16.03.2023

Phönix-Founder lässt Häftlinge Ballspielen

Ricardo Parger hat mit Phönix eine Organisation erschaffen, die jungen Insassen per Sport die Möglichkeit auf ein straffreies Leben ermöglichen möchte. Bisher machen zwei Justizanstalten mit; zwei weitere sind im Gespräch.
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(c) zVg - Phönix-Gründer Ricardo Parger.

Der Phönix steht in der Mythologie für Tod und Wiederauferstehung. Für eine erfolgreiche Rückkehr aus Untiefen oder der Dunkelheit. Mit heller Flamme, die im Gegensatz zum „Davor“ für einen beleuchteten Zukunftsweg steht. Nicht bloß aus diesem Grund hat Ricardo Parger eine Organisation mit dem gleichen Namen gegründet, die er 2021 bei „2m2m“ vorstellte. Das Ziel: inhaftierten Personen durch Resozialisierungs- und Gefängnis-Sport eine Perspektive zu geben. Oder wie der Founder sagt, eine Brücke in eine bessere Zukunft zu bauen, damit ein Comeback zurück in die Gesellschaft gelingt.

Phönix-Gründer war Rechtsanwaltsanwäter

Der Jurist hat beim Strafgericht, bei der Staatsanwaltschaft, in Kanzleien und als Dolmetscher im Gefängnis gearbeitet. Er weiß, dass fast jede zweite Person, die in Österreich eine Haftstrafe absitzt, nach ihrer Entlassung wieder eine kriminelle Tat begeht. Der Verlust sozialer Kontakte, die Isolation und Hoffnungslosigkeit während der Haftzeit erschweren den Wiedereinstieg in ein straffreies Leben in Gemeinschaft. Deshalb versucht er Insassen durch sportliches Engagement dabei zu helfen, nicht mehr rückfällig zu werden.

Seit dem Auftritt im TV vor rund zwei Jahren, bei dem Phönix Spenden von fast allen Juroren erhalten hat, hat sich einiges getan, wie Parger erzählt. Allein das Auswahlverfahren fürs zehnwöchige Sportprogramm – mit der Möglichkeit im Anschluss im Sportverein zu bleiben – wurde durch ein „Schnuppertraining“ ergänzt, um auszuloten, welche Kandidaten sich am besten dafür eignen.

„Es besteht aus vier Schritten“, erklärt der Gründer. „Vorstellung, Schnuppertraining, Bewerbung und endgültige Auswahl.“ Konkret bedeutet das, dass Parger mit Flyern und Postern bewaffnet Justizanstalten betritt und Häftlingen seine Aktion vorstellt. Anschließend können sich Interessierte bei der Justizwache zu einem Schnuppertraining melden.

„Dort können wir dann sehen, wer sich eignet. Ob jemand eine Knieverletzung hat oder nicht motiviert ist mitzumachen“, präzisiert er.

Korneuburg und Hirtenberg

Danach haben Insassen (die nicht mehr als ein Jahr Haft abzusitzen haben) die Chance einen Bewerbungsbogen auszufüllen und in einem „Pool“ zu landen. Pro Projekt werden schlussendlich 15 Personen in Kooperation mit Sozialdiensten ausgewählt.

Derzeit laufen Programme in zwei Justizanstalten (Korneuburg und Hirtenberg) – zwei weitere Standorte sind im Aufbau (Simmering und Graz Jakomini).

