13.05.2024
ZUSAMMENARBEIT

Payuca: Wiener Startup rüstet Volkswohnungswerk mit E-Ladenetzwerk aus

Gemeinsam mit Verbund rüstet das Wiener Startup Payuca das Österreichischen Volkswohnungswerk (ÖVW) mit 240 E-Ladepunkten aus.
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Verbund
v.l.n.r.: Dominik Wegmayer, Co-CEO von PAYUCA, und MMag. Martin Wagner, Geschäftsführer VERBUND Energy4Business GmbH | (c) Verbund

Das ÖVW stellt seinen Bewohner:innen in einer ersten Ausbaustufe 240 E-Ladepunkte am Garagenstellplatz zur Verfügung. Diese werden durch eine Kooperation des Wiener Startup Payuca und dem Energiekonzern Verbund geliefert. Insgesamt sollen bis Ende 2024 16 Standorte der ÖVW mit Ladepunkten für E-Autos ausgestattet werden.

„Als ÖVW ist es unser Ziel, leistbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, aber gleichzeitig auch den Bedürfnissen der Bewohner:innen gerecht zu werden und ihnen die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die dem Zeitgeist entspricht, und dazu gehört eben auch, die Möglichkeit zu schaffen, das E-Auto zu Hause laden zu können,“ sagt Gerald Ebner vom ÖVW.

Günstige E-Ladestationen für Mieter:innen

Der Geschäftsführer von Verbund Energy4Business Martin Wagner sieht im gemeinsamen Angebot von Verbund und Payuca einen kostengünstigen Einstieg in die Mobilitätswende. Seiner Auffassung nach, ist dies insbesondere für Wohnungsunternehmen attraktiv. „Durch die enge Kooperation zwischen Payuca und Verbund profitieren Wohnungsunternehmen von einer schnellen und skalierbaren Lösung, die sowohl aktuelle als auch zukünftige Anforderungen erfüllt”, so Wagner.

Immo-Charging beruht auf einem Abo-Modell von Payuca für die Nutzung der Ladestationen inklusive Strom aus 100 Prozent Wasserkraft von Verbund. Das Abonnement ist monatlich für die Mieter:innen kündbar und je nach kWh-Verbrauch ab 39,90 Euro erhältlich.

„Um ein Immobilienportfolio effektiv auszustatten, erstellen wir – dank unserer standardisierten Prozesse – in kürzester Zeit – Installationskonzepte für die jeweiligen Objekte. Diese Konzepte geben dem Eigentümer sowie der Hausverwaltung detaillierte Einblicke in die Timeline, die Anzahl der Ladestationen und die damit verbundenen Kosten”, sagt Dominik Wegmayer, Co-CEO und Mitbegründer von Payuca. „Dieses Vorgehen wurde bereits erfolgreich beim ÖVW umgesetzt und hat sich dort als effizient und zeitsparend erwiesen”, so Wegmayer.

Kooperation von Payuca und Verbund

Die beiden Unternehmen Verbund und Payuca bieten seit Mitte letzten Jahres eine All-in-One-Ladelösung unter dem Produktnamen „VERBUND-Immo-Charging Residential“ an. Das Produkt zielt explizit auf Immobilien- und Wohnbaugesellschaften ab, die künftig Dauerparker:innen in Mietverhältnissen direkten Zugang zu eigener E-Ladeinfrastruktur vor Ort an ihrem angemieteten Parkplatz bieten möchten. Dabei konnten die beiden Firmen auch schon dicke Fische an Land ziehen. So gehört die Art-Invest Real Estate, Eigentümer des Wiener Millennium Tower, zu den Kund:innen.

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Sasha Lipman und Petra Capin | (c) tech2impact

2020 startete tech2impact in Wien als Mentoring-Programm für Impact-Startups (brutkasten berichtete damals). Das erklärte Ziel der Gründerinnen Sasha Lipman und Jelena Popovic zum Start: „Gründer:innen gezielt dort zu unterstützen, wo sie es am meisten brauchen bzw. spezifische Bedürfnisse haben.“ Dafür gab es ein Netzwerk an Mentor:innen.

Mit der Zeit wurde das Programm weiterentwickelt. Co-Gründerin Popovic ging – für sie kam später Petra Capin. 2022 startete man ein Accelerator-Programm (brutkasten berichtete), 2024 wurde eine umfassende Neuaufstellung kommuniziert. Man gehe „von einem unternehmenszentrierten zu einem personenorientierten Modell über“, hieß es damals. Es folgten weitere Initiativen, darunter die mehrmalige Organisation des Events Insideout Summit im Rahmen der ViennaUp.

„Haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht“

Doch wie das Führungsduo Lipman und Capin via LinkedIn bekanntgab, wird tech2impact bald geschlossen. Im Herbst setze man noch einen letzten Durchgang des Programms „Edge“ um, im Frühling 2027 werde man dann das Geschäft beenden. „Wir haben mehr Geschäftsmodelle ausprobiert, als wir zählen können, alle mit demselben Ziel: tech2impact zu einem nachhaltigen Business zu machen, das nicht nur von Projekt zu Projekt läuft“, schreiben Lipman und Capin.

Trotz Erfolgen und finanziellen Wachstums, die erreicht worden seien, sei man stark von äußeren Faktoren wie Förderzyklen und Budgets von Partnern abhängig geblieben. „Wir haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht, die es gebraucht hätte“, so die beiden weiter. Getreu den eigenen Prinzipien stehe letztlich die mentale Gesundheit an erster Stelle. Man werde die Vision aber in anderen Formaten vorantreiben.

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