31.08.2021

Osmans Töchter: Türkische Hausfrauen erfinden Istanbuler Küche neu

Wenn man die traditionelle Küche Istanbuls neu interpretiert, schafft man neue Kultur. So die Philosophie von Arzu Bulut, der Gründerin von Osmans Töchter.
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Osmans Töchter, Höhle der Löwen, Die Höhle der Löwen
(c) Osmans Töchter/FB - Die Gründerinnen von Osmans Töchter mit neuem Koch-Konzept.

Arzu Bulut wuchs in einer traditionellen Familie auf und entschied im Alter von 25 Jahren einen anderen Lebensweg zu beschreiten: „Ich erfüllte mir alles, wovon ich geträumt hatte“, sagt sie. „Ich fing an zu studieren, absolvierte ein Auslandssemester in England und Hongkong und reiste um die Welt.” Ihre Liebe zum Essen brachte sie schließlich nach Istanbul. „Dort entdeckte ich die Vielfalt der türkischen Küche, die mir bis dato so nicht klar war.“ Ohne Gastroerfahrung verwirklichte sie sich ihren Traum und eröffnete 2012 mit ihrer Geschäftspartnerin Yudum Korkut und Constanza Hörrmann das erste Restaurant namens Osmans Töchter.

Osmans Töchter als ständige Veränderung

Mittlerweile gibt es zwei Restaurants in Berlin. Die Besonderheit bei Osmans Töchter: Türkische Hausfrauen, die in ihren Berliner Restaurantküchen arbeiten, treffen auf die kreativen Ideen von jungen Köchen und Köchinnen aus Istanbul, so die Idee. Durch diese Zusammenarbeit werden bei Bulut traditionelle Rezepte gemeinsam neu interpretiert. „Traditionelle Speisen der anatolischen Kochkunst vereinen sich mit Rezepten aus dem Mittelmeerraum und werden unter dem Einfluss von internationalen Strömungen zu einer Kultur. Die ständige Veränderung ist Teil von Osmans Töchter“, so die drei Founderinnen.

Onlineshop

Neben den Restaurants startete das Trio auch einen Onlineshop. „Wir wollten auch die Gäste kulinarisch verwöhnen, die keinen Tisch mehr bei uns bekommen haben. Mitten in unserer Planung kam dann die Pandemie und wir mussten die Restaurants schließen. So hatten wir noch mehr Gründe, unsere Speisen auch für daheim anzubieten“, erklärt Hörmann. Das Sortiment umfasst 25 Meze-Variationen (Tapas), die täglich frisch produziert und online bestellt werden können.

Wer mehr über die drei Tapas-Damen erfahren will, hat Montag Abend in der Höhle der Löwen Gelegenheit dazu: Weiters mit dabei: Classplash, Asalea und Laufmaus.

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Bundesminister Peter Hanke und FFG-Geschäftsführerin Karin Tausz beim Pressegespräch © Tobias Gärtner

„Wir merken explosionsartige Entwicklungen“, sagte Innovationsminister Peter Hanke heute beim Pressegespräch mit FFG-Geschäftsführerin Karin Tausz zum österreichischen Weltraumsektor. Die beiden präsentierten eine erste Zwischenbilanz, 5 Monate nach der Erhöhung des österreichischen ESA-Beitrags und kündigten ein neues Investor-Forum für Raumfahrt-Startups an.

Rückfluss statt bloßem Beitrag

Seit dem ESA-Ministerrat in Bremen im November 2025 zahlt Österreich 340 Millionen Euro in die Europäische Weltraumorganisation ein: 80 Millionen oder 30 Prozent mehr als in der Vorperiode. Bereits in den ersten Monaten der Laufzeit 2026–2028 sind 74 Millionen Euro als Aufträge an österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zurückgeflossen, davon „rund 51 bis 52 Millionen direkt an Unternehmen“, so Tausz. Die gesamte ESA-Zeichnung beim Ministerrat 2025 betrug 22,3 Milliarden Euro, das höchste Volumen in der Geschichte der Organisation.

200 Unternehmen mit klarem Wachstumspfad

Rund 200 Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind laut offiziellen Zahlen derzeit im österreichischen Weltraumsektor aktiv und erzielten 2022 Gesamteinnahmen von 209 Millionen Euro. Der europäische Markt für sichere Satellitenkommunikation soll laut EUSPA-Marktbericht 2026 von 200 Millionen Euro (2025) auf 1,2 Milliarden Euro bis 2040 wachsen. Der Sektor ist außerdem als eines von neun Stärkefeldern in der Industriestrategie 2035 verankert.

Privatkapital für Space-Tech

Öffentliche Mittel allein reichen dem Ministerium zufolge nicht aus, um das Wachstumspotenzial des Sektors auszuschöpfen. Deshalb wird am 29. und 30. Oktober 2026 in München ein trilaterales ESA-DACH-Forum ins Leben gerufen, organisiert von FFG, der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR sowie dem Swiss Space Office.

Ziel ist ein kuratiertes Matching zwischen rund 60 ausgewählten Raumfahrt-Unternehmen und rund 120 Investor:innen, um gezielt privates Kapital in den Sektor zu lenken. „Es soll ganz klar sein für die Investoren, die kommen: Hier wird über Weltraum gesprochen“, so Tausz. Das Format soll danach jährlich rotieren.

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