23.04.2025
LESESTOFF

PitchMyBook: digitale Bühne für Buchideen

PitchMyBook aus dem Burgenland bringt Autor:innen und Verlage direkt zusammen.
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Magda Werderits und Klemens Kokta haben PitchMyBook gegründet
Magda Werderits und Klemens Kokta haben PitchMyBook gegründet | Foto: PitchMyBook

Es ist die größte Angst junger Autor:innen: Ihr Werk bleibt ungelesen, zwischen unzähligen Manuskripten auf den Schreibtischen von Verleger:innen verloren. Hier möchte PitchMyBook ansetzen. Das Startup bringt Autor:innen und Verlage digital zusammen – per Online-Exposé. Die Vision: eine Buchbranche, in der Talent und Vielfalt zählen und alle Zugang zum richtigen Netzwerk bekommen können.

Hinter dem Konzept stecken Magda Werderits und Klemens Kokta, beide lektorieren hauptberuflich. „Die Idee zu PitchMyBook entstand, weil uns immer wieder Autor:innen nach Tipps fragen, wie sie einen Verlag für ihr Buch finden können. Wir wollten eine Lösung bieten, die nicht nur für Autor:innen, sondern auch für Verlage von Vorteil ist“, erklärt Magda Werderits.

Plattform für Autor:innen

Die Plattform, die beide Parteien zusammenbringen soll, ging vor einem Jahr online. Autor:innen erstellen dort Online-Exposés und stellen diese auf der Seite zur Verfügung. Werderits und Kokta überprüfen die eingereichten Beiträge – Services wie ein Lektorat müssen Autor:innen aber extra buchen.

Registrierte Verlage und Agenturen können die Exposés durchsuchen und bei Interesse direkt Kontakt aufnehmen. Aktuell bezahlen Nutzer:innen für jedes Exposé, in Zukunft wollen die Gründer das kostenlos machen – und mit optionalen Zusatzleistungen wie besserer Positionierung bei Verlagen Umsatz machen. „Wir haben aktuell 380 registrierte Autor:innen und elf kleinere Verlage“, erzählt Kokta im Gespräch mit brutkasten.

PitchMyBook plant Relaunch

Im Juni steht ein Relaunch der Plattform an. Vor allem die User Experience soll verbessert werden, es gibt aber auch einige Änderungen am Geschäftsmodell, wie die optionalen Zusatzleistungen. Im Laufe des digitalen Umbaus soll PitchMyBook auch auf dem Papier Gültigkeit bekommen. „PitchMyBook wird in eine eigene GmbH umgewandelt“, sagt Kokta. Aktuell läuft das Projekt noch unter dem Dach von Werderits Lektoratsunternehmen Textfein.

Die bisherige Finanzierung erfolgte komplett durch Bootstrapping. Ein Crowdfunding sollte finanziell unterstützen, wurde dann aber doch wieder abgebrochen. „Ich denke, dass die Summe zu ambitioniert war“, sagt Kokta.

In naher Zukunft will das Gründungsteam vor allem mehr Nutzer:innen auf die Plattform bekommen – sowohl Autor:innen als auch Verlage. Dafür sollen Einstiegshürden zuerst verringert, Abomodelle im Späteren ausgefeilt werden. Ist das geschafft, kann sich Kokta auch vorstellen, Investor:innen an Bord zu holen.

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Wiener Checkyeti kauft französischen Konkurrenten Manawa

Durch die Übernahme von Alentour SAS, dem Unternehmen hinter Manawa, entstehe Europas größter spezialisierter Marktplatz für Outdoor- und Nature-Aktivitäten, heißt es von Checkyeti.
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Vl.: Georg Reich, CFO/COO Checkyeti, Timothée de Roux, CEO Manawa, Jakob Keller, CEO Checkyeti | (c) Checkyeti
Vl.: Georg Reich, CFO/COO Checkyeti, Timothée de Roux, CEO Manawa, Jakob Keller, CEO Checkyeti | (c) Checkyeti

Medial war es in den vergangenen Jahren eher ruhig rund um den Wiener Outdoor- und Nature-Activity-Marktplatz Checkyeti. Brutkasten berichtete zuletzt 2019 über eine Vier-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde. Seitdem hat sich dem Vernehmen nach jedoch einiges getan, wie öffentlich einsehbaren Firmendaten zu entnehmen ist.