„Die Zusammenarbeit mit den Anstalten läuft sehr gut“, sagt Parger. „Vor allem Psycholog:innen und Sozialarbeiter:innen, die vor Ort arbeiten, erkennen das Potenzial der Resozialisierung durch Sport. Derzeit bauen wir auch zusätzlich einen Standort außerhalb der Justizanstalten auf, wo Absolventen nach Ihrer Entlassung hingehen und weiter trainieren können.“

Phönix-Programm in drei Teilen

Eine Trainingseinheit dauert im Schnitt 90 Minuten und gliedert sich in drei Teile: Zuerst wird der Schwerpunkt der Stunde vorgestellt und eine Übung dazu angeleitet. Anschließend gibt es eine Fitnesseinheit mit gezielten, funktionalen Übungen. Der dritte Teil besteht aus Teamsportübungen und einem Spiel. Die Coaches ermitteln dabei auch, welche Teilnehmenden sich ernsthaft dafür interessieren, nach ihrer Haftzeit in andere Sportorganisationen aufgenommen zu werden.

Parger hat Phönix gegründet, nachdem er neben dem Jus-Studium viel Freiwilligenarbeit im und außerhalb des Justiz-Kontexts geleistet hat. Dort sah er, dass viele der Jugendliche, mit denen er im Gefängnis gearbeitet hat, von ihrem Leben gezeichnet waren und Hürden überwinden mussten, die die meisten nicht nachvollziehen können.

„Verhalten nicht entschuldigen“

„Wir wollen ihr Verhalten nicht entschuldigen und schon gar nicht rechtfertigen. Das Ziel von Phönix ist es, diesen Menschen durch die Kraft des Sports etwas in die Hand zu geben, das ihnen hilft, nicht mehr rückfällig zu werden. Das nützt auch der Gesellschaft. Wir haben uns für Basketball entschieden, weil es ein starker Sport ist, der die jungen Männer, mit denen wir arbeiten, anspricht“ so Parger weiter. „Basketball stärkt das Selbstvertrauen und verbessert die Selbstdisziplin. Es ist auch ein wirklich starker und verbreiteter Mannschaftssport. Er kann den Jugendlichen helfen, ihre Geschichte neu zu schreiben.“

Finanziert wird die Organisation durch Förderer und Spenden. Parger und Co. suchen derzeit nach Sponsoring-Partnern für eine Ausweitung der Standorte. Und hoffen daneben, auch von offizieller Seite finanziell unterstützt zu werden.

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Mit der Bestellung von Marc Heß zum CFO möchte N26 die Umsetzung seiner Ziele vorantreiben und das digitale Banking-Angebot im letzten Quartal dieses Jahres sowie im kommenden Jahr weiter ausbauen.

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Heß bringt Führungserfahrung im Bankwesen in seine neue Rolle als CFO bei N26 ein, nachdem er jahrzehntelang leitende Führungspositionen bei führenden deutschen Finanzinstituten innehatte. Er begann seine Karriere im Bereich Investor Relations und war bei der Deutschen Postbank tätig; dort verantwortete er über elf Jahre lang die Finanzgeschäfte, nachdem er 2007 zum CFO und 2015 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt worden war. Parallel dazu fungierte er mehrere Jahre lang als Global CFO für das Segment Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank. Zuletzt war er von 2018 bis 2024 als CFO der Aareal Bank tätig.

„Neue Phase“

Andreas Dombret, Vorsitzender des Aufsichtsrates von N26, kommentiert die neue Personalie: „Der Aufsichtsrat freut sich, Marc Heß als neuen Finanzvorstand bei N26 willkommen zu heißen. Vor allem mit seinem tiefgreifenden Verständnis des Privatkundengeschäfts sowie seiner regulatorischen Expertise ist Marc Heß die ideale Persönlichkeit für das starke Führungsteam von N26. Mit seiner Ernennung sind alle Positionen im Vorstand der Digitalbank besetzt. Marc Heß’ umfassende Kompetenzen werden zum Erfolgskurs von N26 beitragen – insgesamt ist das Unternehmen damit für die Zukunft noch stärker aufgestellt“, sagt er.

Und Heß selbst ergänzt: „Was N26 in der Branche erreicht hat, ist beeindruckend. Das Unternehmen startet nun in eine neue Phase. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Mike Dargan (Anm.: CEO) und dem gesamten Managementteam zu gehen.“

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