18.02.2016

Pioneers Ventures investiert in Wiener Startup Parkbob

Das Wiener Startup Parkbob löst das Problem eines jeden Autofahrers, denn es lotst seine User zu freien Parkplätzen. Das frische Kapital von 250.000 Euro, das von Pioneers Ventures zusammen mit Business Angels investiert wird, soll die Weiterentwicklung von Parkbob und die Expansion vorantreiben.
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Pioneers Ventures investiert zum ersten Mal in ein österreichisches Startup: Parkbob.

Pioneers Ventures ist der Frühphasen Investmentarm vom Pioneers Festival, das längst weit über Österreichs Grenzen bekannt ist. Neben Kapital unterstützt Pioneers Ventures Startups vor allem mit seinem Netzwerk, das auch potentielle Kunden und Investoren mit einschließt. Investment-Manager Markus Lang erzählte dem Brutkasten bereits in einem früheren Gespräch, was man als Startup mitbringen muss, um für Pioneers Ventures interessant zu sein: Demnach müssten die Faktoren Team, Markt und Produkt passen.

+++ Parkbob spart Ärger und Zeit: Statt zur Zieladresse zum nächsten freien Parkplatz +++

Pioneers Ventures investiert

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Philipp Stangl und Markus Lang von Pioneers Ventures (hinten) mit Christian Adelsberger von Parkbob.

Das Wiener Startup Parkbob mit Sitz am A1 Startup Campus konnte Pioneers Ventures überzeugen. „Wir glauben an das erfahrene und ambitionierte Team und sind
sicher, dass wir wesentlich zum Erfolg des Startups beitragen können”, bestätigt auch Investment-Manager Philipp Stangl. Parkbob ist das erste Investment in ein österreichisches Startup von Pioneers Ventures.

+++ Pioneers Ventures erstes Investment: Ab jetzt alle Ampeln auf grün +++

Das Smart Parking-Service will ein altbekanntes Problem lösen: Die Parkplatzsuche. „Parkbob ist ein crowd-sensing Service, das Menschen hilft schnell und einfach in der Stadt einen Parkplatz  zu finden. Wir sammeln dabei Daten über verfügbare Parkplätze aus verschiedenen Quellen, reichern sie mit historischen Daten und Vorhersagemodellen an und stellen Sie unseren Nutzern und Unternehmen als Smart Parking Service zur Verfügung“, erzählte Gründer und CEO Christian Adelsberger dem Brutkasten im Interview. Das System weiß außerdem, wo man Parken darf und was es kostet. Ab April sollen nun überdies freie Parkplätze in Echtzeit angezeigt werden.

„Parkbob wird in Zukunft vor allem auch für selbstfahrende Autos relevant”, so Parkbob CEO Christian Adelsberger.

250.000 Euro für Parkbob

“Wir haben hunderte Autofahrer über ihre Probleme bei der Parkplatzsuche befragt. Parkbob hilft genau diese Probleme zu lösen – das wird in Zukunft vor allem auch für selbstfahrende Autos relevant!”, meint Adelsberger. Mit dem frischen Kapital in der Höhe von 250.000 Euro will das Startup die Entwicklung seiner “Parkfinder”-Funktion vorantreiben und rasch expandieren: Aktuell ist Parkbob in acht Städten aktiv, bald sollen es aber 25 sein- in ganz Europa.

+++ 1 Jahr A1 Startup Campus: Innovative Produkte zum Nulltarif +++

Parkbob

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iDWELL-Gründer und CEO Alexander Roth mit COO Anna-Katharina Matzenberger | Foto: iDWELL

Das 2017 gegründete Wiener PropTech iDWELL hat sich frisches Kapital gesichert: Der US-Kapitalgeber Riverside Acceleration Capital (RAC) stellt dem Unternehmen einen siebenstelligen Euro-Betrag zur Verfügung. Anders als bei der Finanzierungsrunde im November 2024 handelt es sich diesmal aber um kein Investment im klassischen Sinn.

„Es handelt sich um eine nicht verwässernde Wachstumsfinanzierung. Die Eigentümerstruktur von iDWELL wird dadurch nicht verändert“, bestätigt Gründer und CEO Alexander Roth auf Anfrage von brutkasten. Zu Laufzeit, exakter Höhe und Rückzahlungsmodell will sich das Unternehmen nicht äußern: Mit RAC sei Stillschweigen vereinbart worden.

RAC verfolgt nach eigener Darstellung zwei Strategien: Minderheitsbeteiligungen über RAC Growth Equity und nicht verwässernde Wachstumsdarlehen über RAC Growth Lending. Nach eigenen Angaben hat der Kapitalgeber seit seiner Gründung 2016 mehr als 100 B2B-Softwareunternehmen unterstützt. RAC ist Teil von The Riverside Company.

Bestandsinvestoren: Unterstützung ja, Beteiligung offen

Im November 2024 hatte iDWELL rund zehn Millionen Euro in einer klassischen Runde aufgenommen (brutkasten berichtete). Lead-Investor war die Amsterdamer Investmentgesellschaft Knight Capital, auch die bestehenden Investoren Flashpoint Venture aus London und Wecken & Cie aus Basel beteiligten sich.

Warum diesmal Fremd- statt Eigenkapital, beantwortet Roth allgemein: „In der aktuellen Unternehmensphase war eine nicht verwässernde Finanzierung die passende Lösung.“ Seit der letzten Runde habe man den Umsatz „signifikant“ gesteigert. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht. Die langjährigen Bestandsinvestoren würden den eingeschlagenen Wachstumskurs „weiterhin voll“ unterstützen. Ob sie sich an der aktuellen Finanzierung beteiligt haben, lässt die Antwort offen.

Auch auf die Frage, wie stark der wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) zuletzt gewachsen ist und ob iDWELL heute cash-flow-positiv arbeitet, gibt es keine Zahlen. Man verfüge über eine „solide langfristige Basis“, heißt es dazu.

Kapital fließt in KI-Produkte

Das Geld soll in den Ausbau der KI-gestützten Produktwelt fließen. Ein Schwerpunkt liegt auf „iDWELL Finance“, einer Lösung für automatisiertes Rechnungsmanagement. Sie stammt vom Wiener Startup domonda, an dessen Finanzsoftware sich iDWELL im Dezember 2025 die exklusiven Rechte für die Immobilienbranche gesichert hatte (brutkasten berichtete). Domonda hatte im Juni 2023 Insolvenz angemeldet und wurde zwei Monate später saniert. Nach Angaben von iDWELL setzten Ende 2025 rund 100 Immobilienunternehmen die Lösung ein.

Zweiter Baustein ist die hauseigene KI „Greta-AI“, die Verwaltungs-, Dokumentations- und Rechnungsprozesse automatisieren soll. Christian Stein, Senior Partner bei RAC, verweist auf die Positionierung im deutschsprachigen Raum und das Ökosystem an ERP-Integrationen, mit dem iDWELL die Digitalisierung der professionellen Immobilienverwaltung vorantreiben könne.

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