01.08.2018

Pioneers Ventures: Marke zu startup300, Portfolio und Team zu Speedinvest

Die Pre-Seed-Investmentgesellschaft Pioneers Ventures hatte vor dreieinhalb Jahren als Joint Venture zwischen Pioneers (JFDI GmbH) und Speedinvest gestartet. Nun wird dieses aufgelöst. Team und Portfolio gehen an Speedinvest und werden zur "Speedinvest Pre-Seed Unit". Die Marke wird zum alleinigen Investment-Vehikel der startup300.
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(c) startup300 / Pioneers

„Es ist vielleicht ein bisschen unübersichtlich“, gibt Philipp Stangl zu. Er war bislang gemeinsam mit Markus Lang Co-Geschäftsführer bei Pioneers Ventures. Nun wechselt das vierköpfige Team rund um die beiden in jeweils gleicher Funktion zu einer anderen Gesellschaft: Einer neu geschaffenen Pre-Seed Unit des Wiener VC Speedinvest (die unter dem Namen „Speedinvest Scouts GmbH“ firmiert – der Name soll aber nicht als Marke genutzt werden). Mit dem Team kommt auch das Portfolio – 32 Startup-Investments – mit. Pioneers Ventures wird es jedoch weiterhin geben – nun von startup300 betrieben. Und die Linzer AG hat damit große Pläne: Unter dem Namen Pioneers Ventures sollen künftig alle Investments der startup300 Gruppe gebündelt werden.

+++ “Netzwerk genutzt”: Eine Woche mit Pioneers Ventures im Silicon Valley +++

Pioneers-Exit im Hintergrund

Im Hintergrund dieser Entwicklung steht freilich der Verkauf der JFDI GmbH, der Gesellschaft hinter Pioneers, an startup300 im Mai. Während die Eventsparte mit dem Festival und die Corporate-Startup-Collaboration-Gesellschaft Pioneers Discover einfach den Besitzer wechselten, gestaltete sich die Ausgangslage bei Pioneers Ventures etwas komplexer. Denn die Pre-Seed-Investmentgesellschaft war 2015 als Joint Venture zwischen der JFDI und dem Wiener VC Speedinvest gegründet worden. Ein acht Millionen Euro-Fonds wurde dazu geraised – de facto ein weiterer Speedinvest-Fonds.

„Eigene Wege“ – weiterhin „enge Kooperation“

„Der grundsätzliche Gedanke war damals, das Ökosystem gemeinsam aufzubauen und die Stärken zu vereinen. Speedinvest brachte die VC-Expertise ein und Pioneers den Zugang zu Early-Stage-Startups und das Netzwerk durch die Events“, erzählt Stangl. Nun seien beide Partner stärker aufgestellt als damals und würden fortan eigene Wege gehen, meint der nunmehrige Pioneers Pre-Seed Unit Co-Geschäftsführer. Es lässt sich freilich vermuten, dass für Speedinvest und startup300 auch einige Gründe dagegen sprechen, ein gemeinsames Pre-Seed-Investmentvehikel zu betreiben. Beide Seiten beteuern jedenfalls, weiterhin eng kooperieren zu wollen. Wobei Stangl einräumt: „Wir werden manchmal co-investieren, manchmal aber auch konkurrieren“.

Video-Interview mit Markus Lang und Philipp Stangl:

Neuaufstellung für startup300

Für startup300 ist der nun erfolgte Switch eine klare Neuaufstellung. „Wir werden alle unsere künftigen Investments, die wir bisher als startup300 AG getätigt haben, in Pioneers Ventures bündeln. Mit den Ressourcen, die wir dort bereits haben und die wir dort aufbauen werden, werden wir unsere Investmenttätigkeit weiter professionalisieren. Natürlich macht es auch Sinn, unser bestehendes Portfolio via Pioneers Ventures zu verwalten – das ist ein logischer Professionelisierungsschritt, der für unsere Business Angels, für unsere Startups und für das operative startup300-Team nur Vorteile bringt“, erklärt startup300 Co-Founder Bernhard Lehner gegenüber dem Brutkasten. Man wolle damit die „Investments-Schlagzahl noch einmal deutlich erhöhen”, ergänzt startup300 Co-Founder Michael Eisler.

Csendes als Pioneers Ventures-Manager

Pioneers Ventures wird also das alleinige Investment-Vehikel der startup300 AG, die nunmehr als eine Art Holding über den verschiedenen Unternehmenstöchtern, neben JFDI etwa auch dem Space Factory300 in der Linzer Tabakfabrik, stehen soll. Das neue Pioneers Ventures werde von JFDI-Geschäftsführer Oliver Csendes gemanagt, heißt es in einer Aussendung. „Natürlich arbeiten wir auch sehr konkret daran, die Kapitalstruktur, aus der Pioneers Ventures schöpfen wird, sehr nachhaltig zu gestalten. Nach dem Sommer werden wir die Details zu bekanntgeben“, sagt Lehner.

Speedinvest Pre-Seed Unit: „Synergie-Effekte besser nutzen“

Die neue Speedinvest Pre-Seed Unit baut nun auf einem durchaus erfolgreichen Portfolio auf. Die 32 Portfoliounternehmen beschäftigen aktuell rund 500 MitarbeiterInnen und konnten insgesamt bereits mehr als 20 Millionen Euro an Folgefinanzierungen lukrieren. „Durch die weitere Integration bei Speedinvest werden wir hier die Synergie-Effekte nochmal deutlich besser nutzen können“, hofft Stangl. Er spielt damit etwa auf Hilfe im Due Dilligence-Prozess („wir sind nur vier Leute“), aber auch die Speedinvest-Töchter Heroes un Pirates an.

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CloudBees zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Software-Delivery und wird von namhaften Investoren wie Goldman Sachs Asset Management, Morgan Stanley Expansion Capital und HSBC unterstützt. 2018 übernahm das milliardenbewertete US-Unternehmen das Wiener Startup Codeship, das Gründer Moritz Plassnig ab 2011 aufgebaut hatte. Nach mehreren Führungspositionen in der Softwarebranche kehrt Plassnig nun zu CloudBees zurück und übernimmt dort die Rolle des CEO sowie einen Sitz im Board of Directors.

Zuletzt war Plassnig als Chief Product Officer bei Immuta tätig, einer Plattform für Datensicherheit und -governance, wo er die Bereiche Produktentwicklung, Technik und Kundenerfolg leitete.

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Die Plattform hilft Unternehmen dabei, Regeln festzulegen, Risiken zu kontrollieren und den Überblick über die Softwareentwicklung zu behalten. Änderungen durch Menschen oder KI sind jederzeit sichtbar und nachvollziehbar. So können große Unternehmen KI sicher nutzen, ohne ihre bisherigen Tools und Arbeitsweisen auszutauschen. Plassnig spricht bereits mit Kunden und wird dies auch in den nächsten Wochen weiter vorantreiben.

„Wir sind Anuj dankbar, dass er CloudBees profitabel und fokussiert hinterlassen hat. Aber der Vorstand hat Moritz nicht an Bord geholt, um den bisherigen Kurs beizubehalten“, kommentiert Sacha Labourey, Mitbegründer und Vorstandsmitglied von CloudBees, die Bestellung. „Agentic Coding verändert gerade grundlegend, was Unternehmen von uns erwarten, und CloudBees wird sich ebenso radikal wandeln. Moritz weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, Software mittels Agentic Coding zu entwickeln. Das verändert seine Sichtweise auf die Governance, die sowohl Unternehmen als auch Entwicklerteams benötigen. Er hat das nötige Gespür, um diese Transformation anzuführen.“

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