14.04.2017

Pitch im Paternoster: 4 Minuten um zu überzeugen

Beim Pitch im Paternoster am 27. April können Startups CEOs der österreichischen Industrie während einer Liftfahrt von ihren Ideen überzeugen.
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kooperation

Wieso heißt der Elevator-Pitch eigentlich Elevator Pitch? Wikipedia weißt dazu Folgendes: „Der Kerngedanke eines „elevator pitches“ basiert auf dem Szenario, eine wichtige Person in einem Aufzug zu treffen und diese dann während der Dauer eines Aufzugaufenthalts (normalerweise zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten) von seiner Idee und vor allem von deren Wert überzeugen zu können. Ist die Idee überzeugend genug vorgestellt worden, wird das Gespräch weitergeführt oder man verabredet sich zu einem weiterführenden Meeting.“

Mit dem CEO in der Kabine

Die Junge Industrie und WhatAVenture haben sich davon inspirieren lassen. Bereits zum dritten Mal findet heuer am 27. April der „Pitch im Paternoster“ im Haus der Industrie statt. Dabei treffen 13 Startups auf 13 CEOs der Industrie. Jedes Startup bekommt eine Kabine des 100 Jahre alten Paternosters zugeteilt und hat eine Liftfahrt lang Zeit, mit der eigenen Idee zu überzeugen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf Jungunternehmen aus dem Greentech-Bereich. Das Startup, das es schafft, die meisten Jury-Mitglieder zu begeistern, gewinnt.

Redaktionstipps

3 Best Practice Talks

Weil der Paternoster aber nur schlecht einsehbar ist, haben die Startups auch die Möglichkeit, im großen Saal auszustellen. Außerdem sind Talks geplant, bei denen Unternehmen von ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Startups berichten.

Invitation only!

Mehr Infos gibt es hier.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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