08.03.2022

Wiener Startup hilft Pendler:innen und Co, das Parkpickerl zu umgehen

Das Wiener Startup Payuca baut sein Parkplatzangebot vor allem in den Bezirken, die seit 1. März das Parpickerl haben, weiter aus.
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v.l. Co-CEO & Co-Founder Dominik Wegmayer, Co-CEO Wolfgang Wegmayer (c) Payuca, Phillip Schuster
v.l. Co-CEO & Co-Founder Dominik Wegmayer, Co-CEO Wolfgang Wegmayer (c) Payuca, Phillip Schuster

Begrenzte Parkzeit, teure Parkscheine trotzdem lange Parkplatz-Suche: Für die Kurzparkzonen-Regelung in Wien mag es sehr gute Gründe geben. Bei all jenen, die das Parkpickerl nicht haben, ist sie allerdings nicht sonderlich beliebt. Eine praktikable Alternative für Pendler:innen, Ärzt:innen, mobile Pflegedienste, Kurzparkende oder Tourst:innen will bereits seit einigen Jahren das Wiener Startup Payuca bieten.

Neue Standorte mit flächendeckender Parkpickerl-Einführung am 1. März

Über die App können private Parkplätze in Garagen, die über die ganze Stadt verteilt sind, bis zu drei Stunden vorab reserviert werden. Die mögliche Nutzungsdauer übersteigt im Normalfall die der Kurzparkzonen, gleichzeitig ist der Preis pro Stunde oft niedriger. Mehr als 70 Standorte in Wien stehen aktuell zu Verfügung. Denn zur flächendeckenden Einführung des Parkpickerls in den letzten verbleibenden Wiener Außenbezirken Simmering, Hietzing, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing am 1. März holte Payuca noch einige Standorte, vor allem im 11. und 21. Bezirk dazu.

Das Angebot helfe nicht nur den Autofahrer:innen selber, sondern habe weitere Vorteile, betont man beim Startup. So führe die Zeitersparnis bei der Parkplatzsuche zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes. „Weiterer Benefit ist, dass die parkenden Autos durch unsere smarte Lösung vom Straßenrand unter die Erde verlagert werden und mehr Platz für Begrünung, Freiflächen und Begegnungszonen geschaffen wird. So schlagen wir eine Brücke zum modernen Mobilitätskonzept der Smart City der Stadt Wien“, meint Co-CEO Wolfgang Wegmayer.

Noch dieses Jahr Ausbau auf 100 Payuca-Standorte geplant

Noch dieses Jahr wolle man auf mehr als 100 Standorte in Wien ausbauen. Nutzer:innen können sich die App kostenlos herunterladen. Mit ihr können freie Stellplätze eingesehen werden. Die App bietet dann ein eigenes Navigations-Tool. Bei der Garage angekommen, verbindet sich das Smartphone der User:innen und das Tor öffnet sich automatisch. Bezahlt wird über die App. Sollte das Smartphone keinen Akku haben, kann die Garage optional auch via NFC-Chip, der via App bestellt werden kann, geöffnet werden.

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Refinq vergleicht alle 1.165 Regionen der 27 EU-Länder nach ihrer zukünftigen klimatischen Exposition. Die vier berücksichtigten Gefahren sind Hitze, Wasserknappheit, Waldbrand und Hochwasser. Österreich steigt auf Rang 294 ein.
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Das Gründerteam von refinq (l.n.r.): Lukas Fischer, Franziska Walde, Markus Berger | © refinq

Die Hitze hatte Europa in diesem Sommer fest im Griff. Die EU-Kommission möchte daher im Oktober einen Rahmen für Klimaresilienz vorlegen und 100 der am stärksten gefährdeten Gebiete Europas benennen. Das Wiener Unternehmen refinq ist bereits einen Schritt voraus und stellt seit heute eine Liste zur Verfügung, die alle 1.165 Regionen der 27 EU-Länder nach ihrer klimatischen Exposition reiht. Österreichische Gebiete sind ab Rang 294 zu finden.

„Wir veröffentlichen das vollständige Ranking und die Methode dahinter, nicht nur die Top 100. Jede und jeder kann nachsehen, wo die eigene Region steht und wie wir dorthin gekommen sind“ sagt refinq-Co-Founder und Co-CEO Lukas Fischer. Refinq bewertet dabei vier Gefahren: Hitze, Wasserknappheit, Waldbrand und Hochwasser. Diese Gefahren werden zu einem kombinierten Wert zusammengefasst, der durch einen einfachen Mittelwert auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt wird. Die Kennzahlen beschreiben den Zeitraum von 2066 bis 2085 in einem Hochemissionspfad.

Die Karte zeigt, „was physisch auf dem Spiel steht“

„Die Kommission wird sagen, welche Gebiete gefährdet sind. Unsere Karte zeigt, was dort physisch auf dem Spiel steht. Das sind zwei verschiedene Fragen, und Europa braucht auf beide eine Antwort“, erklärt Franziska Walde, Co-Founder und Managing Director. Dabei betont refinq, dass Exposition nicht dasselbe ist wie Vulnerabilität. Das refinq-Ranking misst, wie stark die vier Klimagefahren in einer Region ausgeprägt sind. Es misst nicht, wie gut diese Region darauf vorbereitet, finanziert oder geschützt ist. Die kommende Bewertung der Kommission bezieht die Vulnerabilität mit ein.

Italien am gefährdetsten

Italiens Region Ferrara belegt auf dieser Liste von refinq den unbeliebten ersten Platz. Die norditalienische Region kommt auf 97,4 von 100 möglichen Punkten, wobei die Hitze das führende Risiko ist. Insgesamt liegen 40 italienische Regionen in den Top 100. Mit Spanien und Griechenland stellen diese drei Länder fast drei Viertel der exponiertesten 100 Regionen dar. Österreich höchstplatzierte Region ist das Weinviertel. Bis 2080 steigt dort die Hitzeexposition um zwei Stufen auf der fünfstufigen Skala von refinq, die Wasserknappheit um eine Stufe auf die zweithöchste.

Die Karte zeigt die Top 100 exponiertesten Regionen Europas, wobei das größte Risiko der Region mit einer eigenen Farbe markiert ist (Orange: Hitze, Violett: Wasserknappheit, Rot: Waldbrände, Türkis: Hochwasser). | © refinq

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