24.05.2016

Pioneers Festival: „Wer Erfolg haben will, muss freundlich sein“

"Wer Erfolg haben will, muss freundlich sein". Geht es nach Tiffany Pham, schafft den Sprung nach oben nur wer freundlich ist. Die Gründerin der Website Mogul erzählt am Pioneers Festival wie man ein "million-dollar-product" skaliert.
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Wer Erfolg haben will muss freundlich sein, meint Tiffany Pham von Mogul. (c) Screenshot onmogul.com

Mit der eigenen Homepage online gehen und innerhalb einer Woche eine Million Menschen erreichen. Davon haben definitiv schon viele geträumt. Geschafft hat das Tiffany Pham, Gründerin der Frauen-Plattform onmogul.com. Am Pioneers Festival in der Wiener Hofburg erzählt die 29-Jährige was es braucht, um eine Idee umzusetzen und ein „million-dollar-product“ daraus zu machen.

+++Mehr zum Thema Pioneers Festival: Dos und Donts eines CEOs+++

Technologie – get started

  • Alle Ideen aussprechen UND alle Ideen hören. Es gilt eine kreative Atmosphäre zu kreieren, die genügen Platz für den Entrepreneur-Spirit lässt.
  • „Get started, get started fast“. Je früher man der Öffentlichkeit einen Prototyp vorstellt, desto besser.
  • Der Weg bis zu „Perfektion“ ist lang und beschwerlich. Fehler am Weg helfen zu lernen und das Produkt ständig zu verbessern.

„Wer Erfolg haben will, muss freundlich sein.“

Talent – Kontake pflegen

Tiffany Pham
Tiffany Pham
  • Kontakte, Kontakte Kontakte. Sich ein Netzwerk mit guten Kontakten aufzubauen ist unumgänglich. Business-Leaders sind ein essentieller Bestandteil am Weg nach oben.
  • Bei der Zusammenarbeit mit anderen können die persönlichen Skills und Erfahrungen erweitert werden.
  • Man muss das Beste aus sich herausholen. Deshalb ist es ratsam von den Besten zu lernen und sich Tips zu holen.

Community – 3 Schlagwörter

  • Sei freundlich – Niemand ist gerne von unsympathischen Menschen umgeben. Wer sich empathisch gegenüber anderen verhält, hat es viel einfacher eine positive Bindung aufzubauen.
  • Sei authentisch – Wer sich selbst nicht treu bleibt, wirkt unauthentisch und macht meist auf andere keinen guten Eindruck. Bodenständigkeit zeigt in jeder Phase des Wachstums von Größe.
  • Sei großzügig – Etwas zu geben ohne etwas dafür zu erwarten. Dieser Spirit wirkt sich positiv auf die Umwelt aus, die einen umgibt.
Redaktionstipps

Tiffany Pham schwört auf diese 9 Punkte. 9 Punkte die dazu beigetragen haben, dass onmogul.com wöchentlich 18 Millionen Frauen erreicht. 9 Punkte die Tiffany Pham im Alter von 26 Jahren auf die Lister der „30 under 30“ des Forbes Magazin gebracht haben.


Über Mogul

Mogul ist eine Plattform zur Vernetzung von Frauen auf der ganzen Welt. Userinnen können sich über die Themen wie Growth, Love, World, Style or Career austauschen. Phams Ziel ist es immer Frauen weltweit mit Informationen zu versorgen.

Hier gehts zu Mogul, (c) Photo

(c) Article from Tiffany Pham on LinkedIn
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Manuel Prohaska ist Gründer von MPC² | (c) LA-Cinematics / MPC²

Es ist eines dieser Themen, mit denen sich Normalverbraucher:innen im Alltag zwar nicht beschäftigen, die aber letztlich indirekt alle betreffen: Korrosionsprüfung. Oder sehr vereinfacht gesagt: Rohre müssen leckagefrei sein und bleiben, vor allem dort, wo nicht nur sinnbildlich mit Hochdruck gearbeitet wird.

Doch die Überprüfung der Korrosionsbeständigkeit kritischer Komponenten bei bestehenden Anlagen ist mit dem derzeitigen Standard-Prozedere schwierig bis schlicht unmöglich. „Die regelmäßige Korrosionsprüfung ist in manchen Märkten und Anwendungen verpflichtend, kann jedoch verlässlich nur im Labor durchgeführt werden. Dazu müssen Bauteile ausgebaut werden, was teilweise einfach nicht möglich ist. Daher behilft man sich oft mit separaten ‚Qualifizierungsstücken‘, vor allem während der Fertigung der Komponenten. Und dann dauert die Überprüfung im Labor mindestens eine, oftmals bis zu sechs Wochen“, sagt Manuel Prohaska, Gründer des steirischen Startups MPC².

