10.09.2025
KI-HR-STARTUP

Pactos: 2,7 Mio. Euro Investment für Startup mit Ö-Co-Founder

Das Münchner Startup Pactos hat sich mit seiner KI-gestützten Software auf das Management von Fremdpersonal spezialisiert. Nun schloss es eine Finanzierungsrunde unter dem Lead des deutschen High-Tech Gründerfonds ab.
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Die Pactos-Gründer (vl.) Antonio Zill und Philipp Eckert | © Pactos
Die Pactos-Gründer (vl.) Antonio Zill und Philipp Eckert | © Pactos

Mit nicht weniger als 230 Milliarden Euro beziffert das Münchner Startup Pactos den europäischen Markt für steuerbares Fremdpersonal. Überall arbeiten Unternehmen mit externen Arbeitskräften zusammen. Trotzdem erfolge deren Organisation oft noch „in einem Flickenteppich aus Excel-Tabellen und E-Mails – langsam und mit vermeidbaren rechtlichen Risiken“, meint man beim Startup. Viele Unternehmen würden sich in „rechtlichen Grauzonen“ bewegen.

Struktur, Transparenz und Rechtssicherheit für das Management externer Arbeitskräfte

Mit seiner KI-gestützten Plattform will Pactos Struktur, Transparenz und Rechtssicherheit in das Management externer Arbeitskräfte bringen. Verträge werden von der Software automatisiert geprüft, Einsätze in Echtzeit gesteuert und alle relevanten Daten rechtssicher und DSGVO-konform dokumentiert. Teams im Einkauf, HR, Recht und Finanzen sollen auf dieser Basis präzise Analysen erhalten. Die Lösung lasse sich dabei in bestehende IT-Systeme wie die Unternehmenssoftware zvoove integrieren, betont man beim Startup. Referenzkunden sind etwa Swissport, Knuth und Unique Personal, die damit laut Unternehmen bereits mehrere Tausend externe Arbeitskräfte steuern.

Österreicher Philipp Eckert als Pactos-Co-Founder

Und dabei soll es nicht bleiben. „Wir wollen ein echtes, europäisches Powerhouse für die Steuerung von Fremdpersonal aufbauen, das Unternehmen ermöglicht, schnell und effizient auf den Bedarf an externen Ressourcen zu reagieren“, sagt Co-Founder und CEO Antonio Zill. Er hat Pactos 2023 gemeinsam mit dem Österreicher Philipp Eckert gegründet. Aktuell ist das Unternehmen im gesamten DACH-Raum aktiv.

2,7 Millionen Euro für Pactos

Nun verkündete Pactos den Abschluss einer Finanzierungsrunde über 2,7 Millionen Euro. Den Lead übernahm dabei der deutsche High-Tech Gründerfonds (HTGF). Daneben investierten eine ganze Reihe von Business Angels, namentlich Sebastian Dettmers, CEO von StepStone, Jens Bender, Initiator des HR Angels Club, Alexander Schwörer, Inhaber der PERI-Gruppe, Robin Haak, Managing Partner von Robin Capital und Franzi Majer, Gründungspartnerin von Superangels.

Kapital für KI-Ausbau und Team

Mit dem frischen Kapital wolle man gezielt neue KI-Funktionalitäten ausbauen, das Entwicklerteam im deutschsprachigen Raum verstärken und zugleich das B2B-Wachstum weiter vorantreiben, heißt es vom Startup. „Dank der Finanzierung können wir unsere Software ganzheitlich verfeinern und unser Leistungsversprechen verbessert einlösen“, kommentiert Co-Founder Zill.

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v.l.: Matthias Nadrag (enixi), Uwe Kroiss (Umweltunternehmensberatung), Christoph Fischer (QMedia IT) © Uwe Kroiss

Die Umweltunternehmensberatung UUB GmbH bringt unter der Marke RegioStrom ein neues digitales Portal für den gewerblichen Stromhandel auf den Markt. Die Plattform soll es Industrie-, Gewerbebetrieben sowie Gemeinden ermöglichen, überschüssigen Photovoltaik-Strom direkt und zu selbst definierten Konditionen an Verbraucher:innen zu verkaufen.

Automatisierung im Hintergrund

Für die technische Umsetzung zeichnen laut einer Aussendung zwei Partnerunternehmen verantwortlich. Während QMedia IT für die Benutzeroberfläche zuständig ist, liefert das Kärntner Startup enixi die technologische Basis für die Datenverarbeitung. Laut Projektbeteiligten soll die monatliche Abrechnung über das System vollautomatisiert erfolgen.

„Daten sind der Schlüssel für eine moderne und nachhaltige Energiewirtschaft. Unsere Technologien ermöglichen es, Energieflüsse intelligent zu steuern und Angebot sowie Nachfrage optimal zusammenzubringen“, erklärt enixi-Gründer Matthias Nadrag. Das Ziel der Betreiber sei es, den Prozess so einfach wie eine Online-Vergleichsplattform zu gestalten, quasi das „Trivago der Energiewirtschaft“.

B2B-Ausbau nach Finanzierungsrunde

Für das Kärntner Startup enixi bedeutet die Partnerschaft einen strategischen Schritt beim Ausbau des B2B-Geschäfts. Das auf Energy-Sharing spezialisierte Startup hatte erst im April dieses Jahres ein sechsstelliges Investment von drei neuen Gesellschafter:innen vermeldet.

Die damalige Kapitalspritze, die bei einer mittleren siebenstelligen Bewertung investiert wurde, soll primär für die Skalierung und das Erreichen der Marktführerschaft in Österreich genutzt werden. Mit dem neuen Kooperationsprojekt kann das Startup seine automatisierte Abrechnungskompetenz nun im regionalen Stromhandel zwischen Unternehmen unter Beweis stellen.

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