11.09.2025
WALDBRANDBEKÄMPFUNG

OroraTech: Anti-Waldbrand-Startup gewinnt US-Behörde in Idaho als Kunden

Das Anti-Waldbrand-Startup OroraTech geht eine Partnerschaft mit dem US-Bundesstaat Idaho ein und integriert dort seine Anti-Waldbrand-Technologie.
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Der Kärntner Co-Founder Thomas Grübler ist CEO des US-Standortes von OroraTech. (c) OroraTech
Der Kärntner Co-Founder Thomas Grübler ist CEO des US-Standortes von OroraTech. (c) OroraTech

Idaho, der Bundesstaat im Nordwesten der USA, ist berühmt für seine eindrucksvolle Natur: Gebirge und dichte Wälder prägen das Landschaftsbild. Doch gerade das birgt auch Risiken: Immer wieder breiten sich Waldbrände unbemerkt aus und erschweren die Arbeit der Einsatzkräfte.

Genau hier kommt wieder einmal OroraTech ins Spiel. Das 2018 gegründete Münchner Anti-Waldbrand-Startup rund um die beiden Österreicher Thomas Grübler (Co-Founder und CEO der kürzlich gestarteten US-Tochter) und Martin Langer (CEO und CTO) hat sich auf satellitengestützte Waldbrandfrüherkennung spezialisiert. Seine Technologie kommt bereits in Brasilien, Kanada, Australien und mehreren US-Bundesstaaten zum Einsatz.

Erster US-Bundesstaat mit Waldbranderkennungs-Technologie

Im April dieses Jahres übernahm der Kärntner Thomas Grübler die Rolle des CEO der frisch gestarteten US-Tochter von OroraTech (brutkasten berichtete). Von dort aus soll die Zusammenarbeit mit Notfalldiensten, Versorgungsunternehmen und staatlichen Institutionen intensiviert werden. Nun bringt das Startup seine Technologie in den US-Bundesstaat Idaho und geht eine Partnerschaft mit dem dortigen Department of Lands ein. Der Bundesstaat soll damit als erster in den USA flächendeckend auf Satellitenüberwachung zur Waldbrandfrüherkennung setzen.

„Durch die Partnerschaft mit dem Idaho Department of Lands stellen wir sicher, dass Feuerwehrleute im gesamten Bundesstaat Zugang zu den modernsten verfügbaren Informationen zu Waldbränden haben“, sagt Grübler. „Mit der Fähigkeit, Waldbrände in der Größe eines Kleinwagens zu erkennen, verschaffen wir den Ersthelfern in Idaho alle möglichen Vorteile beim Schutz von Leben, Eigentum und dem Land, das diesen großartigen Staat ausmacht.“

Schutz vor Waldbränden

Kern der Lösung ist eine Kombination aus öffentlichen und proprietären Satelliten, die mit hochsensibler Wärmebildtechnik arbeiten (brutkasten berichtete). Sie sollen Hitzeanomalien nahezu in Echtzeit erkennen. Sobald ein Brand von der Technologie erkannt wird, werden Einsatzzentralen innerhalb weniger Minuten mit Daten zu Brandort, Intensität und prognostizierter Ausbreitung versorgt. Für Feuerwehr und Katastrophenschutz bedeutet das: mehr Zeit für gezielte Entscheidungen in kritischen Situationen.

Mit der Integration der Technologie in Idaho sollen künftig sowohl entlegene Wildnisregionen als auch dicht besiedelte Gebiete profitieren. Ziel ist es, Landschaften, Gemeinden und die lokale Wirtschaft besser vor den immer häufiger auftretenden Waldbränden zu schützen.

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© WeAreDevelopers

Bereits im Juli 2025 kündigte das WeAreDevelopers-Team, rund um Sead Ahmetović, Benjamin Ruschin und Thomas Pamminger ihre US-Premiere 2026 an. Nun hat das 2017 in Wien gegründete Unternehmen den Sprung über den Atlantik umgesetzt. Nach Event-Stationen in Österreich und Deutschland hielt das Wiener Startup, das eine globale Entwickler-Plattform betreibt, vom 23. bis 25. September 2026 seinen ersten World Congress im Silicon Valley ab.

KI im Produktivbetrieb

In Partnerschaft mit dem US-Softwareanbieter Docker versammelte die Veranstaltung mehr als 10.000 Developer, AI Builder und Führungskräfte im San José Convention Center. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI-gestützte Software den Schritt vom Prototyp in den Produktivbetrieb schafft.

„Zwei Jahre voller Demos und Pilotprojekte haben gezeigt, was möglich ist. Jetzt geht es darum, KI erfolgreich in die Systeme zu integrieren, auf die sich Unternehmen täglich verlassen. Das ist die eigentliche Aufgabe für die Branche“, sagt Sead Ahmetović, CEO und Co-Founder von WeAreDevelopers. „Genau deshalb bringen wir alle an einen Tisch.“

Docker-Präsident Mark Cavage stellte auf der Main Stage unter anderem die neuen Docker Cloud Sandboxes für die isolierte Ausführung von KI-Agenten vor. Zu den Speakern zählten Thomas Dohmke (Entire, ex-GitHub), Amjad Masad (Replit) sowie DOOM-Miterfinder John Romero.

Nächster Halt Indien

Mit dem Debüt in Nordamerika treibt das Unternehmen seine internationale Expansion voran. Den Jahresabschluss soll die WeAreDevelopers Conference India am 25. und 26. November in Bengaluru bilden.

„Softwareentwicklung mit KI braucht einen globalen Dialog. Und der muss auf technischer Ebene stattfinden: zwischen den Menschen, die die eigentliche Arbeit machen, und den Führungskräften, die über die Zukunft ihrer Unternehmen entscheiden“, betont Executive Chairman und Co-Founder Benjamin Ruschin zum Ausbau der internationalen Präsenz.

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