29.01.2019

Pioneers ’19 „Walk the Talks“: Ursprung und Weiterentwicklung des Lebens

"Walk the Talks" ist das Motto der diesjährigen Pioneers Konferenz, die am 9. und 10. Mai 2019 in der Wiener Hofburg stattfinden wird. Im Fokus stehen Technologien, die unser Leben nachhaltig beeinflussen - schon jetzt und in der Zukunft. Startups haben die Chance auf kostenlose Teilnahme und Pitch vor Investoren.
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Pioneers - Walk the Talks
(c) Pioneers
Startups, InvestorInnen und Interessierte, aufgepasst! Am 9. und 10. Mai 2019 findet in Wien bereits zum achten Mal das Pioneers Festival statt. In der Wiener Hofburg werden ca. 2500 Pioniere, Entrepreneure und Visionäre zusammenkommen und über Innovation, Digitalisierung und Startups sprechen. Heuer lautet das philosophische Motto der Konferenz „Walk the Talks“; sie soll um Fragen wie z.B. „Woher kommen wir?“, „Wohin gehen wir?“ und „Wie hilft uns DeepTech dabei, die Reise des Menschens zu verstehen und zu verbessern?“ kreisen.

Technologien, die unser Leben nachhaltig beeinflussen

Die Konferenz ist in verschiedene Themenblöcke aufgeteilt. Im „Origins of Life“-Segment geht es um die positiven Auswirkungen von DeepTech auf unser Leben. So sollen künstliche Intelligenz, Blockchain, Virtual- und Augmented Reality, sowie Quantencomputing beleuchtet und die schwierigsten grundlegenden technologischen Fragen beantwortet werden. Von der Genomik im „Pre-Birth“Segment, EduTech im „Childhood“-Segment und neue Technologien rund um gesunde Langlebigkeit im „New Life“Segment: Bei Pioneers ‘19 werden die neuesten Technologien präsentiert, die unser Leben schon jetzt und in Zukunft nachhaltig beeinflussen werden.

„Über die Buzzwords, den Hype hinaus“

“Für Pioneers steht und stand trotz unseres Fokus auf Deep Tech immer der Mensch im Mittelpunkt. Das ist auch der Grund, warum wir uns bei der diesjährigen Veranstaltung mit den grundlegenden Fragen, die den Ursprung und die Weiterentwicklung des Lebens behandeln, befassen”, so Oliver Csendes, CEO von Pioneers. “Das Thema ‘Walk the Talks’ ermöglicht uns, tiefer zu blicken – über die Buzzwords, den Hype hinaus. Unsere diesjährigen Vortragenden kommen mit zukunftsweisenden und zukunftsfähigen Ideen, Technologien, die wirklich Verbesserungen mit sich bringen.”

Pitch-Contest

Ein Highlight wird, wie in den Vorjahren, das „Pioneers500“ sein. Startups aus allen Teilen der Welt sind eingeladen sich hier zu bewerben und konstenlos an der Konferenz und dem Pitch-Contest teilzunehmen. 500 junge Unternehmen ringen dabei um den Pioneers Award. Eine Vorauswahl von acht Startups tritt dann vor einer Investoren-Jury gegeneinander an.

Archiv: Pioneers Kauf durch Startup300

Hard Facts

Wann? 9.-10. Mai 2019
Wo? Hofburg, 1010 Wien
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Der neue Bauteil 4 des XISTA Science Parks © XISTA

Mit dem extra eingerichteten Shuttlebus kommt man von Wien recht gemütlich bis nach Maria Gugging, dem Teil von Klosterneuburg, in dem der Campus des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zu Hause ist. Wo sich sonst Wohnhäuser und landwirtschaftliche Flächen abwechseln, ist ein moderner Science-Hub gewachsen, der 2024 auch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht wurde. Nun wurde der dazugehörige XISTA Science Park offiziell um einen neuen Bauteil erweitert.

v.l. LAbg. Bürgermeister Christoph Kaufmann, Uli Grabenwarter (Equity Investments at European Investment Fund), ISTA-Präsident Martin Hetzer, Geschäftsführerin tecnet equity Doris Agneter, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Hwst. Prälat Anton W. Höslinger, (Can.Reg, Propst des Stiftes Klosterneuburg), ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Markus Wanko, XISTA und Superintendent Michael Simmer (Evangelische Kirche A.B. in Niederösterreich) © NLK Pfeiffer

3.000 Quadratmeter Forschungsfläche

Der von der Wirtschaftsagentur ecoplus unter der Leitung von Bernadette Schabbauer „on time und in budget“ errichtete Neubau erweitert die vermietbare Fläche um rund 3.000 Quadratmeter für Biotech- und Deep-Tech-Unternehmen. Rund 22 Millionen Euro soll die Errichtung des neuen Bauteils gekostet haben, wie auf Nachfrage von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erwähnt wird. Damit möchte der Standort auf die steigende Nachfrage nach spezialisierten Chemie-, Zellkultur- und Mikrobiologielabors reagieren. Ein Großteil der neuen Flächen wird vorerst vom ISTA selbst beansprucht, mit dem Ziel, dort künftig bis zu vier Spinoffs unterzubringen.

„Im Kern steht die Entwicklung neuer Unternehmen aus der Forschung heraus“, erklärte Markus Wanko, Geschäftsführer von XISTA. Während das ISTA die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung mit rund 90 Forschungsgruppen und 1.400 Mitarbeitenden abdeckt, übersetzt XISTA diese Erkenntnisse über den Science Park und den Venture-Arm XISTA Science Ventures in die Praxis.

Biotech-Startup Solgate zieht ein

Als erstes Unternehmen nutzt das Biotech-Startup Solgate die neu geschaffenen Laborflächen. Die Ausgründung des ISTA und des CeMM (Forschungszentrum für Molekulare Medizin) fokussiert sich auf die Entwicklung neuartiger Therapeutika, die gezielt auf Membran-Transportproteine wirken. Mit der Laborinfrastruktur vor Ort möchte das internationale Team unter der wissenschaftlichen Leitung von Enrico Girardi, der durch die neu bezogenen Räumlichkeiten führte, seine Pharma-Forschung direkt am Standort fortsetzen.

Laborflächen am ISTA-Gelände © ISTA

30. Investment von XISTA-Fund

Die Erweiterung fällt mit Fortschritten auf der Finanzierungsseite zusammen. Erst vor wenigen Tagen besiegelte der XISTA-Science-Venture-Fonds sein mittlerweile 30. Investment, wie Geschäftsführer Markus Wanko verrät. Genauere Details über den Deal möchte man aktuell noch nicht verraten.

Was man hingegen deutlich hervorheben möchte, ist der wirtschaftliche Hebel des Standorts. Bisher wurden laut eigenen Angaben über XISTA etwas mehr als 30 Millionen Euro in Startups investiert. „Die Unternehmen selbst haben das genutzt, um 300 Millionen Euro selbst einzuwerben. Also ich glaube, wir haben es geschafft, da ein System aufzubauen. Das funktioniert“, so Wanko über den Hebeleffekt von 1:10.

Die europäische Komponente

Unterstützt wird das Modell auch von europäischer Seite. Uli Grabenwarter vom European Investment Fund (EIF), der als Ankerinvestor bei XISTA Science Ventures Funds II fungiert, betonte: „Das Engagement des EIF spiegelt unser Vertrauen in die enge Anbindung von XISTA an führende Forschungseinrichtungen sowie in seinen langfristigen Ansatz im Deep-Tech-Bereich wider. Genau das, was Europas Innovationsökosystem braucht“.

Für das ISTA ist der Neubau ein zentraler Baustein der eigenen Translation. „Dieses Gebäude ist ein ganz essentieller Teil, dass wir eine Wirkung, die über die Forschung und die Labors hinausgeht, in die Gesellschaft hineinbringen“, hielt ISTA-Präsident Martin Hetzer fest.

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