So dürfte es etwa 2024 eine größere Finanzierungsrunde gegeben haben – in diesem Jahr kam es zu einer signifikanten Anteilsverschiebung zur oberösterreichischen Investmentgesellschaft Bamberger GmbH und einer deutlichen Steigerung des im Jahresabschluss ausgewiesenen Eigenkapitals. Zudem verließ in dem Jahr Co-Founder Stefan Pinggera das Unternehmen. Georg Reich hingegen ist nach wie vor Geschäftsführer – mittlerweile gemeinsam mit Jakob Keller. Im jüngsten einsehbaren Jahresabschluss 2024/2025 steht weiterhin eine Vergrößerung des Bilanzverlusts um fast drei Millionen Euro zu Buche, was auf Verluste in der Höhe hindeutet. Gleichzeitig stiegen die liquiden Mittel deutlich.

Zwei „sehr komplementäre“ Unternehmen

Nun gab Checkyeti aber die Übernahme eines französischen Konkurrenten bekannt. Mit der 2021 in Paris gegründeten Alentour SAS kauft das Wiener Unternehmen den Marktplatz Manawa auf, der ebenfalls auf Outdoor- und Nature-Aktivitäten spezialisiert ist. Dabei bringe man „zwei sehr komplementäre“ Unternehmen zusammen, wird betont. „Die Transaktion bringt nicht nur eine Vergrößerung des Unternehmens, sondern vereint sich ergänzende geografische Stärken, Produktportfolios, Technologien und langjährige Beziehungen zu Anbietern und schafft so eine stärkere Plattform für Kund:innen, Anbieter von Aktivitäten und Reiseziele gleichermaßen“, heißt es dazu.

Französische Banque des Territoires finanziert Deal mit

Über das Volumen des Deals gibt es keine Auskunft. Der Deal werde teilweise über die französische Banque des Territoires finanziert, die bereits zuvor Manawa finanzierte und nun auch Anteilseigner der Gruppe wird. Die Marke Manawa soll innerhalb der Gruppe erhalten bleiben, das Unternehmen weiterhin eigenständig agieren – aber im Rahmen einer intensiven Zusammenarbeit. Gemeinsam biete man nun ein Netzwerk von mehr als 8.000 Anbietern in ganz Europa mit Zugang zu mehr als 27.000 Outdoor- und Naturerlebnissen und schaffe damit den größten spezialisierten Marktplatz für Outdoor- und Naturaktivitäten auf dem Kontinent.

„Wir können nun die Zukunft unserer Branche aktiv mitgestalten“

„Diese Transaktion spiegelt die Position wider, die Checkyeti in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Wir können nun die Zukunft unserer Branche aktiv mitgestalten, anstatt nur an ihr teilzunehmen. Unsere Ambition geht weit über den Zusammenschluss zweier erfolgreicher Unternehmen hinaus“, kommentiert Checkyeti-CEO Jakob Keller. Und Co-Founder und COO Georg Reich meint: „Manawa ist eine hervorragende strategische Ergänzung, die komplementäre Stärken, tiefes lokales Fachwissen und vertrauensvolle Beziehungen zu Anbietern einbringt. Gemeinsam können wir mehr in den digitalen Vertrieb, die KI-gestützte Kundenakquise, Automatisierung und das Kundenerlebnis investieren und gleichzeitig einen deutlich größeren Mehrwert sowohl für Anbieter als auch für Reisende schaffen.“

Manawa-CEO Timothée de Roux sagt: „In den vergangenen Jahren haben wir eine starke Plattform und vertrauensvolle Beziehungen zu Tausenden von Erlebnisanbietern in ganz Europa aufgebaut. Teil von CheckYeti zu werden, gibt uns die Größe, die Technologie und die Ressourcen, um diesen Weg zu beschleunigen und noch mehr Mehrwert für unsere Partner und Kunden zu schaffen.“

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