04.02.2020

Wiener FinTech Own360 schafft starken Deutschland-Start

Seit Jänner 2020 bietet das ehemals als "Own Austria" gegrüdete FinTech Own360 seinen Fonds auch in Deutschland an. Dort werden bis Ende 2020 rund 25.000 neue Fondskunden angepeilt.
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Own360
(c) Own360

Investieren in den eigenen Alltag – das ist das Motto, unter dem der Fonds Own360 operiert. Das FinTech wurde zuvor unter dem Namen „Own Austria“ gegründet und firmiert nun unter der Dachmarke Own360 – aus guten Grund: Denn das internationale Branding dient als Basis für die Expansion ins Ausland.

+++Rebranding: Darum ändert „Own Austria“ seinen Namen+++

Im Jänner 2020 ist der Fonds auch in Deutschland gestartet, nun freut sich das Team über die ersten Erfolge: Denn nach nur zwei Wochen verzeichnet die App bereits 10.000 neue User. Somit werden in Deutschland bis Ende 2020 rund 25.000 neue Fondskunden angepeilt. In Österreich sind gesamt rund 25.000 Nutzer bei Own360 registriert. Anfang 2019 waren es noch 4.000 User, was einem Wachstum mit dem Faktor 6 entspricht.

Investieren in den eigenen Alltag

Der deutsche Fonds verfolgt dabei den gleichen Ansatz wie der österreichische: Ab einem Betrag von zehn Euro pro Monat investieren die Anleger in ihren Alltag – also in Produkte und Dienstleistungen, die in Österreich und Deutschland konsumiert werden. Die Anleger kaufen die Anteile dabei nicht über einen herkömmlichen Broker oder über eine Bank, sondern in der Own360-App. Der Fonds ist mit insgesamt 250 Unternehmen aus Branchen wie etwa Bauen, Energie, Finanz, IT, Mobilität oder Industrie breit gefächert.

Zudem haben sich die Gründer vorgenommen, einen eigenen Beitrag zur Finanzbildung der Österreicher zu leisten. Somit werden die User und Fondskunden in der App laufend über aktuelle wirtschaftliche Themen und die 250 Unternehmen, an deren Erfolg sie teilhaben, informiert. Bei einem Quiz mit Fragen rund um die Fonds-Unternehmen, Finanzbildung und Wirtschaftswissen können die Anleger außerdem weitere Fondanteile gewinnen.

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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