05.08.2020

Ottakringer: Wenn das Bierglas mit dir kommuniziert, ist nicht immer der Alkohol schuld

Die Ottakringer Brauerei setzt auf ein intelligentes Trinkglas: Ab sofort wird das Ottakringer Bier im Restaurant "Ludwig & Adele" in einem Rastal Smartglass serviert und dadurch mit dem Gast "in Echtzeit" kommuniziert.
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(c) Ottakringer Brauerei - ukas Bereuter und Mathias Kappaurer von Ludwig & Adele präsentieren das erste smarte Bierglas Österreichs.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis in Österreich das Bierglas seinen smarten Touch erhält. Hierzulande wurden 2019 dem Statistikportal Statista nach pro Kopf 103,2 Liter Bier konsumiert. Das beliebte Getränk wird nun von der Brauerei Ottakringer in einem „Rastal Smartglass“ im Restaurant „Ludwig & Adele“ serviert.

Ottakringer: Kommunikation mit Kunden in Echtzeit

Jedes smarte Trinkglas besitzt eine einmalige Identifikationsnummer und ist damit immer eindeutig identifizierbar. In Kombination mit entsprechenden Anwendungsszenarien kann eine direkte und gezielte Interaktion zwischen Konsument und Industrie oder auch der Gastronomie in Echtzeit erfolgen. Das „Rastal Smartglass“ wurde bereits mit dem „German Innovation Award“ in Gold ausgezeichnet, und erhielt zudem den Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2019.

„Großartige Biere, viel Kreativität und eine ordentliche Portion Lebensfreude sind die wichtigsten Zutaten unserer Brauerei. Daher sind wir natürlich auch immer offen für Neues. Auch möchten wir immer einen Mehrwert bieten. In diesem Fall, dass wir das Glas zu mehr machen, als nur zu einem Trinkgefäß. Über das ‚Rastal Smartglass‘ können wir mit dem Gast nun schon direkt beim Konsum kommunizieren. Und wenn ein Gast, in dem er aus dem smarten Bierglas trinkt, auch gleich Neues aus unserer Brauerei und über unsere Biere erfahren oder ein weiteres frisch gezapftes Ottakringer Bier gewinnen kann, dann ist diese Form der Kommunikation in ‚Echtzeit‘ nun ein wirkliches Asset. Es freut uns, mit ‚Ludwig & Adele‘ den idealen Gastropartner für dieses Projekt gefunden zu haben“, sagt Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei.

NFC-Chip spülmaschinenfest

Durch das Druckverfahren „Rastal Smartprint“ ist es auf Gläsern oder Porzellan möglich, einen NFC-Chip dauerhaft und spülmaschinenfest im Markenbild zu integrieren. Botschaften und Informationen können so vermittelt werden. Hält der Gast im Restaurant „Ludwig & Adele“ etwa sein Smartphone an das smarte Bierglas mit Ottakringer Markenlogo und integriertem Transponder, startet ein Gewinnspiel oder es werden Infos über die Ottakringer Brauerei und ihre Biere eingespielt.

„Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es umso wichtiger, aktiv und auch kreativ zu bleiben – das heißt auch Innovationen voranzutreiben. Wir freuen uns sehr, hier in Österreich der erste Gastronomiebetrieb zu sein, der über dieses Glassystem verfügt. Nur als Team besteht man schwierige Zeiten – mit der Ottakringer Brauerei und Rastal sind wir hier bestens aufgestellt und freuen uns auf erfolgreiche Zeiten.“

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Prewave
Harald Nitschinger, Gründer von Prewave | (c) Prewave

Es nennt sich Quantified Resilience und soll zeigen, was Lieferkettenrisiken tatsächlich kosten. Das neue Portfolio des Wiener Startups adressiert die Risikolandschaft für globale Lieferketten, die sich seit Covid, der Chipknappheit sowie dem Krieg im Iran und in Russland verändert hat. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und auf mehr Transparenz gesetzt, mehr Lieferanten überwacht und mehr Signale und Warnmeldungen verfolgt. Doch Einkaufsteams wollen nicht mehr Informationen, meint Co-Founder und seit Jänner alleiniger CEO Harald Nitschinger. „Sie wollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, sagt er und bezieht sich auf eine Gartner-Studie aus 2026 mit dem Titel: „Market Overview for Supplier Risk Management Solutions.“ Teams, die ihre Zeit damit verbringen, schwer fassbare Risiken bei Sub-Tier-Lieferanten zu recherchieren und zu bewerten, hätten kaum Kapazitäten, um langfristige Resilienz aufzubauen.

Prewave: KI-Agenten übernehmen Recherche

Hier soll Quantified Resilience helfen, die globalen Risikodaten von Prewave mit den eigenen Daten eines Unternehmens zu verbinden, darunter Stücklisten, Lagerbestände, alternative Bezugsquellen und Umsatzzahlen. Spezialisierte KI-Agenten würden dann die Recherche übernehmen, Risiken priorisieren und deren mögliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen bewerten.

Ein Bestandteil des neuen KI-Portfolios heißt Prewave Respond und beinhaltet KI-Agenten, die Signale aus der gesamten Plattform bündeln und Risikosituationen danach ordnen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Risikomanager würden so auf einen Blick sehen, welche Situationen jetzt Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Die Agenten lassen sich an die eigenen Prozesse und Prioritäten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Plattform zeigt Betroffenheit

„Die Bewertung einer Störung hat unser Risikoteam früher einen halben Tag gekostet, plus Abstimmung mit den Konzerneinkäufern, um die Auswirkungen auf die Lieferanten zu verifizieren“, erklärt Verena Rausch, Group Risk Manager bei der Vaillant Group, wie Prewave den Aufwand bei der Bewertung einzelner Störungen reduziert. „Beim Erdbeben von Kumamoto hat Prewave rund 50 aufgezeigte Lieferanten auf 11 eingegrenzt, die geprüft werden mussten, und einen unmittelbaren Produktionsstopp aufgezeigt. Das verkürzt den Zeitaufwand für jede Bewertung.“

Der Schlüssel zu dieser Priorisierung liege darin zu verstehen, was eine Störung für das Geschäft bedeutet. Die Prewave-Plattform kombiniert Informationen zu globalen Ereignissen, Lieferantenstandorten, Tier-n-Beziehungen und Rohstoffabhängigkeiten mit den eigenen Lieferketten- und ERP-Daten des Unternehmens. Sie zeige so, welche Lieferanten, Materialien oder Produkte tatsächlich betroffen sind.

Für Nitschinger ist Quantified Resilience der nächste Schritt im Umgang mit zunehmend komplexen Lieferkettenrisiken: „Unseren Kunden fehlt es nicht an Informationen. Im Gegenteil, sie werden mit Warnmeldungen, Ratings und Lieferanten-Updates überflutet. Wir geben ihnen jetzt Werkzeuge an die Hand, die diese Signale in eine konkrete Entscheidungsgrundlage verwandeln: Was verdient meine Aufmerksamkeit? Wo bin ich tatsächlich exponiert? Was steht finanziell auf dem Spiel? Und wo sollten wir Resilienz aufbauen, um die größte Wirkung zu erzielen? Quantified Resilience macht diese Zusammenhänge messbar und damit steuerbar.“

Resilienz von Kostenfaktor soll zur Investitionsentscheidung werden

Über die Priorisierung hinaus berechnet Prewave die finanziellen Auswirkungen einer Störung anhand von Daten wie Lagerbeständen, Stücklisten und Umsatz, heißt es. Damit soll die Resilienz von einem Kostenfaktor zu einer Investitionsentscheidung werden. Unternehmen könnten Ausgaben dorthin lenken, wo sie am meisten bewirken, und sie gegenüber Geschäftsführung und Vorstand mit belastbaren Zahlen untermauern.

Künftig will Prewave diesen Ansatz nutzen, um die Lieferketten seiner Kunden ganzheitlich und proaktiv zu optimieren. Prewave Optimise, ein weiteres Tool aus der „Quantified Resilience“-Strategie, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, soll zeigen, wo Absicherungen über das notwendige Maß hinausgehen und wo gefährliche Lücken bestehen. Ziel ist ein Lieferantennetzwerk, das Kosten und Resilienz entsprechend der individuellen Risikobereitschaft eines Unternehmens ausbalanciert.

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AI Summaries

Ottakringer: Wenn das Bierglas mit dir kommuniziert, ist nicht immer der Alkohol schuld

  • Es war nur eine Frage der Zeit, bis in Österreich das Bierglas seinen smarten Touch erhält.
  • Das beliebte Getränk wird nun von der Brauerei Ottakringer in einem „Rastal Smartglass“ im Restaurant „Ludwig & Adele“ serviert.
  • Über das ‚Rastal Smartglass‘ können wir mit dem Gast nun schon direkt beim Konsum kommunizieren.
  • Hält der Gast im Restaurant „Ludwig & Adele“ sein Smartphone an das smarte Bierglas mit Ottakringer Markenlogo und integriertem Transponder, startet ein Gewinnspiel oder es werden Infos über die Ottakringer Brauerei und ihre Biere eingespielt.

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