09.04.2021

Klimaneutral gebraut: Ottakringer Brauerei kooperiert mit mindful mission

Im Rahmen ihres Engagements für den Klimaschutz setzt die Ottakringer Brauerei zukünftig auf die Unterstützung des Wiener Klima Startups mindful mission.
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Ottakringer braut klimaneutral
Dank der Zusammenarbeit mit mindful mission braut die Ottakringer Brauerei nun klimaneutral. (c) Ottakringer Brauerei

Weil heutzutage kaum ein Unternehmen mehr am Schutz der Umwelt vorbeikommt, rücken darauf ausgerichtete Maßnahmen immer stärker in den Fokus. Die Ottakringer Brauerei arbeitet deswegen mit dem Wiener Klima Startup mindful mission zusammen und gestaltet ihren Brauvorgang künftig klimaneutral. Konkret bedeutet das, dass der Einsatz von Gas und Strom mit Hilfe von Wärmerückgewinnung und Prozessoptimierung auf ein Minimum reduziert und nicht vermeidbare CO₂-Emissionen durch die Unterstützung nachhaltiger Klimaprojekte kompensiert werden.

Siegel macht Unterstützung deutlich

Basis für die Berechnung der finanziellen Beiträge ist der CO₂-Fußabdruck und die sich daraus ergebenden Emissionen, die von mindful mission erhoben werden. Ottakringer unterstützt drei von den United Nations zertifizierte Klimaschutzprojekte in Österreich (u.a. ein Kleinwasserkraftwerk  zur Versorgung der Gollinghütte in Schladming), Indien (ein Windenergieprojekt) und Kamerun (energieeffiziente Kochtaschen für Familien, um Brennholz zu sparen). mindful mission-Gründer Christoph Rebernig erklärt: „Als BierliebhaberInnen und nun auch als Klimaschutzpartner von Ottakringer freuen wir uns sehr, dass sich die Ottakringer Brauerei dazu entschieden hat, ihre  Produktion klimaneutral zu stellen. Durch konsequente Reduktion der CO₂-Emissionen im Produktions- und  Abfüllprozess und durch Kompensation der unvermeidbaren Emissionen braut die Brauerei nun  klimaneutral.“ Nach außen deutlich gemacht wird das Engagement mit dem mindful mission-Siegel, das zunächst auf den Produkten Helles, Pils und Zwickl in der nachhaltigen, braunen Mehrwegflasche Platz findet. Alle anderen Sorten sowie die Einweg-Glas-Gebinde folgen nach und nach.

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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