10.06.2015

Pay-per-read: Beim Online-Artikel-Kiosk „Blendle“ kann man Artikel zurückgeben

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© Blendle: Online Kiosk

Der digitale Zeitungs-Kiosk Blendle aus den Niederlanden launcht nun auch in Deutschland. Diese Woche startete der Online-Zeitungshändler in seine Beta-Phase. Das besondere am Kiosk ist, dass man nicht ganze Zeitungen oder Magazine kauft, sondern für die Artikel zahlt, die man tatsächlich lesen möchte. 37 Medien konnten zum Start gewonnen werden, unter anderem „Bild“, „Die Zeit“ und der „Spiegel“.

Das Startup wurde von Alexander Klöpping und Marten Blankesteijn im Jahr 2013 gegründet und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 300.000 Nutzer in den Niederlanden. Im Oktober investierten die New York Times und der Medienkonzern Axel Springer zusammen 3 Millionen Euro. Springer-CEO Mathias Döpfner zum Kauf: „Blendle hat das Potenzial, junge und internetaffine Nutzer anzuziehen“.

Wie funktioniert Blendle? User können in den Zeitungen blättern, lesbar sind aber nur die Überschriften. Möchten sie einen Beitrag lesen, müssen sie zahlen. Die Preisstruktur soll niedrig gehalten werden und Artikel sollen demnach nur wenige Cents kosten.

Interessant ist, was passiert, wenn man mit dem Artikel unzufrieden ist, denn man kann in diesem Fall sein Geld zurückfordern. Das kann den Verlagen natürlich Feedback zu einzelnen Artikeln (und Journalisten?) geben.

„Die allerbesten Artikel werden in Printzeitschriften und -zeitungen veröffentlicht, aber viele Leute haben kein Abonnement“, so Blendle-CEO Marten Blankesteijn (28). „Deshalb verpassen sie all diese tollen Storys. Mit Blendle haben Sie Zugang zu allen Zeitungen und Zeitschriften, ohne ein Abo oder eine ganze Ausgabe kaufen zu müssen. Sie bezahlen nur für die Artikel, die Ihnen gefallen – wenn Ihnen ein Artikel nicht gefällt, geben wir Ihnen Ihr Geld zurück.“

Einstweilen kann man Blendle nur in der Beta-Funktion ausprobieren, bis Ende Juli soll dann voll durchgestartet werden. Konkurrenz gibt es mit Pocketstory, das ebenfalls kürzlich gelauncht hat.

© Blendle: Online Kiosk

Quelle

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Bundeskanzler Stocker setzt sich für ein UNO-KI-Zentrum in Wien ein. (c) BKA/Florian Schrötter
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Nach der Wahl in den UNO-Sicherheitsrat strebt die Bundesregierung nach dem nächsten Coup. Österreich soll in Fragen der Künstlichen Intelligenz in Zukunft nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitgestalten. Das verkündete heute Bundeskanzler Christian Stocker. Der konkrete Vorschlag: Es soll ein internationales KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen in Wien entstehen. Der Vorschlag wurde von Staatssekretär Alexander Pröll beim virtuellen internationalen Spitzentreffen zur Kontrolle von Frontier-KI-Modellen eingebracht. Das Treffen hat auf Initiative der Regierungschefs Finnlands und Norwegens stattgefunden.

„Fürchten wir uns nicht vor Künstlicher Intelligenz, sondern geben wir ihr einen Rahmen, der den Menschen Ängste nimmt und Sicherheit gibt. Ein KI-Zentrum unter dem Dach der Vereinten Nationen kann dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI auszuloten, ihre Risiken zu verstehen und ihre Zukunft mitzugestalten“, sagt Stocker

Wien als „der richtige Standort“

Die Bundesregierung sieht Wien als idealen Standort an. Mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und der CTBTO-Vorbereitungskommission sei die Stadt bereits Sitz von Institutionen, die den verantwortungsvollen Umgang mit komplexen Technologien behandeln und langjährige Erfahrung mit multilateralen Verfahren und Standards haben.

„Kein Staat kann diese Herausforderungen allein bewältigen. Die Weichen für die globale KI-Governance werden jetzt gestellt, und Österreich will diesen Prozess aktiv mitgestalten“, betont Staatssekretär Alexander Pröll.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger ergänzt: „Österreich setzt sich konsequent für klare Grenzen und international verbindliche Regeln für KI-Waffen ein. Als einer der vier UNO-Amtssitze wäre Wien bestens als Standort für ein internationales KI-Zentrum geeignet.“

Treffen mit Hinton und Steinberger

Heute Abend trifft Stocker gemeinsam mit Staatssekretär Alexander Pröll den Physik-Nobelpreisträger Geoffrey Hinton und Peter Steinberger, der mit OpenClaw weltweite Bekanntheit erlangte. „Wir sprechen über unsere Initiative, über internationale Regeln für KI und darüber, wie Österreich bei dieser Zukunftstechnologie vorne mit dabei ist“, schreibt Stocker auf X. Hinton und Steinberger sind Gäste von TEDAI in der Wiener Hofburg.

Österreich im KI-Zeitalter

KI scheint im Bundeskanzleramt präsenter denn je zu sein, denn Pröll möchte zum Thema „Österreich im Zeitalter von KI“ am 19. November Stellung nehmen. Der Staatssekretär lädt zu einer Grundsatzrede in die Österreichische Nationalbibliothek ein, bei der er über eine der „größten Gestaltungsaufgaben unserer Zeit“ sprechen wird.

„Künstliche Intelligenz verändert, wie wir arbeiten, entscheiden, schaffen und denken. Was bedeutet das für uns Menschen und was bedeutet es für Österreich?“, heißt es in der Aussendung.

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