17.02.2022

Orea-Gründer Alexander Penkner: „Felix Ohswald wird einsteigen“

Dem Deal bei "2 Minuten 2 Millionen" scheint tatsächlich ein Einstieg des Unicorn-Gründers bei orea zu folgen - aktuell wird allerdings noch verhandelt.
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(c) orea - Das Ores-Founder-Team könnte bald prominente Unterstützung erhalten.

Das Startup orea, das Mieten und Vermieten digitalisiert, konnte bei „2 Minuten 2 Millionen“ Neu-Investor und GoStudent-Gründer Felix Ohswald von seiner Idee begeistern. Der exakte Deal vor laufender Kamera lautete 200.000 Euro für zehn Prozent Beteiligung. Allerdings ist die Tinte noch nicht trocken und genaue Details werden noch ausverhandelt. Eines scheint allerdings schon, wenn auch nicht offiziell, festzustehen.

„Die Due Dilligence hat länger gedauert“, erklärt Co-Founder Alexander Penkner, „weil Felix mit anderen Akquisitionen und Anderem beschäftigt war. Aber er wird einsteigen. