04.03.2022

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

pioneer:impact ist eine gemeinsame Initiative des Impact Hub Tirol und der Werkstätte Wattens. Das zwölfmonatige, hybride Accelerator-Programm begleitet Jungunternehmer:innen dabei, ihren Wirkungsgrad nachhaltig sowie sinnstiftend zu skalieren und investitionsfähig zu werden.
/artikel/pioneerimpact-call-2022
pioneer:impact
Initiatoren pioneer:impact (v.l.n.r. Alexander Koll - Werkstätte Wattens, Jana Ganzmann - Impact Hub Tirol, Charly Kleissner – Impact Investor, Alex Auer – Impact Hub Tirol, Viktoria Steger – Werkstätte Wattens; | (c) Verena Nagl
kooperation

Im Sommer 2021 hat das Tiroler Startup-Ökosystem seinen eigenen Impact Hub bekommen – der brutkasten berichtete. Und nun startet mit pioneer:impact der Accelerator für Startups mit Fokus auf gesellschaftliche Wirkung und Umwelt. Dafür hat sich der Impact Hub Tirol mit dem Unternehmens- und Kreativzentrum Werkstätte Wattens zusammengetan und gemeinsam mit dem Tiroler Impact-Investor Charly Kleissner ein zwölfmonatiges Programm entwickelt. Die erste Kohorte von pioneer:impact wird im Juni 2022 starten. Interessierte Teams können sich ab sofort bis inklusive 1. April 2022 bewerben.

„Mit unserem Programm möchten wir junge Unternehmer:innen dabei unterstützen, ihre Impact-Aktivitäten umzusetzen und nachhaltig mit dem Business-Aspekt zu verbinden. pioneer:impact soll Unternehmen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten (z.B. Education, DEI, Decarbonization, Renewable Energy, Regenerative Farming, etc.) dabei bestärken, Zukunft aktiv nachhaltig zu gestalten sowie spannende und innovative Lösungen mit höheren Erfolgschancen auf den Markt zu bringen“, so Alexander Koll, Leiter der Werkstätte Wattens, über die Ziele des Programms.

Marktzugang, Messbarkeit & maßgeschneiderte Finanzierung im Fokus

Die Organisatoren setzen laut eigenen Angaben bei der Umsetzung des Programms auf eine klare und messbare Verbindung von Business und Impact. Die Teams werden in zwei Phasen und durch die Unterstützung von Expert:innen, Investor:innen und Mentor:innen, zur Investment-Reife entwickelt.

Co-Working Space Werkstätte Wattens | (c) Clemens Ascher

Im Rahmen von Modulen wie „Impact & Business Modelling“ und “Finanzierung“ wird ein besonderes Augenmerk auf die Erleichterung des Marktzuganges gelegt. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf der Messbarmachung von Impact: Die nachweisliche Erhöhung des Wirkungsgrades des Geschäftsmodells hilft beim Gewinnen von Investor:innen und zukünftigen Partnern. Am Ende des Programms stehen den Teilnehmer:innen 150.000 Euro Investmentsumme in Aussicht.

„Für uns ist es wichtig, dass wir den Teams eine Varianz an Finanzierungsmöglichkeiten geben. Damit stellen wir sicher, dass diese nicht in eine Finanzierung gezwungen werden, die nicht zu ihren Bedürfnissen passt“, merkt Charly Kleissner die Dringlichkeit an, nicht nur auf Equity zu setzen, sondern den Investor:innen Freiraum zu geben, individuell auf Projekte eingehen zu können. 

Unternehmens- und Kreativzentrum Werkstätte Wattens | (c) Christian Vorhofer

pioneer:impact: Zahlreiche Partner an Bord

Für eine nachhaltige Wirksamkeit kombiniert das Programm laut den Initiator:innen Business, Impact und berücksichtigt das individuelle Wohlbefinden der Teilnehmer:innen. „Mit der Hil-Foundation konnten wir einen erfahrenen Partner für Holistic Wellbeing gewinnen. Außerdem wird ein Fokus auf persönliche Beziehungen sowie alpine Naturerlebnisse gelegt“, erläutert Jana Ganzmann, Co-Founderin Impact Hub Tirol.

Rund um den Accelerator sollen regionale Investor:innen, Partnerunternehmen und weitere Stakeholder auf die Chancen von impact-getriebenem Unternehmertum sensibilisiert und zur Teilnahme motiviert werden. Das langfristige Ziel von pioneer:impact ist es, ein starkes Impact-Ökosystem und damit einen Hotspot für soziale und ökologische Innovationen in Tirol aufzubauen.


Deine ungelesenen Artikel:
15.09.2026

KI im Investmentprozess: Wie Viessmann sein Deal-Screening beschleunigt

Nach dem zwölf Milliarden Euro schweren Verkauf des Heizungsgeschäfts an Carrier investiert die Viessmann Generations Group mittlerweile langfristig in eine breit aufgestellte Unternehmensgruppe. Nun baut das Familienunternehmen gemeinsam mit iteratec ein Multi-Agenten-System, das die Qualität von Investmententscheidungen maßgeblich verbessern soll: Alexander Pöllmann, Director IT & Digital von Viessmann, und Michael Maier, Director Austria von iteratec, geben im brutkasten-Gespräch einen Einblick.
/artikel/wie-viessmann-sein-deal-screening-mit-ki-umbaut
15.09.2026

KI im Investmentprozess: Wie Viessmann sein Deal-Screening beschleunigt

Nach dem zwölf Milliarden Euro schweren Verkauf des Heizungsgeschäfts an Carrier investiert die Viessmann Generations Group mittlerweile langfristig in eine breit aufgestellte Unternehmensgruppe. Nun baut das Familienunternehmen gemeinsam mit iteratec ein Multi-Agenten-System, das die Qualität von Investmententscheidungen maßgeblich verbessern soll: Alexander Pöllmann, Director IT & Digital von Viessmann, und Michael Maier, Director Austria von iteratec, geben im brutkasten-Gespräch einen Einblick.
/artikel/wie-viessmann-sein-deal-screening-mit-ki-umbaut
Alexander Pöllmann, Director IT & Digital bei der Viessmann Generations Group, und Michael Maier, Director Austria von iteratec (v.l.) | (c) iteratec / beigestellt

Es war eine der bemerkenswertesten Transformationen der deutschen Industrie: 2023 verkaufte Viessmann sein Kerngeschäft, die Klimasparte Viessmann Climate Solutions, für zwölf Milliarden Euro an den US-Konzern Carrier (brutkasten berichtete). Seit Anfang 2024 agiert das Familienunternehmen als Unternehmensgruppe, die aus Deutschland ein globales industrielles Beteiligungsportfolio steuert. Und dieses Kernteam soll nun KI-nativ werden: Gemeinsam mit dem Technologieunternehmen iteratec baut Viessmann ein Multi-Agenten-System, das die Mitarbeiter:innen zu “Buildern von Agenten” verändert.

Vom Heizungsbauer zum langfristigen Unternehmensentwickler  

Das reinvestierte Kapital floss vor allem in industrielle Mittelständler mit Fokus auf nachhaltige Energietransformation: von Grid-Infrastruktur über Fernwärme- und Kühlungslösungen bis zu Kühlhäusern. Dazu zählt etwa die isoplus-Gruppe, ein Hersteller von Nah- und Fernwärmeleitungen mit großen Standorten in Österreich. Über Minderheitsbeteiligungen ist Viessmann außerdem unter anderem an Encavis sowie am Software-Unternehmen AMCS beteiligt, das Emissionen in der Recycling- und Abfallwirtschaft reduzieren soll. 

Beim Thema KI unterscheidet Pöllmann klar zwischen zwei Ebenen: „Wenn wir auf unsere Partner schauen, ist der Kerntreiber klassischerweise Effizienz, also Use Cases entlang der Wertschöpfungskette, um Top- oder Bottom-Line-Potenziale einzusammeln. Auf Ebene des Viessmann-Teams schauen wir viel stärker auf Effektivität: Wie können wir noch bessere Investmententscheidungen treffen und unsere zentrale Entscheidungsqualität maßgeblich erhöhen?“ 

Deal-Screening statt Deal-Sourcing 

Genau das sei allerdings die schwierigere Disziplin, so Pöllmann: „Effizienz-Use-Cases sind aus unserer Sicht häufig leichter, als die Qualität zu erhöhen. KI tendiert in ihrer ursprünglichsten Natur dazu, lieber zu halluzinieren und ungenau zu sein, als eine sehr klare Antwort auf die Frage zu geben: Sollte ich dieses Investment tätigen oder lieber nicht? Welche Risiken habe ich noch nicht gesehen?“ Dies bedingt vor allem den ganzen Kontext einer Transaktion zu kennen. 

Konkret setzt das Multi-Agenten-System deshalb dort an, wo Präzision zählt: beim Screening. Es gehe nicht darum, Deals zu sourcen, betont Pöllmann, sondern den Prozess „Ist ein Deal für uns wirklich relevant?“ deutlich zu verkürzen. Ein Letter of Intent könne so viel schneller analysiert und daraus ein Investmentmemo gebaut werden, angereichert mit weiteren Quellen. 

Dass das Viessmann-Team das System selbst baut, statt auf eine Fertiglösung zu setzen, ist für Pöllmann eine Grundsatzentscheidung: „Wir wollen die Governance in der eigenen Hand haben, aber auch den Prozess, wie wir zu Entscheidungen kommen.“ Fertige KI-Finanzlösungen von der Stange würden der Organisation wenig bringen: „Das ist zwar alles nett und funktioniert auch schnell, aber nicht in der Qualität, wie wir sie erwarten.“ 

Jede:r Mitarbeiter:in wird zum „Builder“ 

Der vielleicht radikalste Teil des Ansatzes: Alle Mitarbeiter:innen der Viessmann Generations Group sollen befähigt werden, selbst KI-Agenten zu bauen. Der Prozess dahinter ist mehrstufig: Ein Intake-Agent nimmt die Idee auf und schärft sie, ein Specification-Agent zieht anschließend das nötige Fachwissen aus den Mitarbeiter:innen heraus und gibt erst ab einem bestimmten Confidence Score grünes Licht. Danach erstellt ein weiterer Agent, der sogenannte Agent-Builder, den fertigen KI-Kollegen. 

Gestartet wurde Ende Jänner mit einem „Hypersprint“, die ersten Prozessagenten gingen im Frühjahr live. „Es ist schon verrückt, was wir in der Zeit entwickelt haben“, sagt Pöllmann. Die größte Herausforderung sei dabei nicht die Technologie: „Die Herausforderung ist wirklich, das Wissen der Kolleg:innen “freizulegen” und die Leute, die verantwortlich sind, in die Verantwortung zu bekommen. So können wir dann gemeinsam den Input, den wir brauchen, identifizieren, um daraus vernünftige Agenten mit hoher Output-Qualität zu bauen.“ 

„Die Rolle des Menschen in der KI-Transformation wird maßgeblich“ 

Bei aller Automatisierung bleibt die Verantwortung beim Menschen, stellt Pöllmann klar: „Am Ende braucht es immer einen Verantwortlichen, und das kann nicht die Maschine sein. Dadurch wird vor allem die Rolle des Menschen in der KI-Transformation maßgeblich gestärkt.“ Wer einen Agenten verantwortet, müsse dessen Ergebnisse kontrollieren, ihn testen und etwa bei der Abkündigung eines KI-Modells nachjustieren. „Damit bekommt jeder in gewisser Weise eine Führungsaufgabe“, so Pöllmann. 

Um den Rollenwandel greifbar zu machen, ließ Viessmann die Mitarbeiter:innen ein eigenes „Role Canvas“ ausfüllen: Was bleibt an Verantwortung beim Menschen, wenn KI-Agenten übernehmen? Das habe viel Verständnis für die Transformation geschaffen, auch bei jenen, deren Berufsbild sich am stärksten verändert. Denn das klassische Profil eines Investmentbankers werde sich fundamental drehen, so Pöllmann. Die Betroffenen hätten das Thema allerdings „sehr gut aufgeschnappt und zeigen große Begeisterung dafür“. 

iteratec: „Die Unschärfe reduzieren“ 

Auf der Umsetzungsseite steht mit iteratec ein Software-Dienstleister, der seit 30 Jahren Individualsoftware entwickelt und sich zunehmend auf KI-Transformation fokussiert. „Unser eigenes Geschäft ändert sich aktuell selbst radikal aufgrund von KI“, sagt Michael Maier, Director Austria von iteratec. Das Unternehmen setzt Multi-Agenten-Projekte unter anderem bei Banken um und hat mit dem Recycling-Konzern Ragn-Sells ein neues Recyclingverfahren auf Basis KI-gestützter Materialanalysen entwickelt. Das Viessmann-Projekt sei „mitunter eines der spannendsten, das wir gerade machen dürfen“, so Maier: „Das nimmt sicher eine Vorreiterrolle ein.“ 

Die Kunst liege darin, schnell voranzukommen und trotzdem verlässliche Resultate zu liefern: „Du musst die Unschärfe so weit reduzieren, dass du dort, wo es wichtig ist, belastbare Ergebnisse hast, mit denen du arbeiten kannst“, sagt Maier. Viessmann kam über einen klassischen Anbieterauswahlprozess zu iteratec. Ausschlaggebend sei das Team gewesen, so Pöllmann: „Ein sehr professionell aufgestelltes Team mit High-End-AI-Capabilities. Die Entwickler sind fast AI-native unterwegs.” 

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

pioneer:impact: Neuer Impact-Accelerator startet in Tirol – Bewerbungen bis 1. April möglich