Korrosionsprüfung direkt vor Ort in Stunden statt Wochen

Mit dem patentierten System „Corrosion Ray“ arbeiten er und sein Team an einer Lösung. „Wir versuchen, die Korrosionsprüfung zu revolutionieren, indem wir sie zum Kunden bringen, anstatt der Kunde die Proben zu uns ins Labor“, sagt Prohaska. Mit dem mobilen Gerät lassen sich Rohre und insbesondere deren Schweißnähte ohne Beschädigung direkt vor Ort prüfen. „Wir nutzen dazu elektrochemische Methoden und liefern Ergebnisse, die qualitativ und vor allem quantitativ Laborergebnissen entsprechen“, so der Gründer.

Nicht nur die Überprüfungszeit lasse sich damit von Wochen auf Stunden reduzieren. „Auch der Umweltaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Wir sparen mit der Methode im Vergleich zur konventionellen Auslagerungsprüfung 99 Prozent der Energie, brauchen kaum Chemikalien und deutlich weniger Wasser“, sagt Prohaska. Für Kunden sei aber der finanzielle Aspekt am entscheidendsten. „Bei großen Anlagen bedeutet ein Tag Ausfall sechs- bis siebenstellige Einbußen“.

„Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit“

Prohaska weiß sehr genau, wovon er spricht. In seinen früheren beruflichen Stationen baute der studierte Werkstoff- und Korrosionswissenschaftler nicht nur genau die fachliche Expertise auf, die er jetzt mit MPC² umsetzt. Als Geschäftsführer von Betrieben mit mehreren Hundert Mitarbeiter:innen lernte er auch die betriebswirtschaftliche Seite genau kennen.

(c) LA-Cinematics / MPC²

Aktuell befindet sich „Corrosion Ray“ aber noch im fortgeschrittenen Prototypen-Stadium. Die Technologie dahinter nicht: Schon jetzt setzen mehrere Stahlkonzerne, Komponenten-Hersteller und Chemie-Riesen, die auch die Zielgruppe für das neue System sind, auf die bestehenden Korrosionsprüfungs-Angebote von MPC² – teilweise mit sechsstelligen Auftragseingängen. „Wir haben einen speziellen Prüfstand, mit dem wir unsere Methode auch mit konventionellen Korrosionsprüfungen vergleichen. Wir sind mit unserer Prüfmethodik einfach näher an der Wahrheit, als mit den alten Methoden, die lange dauern und gleichzeitig relativ ungenau sind“, so Prohaska.

Mit Predictive Maintenance auf den Weltmarkt

Momentan ist das Angebot mit diesem Prüfstand noch der lukrativste Geschäftsbereich des Unternehmens. In den kommenden Jahren soll sich das ändern. Bis 2035 will MPC² auf 60 Millionen Euro Jahresumsatz anwachsen. Davon soll „Corrosion Ray“ laut Plan 65 bis 70 Prozent bringen. Technologisch soll dann der Bereich Predictive Maintenance im Zentrum stehen. „Wir können Kunden schon jetzt sehr genau sagen, wo es in ein paar Jahren Probleme beim Material geben wird. Mit den Daten, die wir jetzt dazu sammeln, wollen wir diese Lebensdauer-Vorhersage mit Hilfe von KI künftig noch deutlich präziser machen“, erklärt Prohaska.

Um diese Ziele umzusetzen, will das vierköpfige Team in einem ersten Schritt 600.000 Euro Investment-Kapital aufnehmen, mit dem die Kleinserienfertigung von „Corrosion Ray“ aufgebaut werden soll. „Wir halten schon jetzt Ausschau nach strategischen Investoren. Noch wichtiger werden die, wenn es in einigen Jahren an die große Produktion geht“, sagt der Gründer. Dann sei auch eine größere Kapitalrunde geplant.

aws als größter Fördergeber – „sonst wären wir nicht so weit gekommen“

Bislang finanziert sich das Unternehmen aus den eigenen Umsätzen und aus Förderungen. Dank der hohen Auftragseingänge werden kommendes Jahr die Unternehmenseinnahmen erstmals den Förderbetrag übersteigen. Dennoch sei man noch auf die Fördergelder angewiesen. „Den mit Abstand größten Anteil beim Fördervolumen hatten die Programme aws Preseed und aws Seedfinancing – Deep Tech“, erzählt Prohaska. „Das war extrem wichtig, sonst wären wir nicht so weit gekommen.“ Dabei betont der Gründer auch das Service: „Wenn man etwas gebraucht hat, waren sie immer da.“


Disclaimer: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Medienbeauftragung mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) entstanden.

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