13.04.2021

Pferdeapfel: 100 ml Kacke mit Lavendel-Duft als Werbegeschenk

Das oberösterreichische Startup Pferdeapfel interpretiert das alte Prinzip, Pferdemist als Dünger zu nutzen, mit einem Lifestyle-Produkt neu.
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Pferdeapfel: Verarbeiteter Pferdemist in der 100 ml-Verpackung als Werbemittel
(c) Pferdeapfel: Verarbeiteter Pferdemist in der 100 ml-Verpackung als Werbemittel

Wer hätte gedacht, dass man sich damit beliebt machen kann, Kacke herzuschenken? Davon überzeugt, dass das möglich ist, sind Thomas Pülzl und Michael Grafenberger aus Oberösterreich. Sie bieten mit ihrem Startup Pferdeapfel Bio-Dünger aus Pferdemist unter anderem als Werbemittel an. Auch Gärtnereien und den Fachhandel will man mit dem Produkt, das zur Gänze im Pferdestall von Co-Founder Pülzl hergestellt wird, sukzessive erobern.

Den Dünger in Pellets-Form gibt es in drei verschiedenen Ausführungen: geruchsneutral bzw. mit zugesetztem Lavendel-Duft für Zimmerpflanzen und vermengt mit Brennnessel-Dünger für den Garten. Für den Werbemittel-Markt bietet das Startup zwei verschiedene 100 Milliliter-Verpackungen bzw. kleine Test-Kuverts, die mit dem Branding der B2B-Kunden versehen werden können. Über Gärtnereien und den Fachhandel bietet Pferdeapfel verschiedene Packungsgrößen von 200 Milliliter bis zu fünf Liter an.

Pferdeapfel: Achtungserfolge im Werbemittel-Markt

Im Werbemittel-Bereich gestartet konnte das Startup dieses Jahr auch schon zwei Achtungserfolge einfahren. Es holte sich den Promotional Gift Award 2021 und den PSI Sustainability Award 2021, die innerhalb der Branche vergeben wird. Überzeugen konnte Pferdeapfel bei zweiterem nicht nur mit dem Produkt selbst, sondern auch mit der Verpackung, die aus Materialien aus nachhaltiger Landwirtschaft in Europa stammt.

Pferdeapfel ist diese Woche in der Puls4-Show 2 Minuten 2 Millionen zu sehen. Ebenfalls in dieser Folge: Flare Grill, Sonnenkogl, Skoonu und Chalet Hannersberg.

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Die neue Besetzung des Startup-Rats © BMWET/Dolenc

Der Startup-Rat des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) ist neu aufgestellt worden. Die für Startups zuständige Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hat damit neun Expert:innen für die kommenden drei Jahre berufen. Das Gremium vereint Perspektiven aus Startups, Venture Capital, Business Angels, Inkubatoren und Interessenvertretungen und soll als Schnittstelle zwischen Politik und Startup-Community fungieren. Entscheidungen trifft der Rat dabei nicht – er agiert rein beratend.

Neue Gesichter, ein prominenter Abgang

Neu berufen wurden:

Weiterhin im Rat sitzen Rudolf Dömötör, Claudia Falkinger, Stefan Haubner, Laura Raggl und Werner Wutscher

Mobilisierung von privatem Wachstumskapital im Zentrum

Im Zentrum der kommenden drei Jahre stehen laut Zehetner die Mobilisierung von privatem Wachstumskapital, einfachere und schnellere Gründungsprozesse, bessere Bedingungen für Scaleups sowie die stärkere Verankerung von Unternehmertum in Bildung und Gesellschaft. Gleichzeitig geht es darum, Österreich noch stärker als Teil eines gemeinsamen europäischen Innovations- und Kapitalmarkts zu positionieren.

„Wir wollen nicht nur mehr Gründungen, sondern mehr Wachstumsgeschichten aus Österreich. Dafür braucht es Menschen am Tisch, die wissen, wo es in der Praxis hakt, was international funktioniert und welche nächsten Schritte wirklich einen Unterschied machen“, betont die Staatssekretärin.

Fokus der neuen Periode: der Dachfonds

Zentrales Vorhaben dabei ist der Scaleup-Dachfonds: ein Fund-of-Funds mit einem Zielvolumen von 300 bis 500 Millionen Euro, der bei der Austria Wirtschaftsservice (aws) angesiedelt wird und in VC-Fonds investieren soll, die wiederum Startups finanzieren. Laut aktuellem Budgetgesetz soll der Fonds bis Ende 2027 sein First Closing abschließen.

Die Vergangenheit des Gremiums

2020 setzte Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck einen Startup-Beauftragten (Michael Altrichter) samt Startup-Komitee ein. Diese Konstruktion war vertraglich an ihre Amtszeit gebunden und endete mit ihrem Rücktritt. Im Juli 2022 rief Nachfolger Martin Kocher den Startup-Rat in seiner heutigen Form ins Leben – personell großteils identisch mit dem alten Komitee.

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