fundierte Empfehlungen zu übersetzen und darauf abgestimmte Inhalte zu entwickeln. Auch KI soll gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Darauf aufbauend ließen sich Produkte, Anwendungen und persönliche Gesundheitsangebote gezielt auf den einzelnen Menschen abstimmen. Gleichzeitig soll Wissen so vermittelt werden, dass Menschen ihre Gesundheit besser verstehen und selbst aktiv und eigenverantwortlich gestalten können.

Female Longevity

Hoffmann trug seit neun Jahren Verantwortung in Geschäftsführungsfunktionen, seit fünf Jahren im Vorstand. „Ich habe erlebt, wie sie Ideen aufgreift, Menschen zusammenbringt und daraus etwas macht, das Bestand hat“, so Schmidbauer weiter. „Dass Julia Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, zeigt bereits „The Wellbeing Code by BIOGENA“: kurz nach dem Start Platz 1 in den österreichischen Apple-Podcast-Charts im Themenbereich Gesundheit und Ernährung und bislang mehr als 85.000 Streams“, schreibt Schmidbauer.

Wie diese Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit konkret aussehen kann, zeigt auch Hoffmanns Fokus auf Frauengesundheit. Gemeinsam mit Patrick Bantsich, Mediziner mit einem Master of Science in Molekularer Medizin mit Fokus auf Prävention und Longevity, hat sie das Buch „Female Longevity“ verfasst, das im Jänner 2027 erscheint. Darin geht es um die Frage, wie Frauen ihre Gesundheit, Energie und Lebensqualität über alle Lebensphasen hinweg stärken können – und damit um einen Bereich, in dem wissenschaftliches Wissen unmittelbar in konkrete Orientierung für den Alltag übersetzt werden soll.

Biogena mit nächster Stufe

Für Schmidbauer markiert Hoffmanns Ernennung zugleich einen wichtigen nächsten Schritt für das Unternehmen: „Wir haben bei Biogena viel aufgebaut. Jetzt wollen wir die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit auf die nächste Stufe bringen.“

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