16.09.2021

PaymentTalk mit Miriam Wohlfahrt: Das denkt die Ratepay-Gründerin über den „Buy Now, Pay Later“-Hype

Miriam Wohlfarth gründete 2009 den Zahlungsdienstleister Ratepay. Im Vorjahr startete sie ein neues Unternehmen: Banxware. Sie ist zu Gast in der neuen Folge des PaymentTalk-Podcasts, der in Kooperation mit brutkasten Finance veröffentlicht wird.
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Miriam Wohlfarth
Miriam Wohlfarth | Foto: Miriam Wohlfarth

PaymentTalk Fokus Österreich ist ein Podcast, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die heimische Payment-Branche zu erklären und greifbar zu machen. Dazu sprechen die beiden Hosts Karl Zettl und Matthias Horvath alle zwei Wochen mit Persönlichkeiten aus der Branche, um die unterschiedliche Akteure vorzustellen, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und zukünftige Trends zu verstehen. Der Podcast wird mittlerweile in Kooperation mit brutkasten Finance veröffentlicht und meldet sich nun zurück aus der Sommerpause.

In der neuen Folge ist Miriam Wohlfahrt zu Gast. Sie hat 2009 Ratepay gegründet, einen Zahlungsdienstleister für Rechnungskauf, Rate, Lastschrift und Vorkasse. Im Gespräch erläutert sie, wie es zur Gründung von Ratepay kam und welche Probleme das Unternehmen gelöst hat. Sie spricht außerdem über den Hype rund um „Buy Now, Pay Later“ (BNPL) und wie sie den in diesem Markt dominierenden Player Klarna sieht.

„2030 gibt es keine Plastikkarten mehr“

2020 hat Wohlfahrt mit Banxware ihr nächstes Unternehmen gegründet – ein Startup, das sich vor allem auf die Finanzierung von Klein- und Mittelunternehmen konzentriert. In der Folge erläutert sie, wie es dazu kam und welche Strategie sie damit verfolgt. Außerdem schildert die Gründerin, wie sich die Payment-Welt in den nächsten Jahren entwickeln wird. Sie erklärt, warum es 2030 keine Plastikkarten mehr geben wird und welche Stellenwert Bargeld oder der geplante digitale Euro einnehmen werden.

Die Podcast-Hosts:

Matthias Horvath und Karl Zettl, die Hosts beim PaymentTalk Fokus Österreich.

Karl Zettl ist seit rund 15 Jahre in der Branche und hatte unterschiedlichen Managementpositionen in den Bereichen Projektmanagement, Business Development sowie Vertrieb für namhafte Unternehmen in Österreich und Deutschland inne. Seit 2018 ist er Geschäftsführer und Berater bei der Firma Peak Software Solutions GmbH.

Matthias Horvath ist seit mehr als 10 Jahren im Payments-Umfeld, hauptsächlich in den Regionen DACH und CEE, tätig. Er arbeitete sowohl für Kartenproduzenten als auch für kartenausgebende Banken und hat hat unter anderem den Apple-Pay-Launch der Debitkarten in Österreich verantwortet.

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Sasha Lipman und Petra Capin | (c) tech2impact

2020 startete tech2impact in Wien als Mentoring-Programm für Impact-Startups (brutkasten berichtete damals). Das erklärte Ziel der Gründerinnen Sasha Lipman und Jelena Popovic zum Start: „Gründer:innen gezielt dort zu unterstützen, wo sie es am meisten brauchen bzw. spezifische Bedürfnisse haben.“ Dafür gab es ein Netzwerk an Mentor:innen.

Mit der Zeit wurde das Programm weiterentwickelt. Co-Gründerin Popovic ging – für sie kam später Petra Capin. 2022 startete man ein Accelerator-Programm (brutkasten berichtete), 2024 wurde eine umfassende Neuaufstellung kommuniziert. Man gehe „von einem unternehmenszentrierten zu einem personenorientierten Modell über“, hieß es damals. Es folgten weitere Initiativen, darunter die mehrmalige Organisation des Events Insideout Summit im Rahmen der ViennaUp.

„Haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht“

Doch wie das Führungsduo Lipman und Capin via LinkedIn bekanntgab, wird tech2impact bald geschlossen. Im Herbst setze man noch einen letzten Durchgang des Programms „Edge“ um, im Frühling 2027 werde man dann das Geschäft beenden. „Wir haben mehr Geschäftsmodelle ausprobiert, als wir zählen können, alle mit demselben Ziel: tech2impact zu einem nachhaltigen Business zu machen, das nicht nur von Projekt zu Projekt läuft“, schreiben Lipman und Capin.

Trotz Erfolgen und finanziellen Wachstums, die erreicht worden seien, sei man stark von äußeren Faktoren wie Förderzyklen und Budgets von Partnern abhängig geblieben. „Wir haben nicht die finanzielle Stabilität und das langfristige Wachstum erreicht, die es gebraucht hätte“, so die beiden weiter. Getreu den eigenen Prinzipien stehe letztlich die mentale Gesundheit an erster Stelle. Man werde die Vision aber in anderen Formaten vorantreiben.

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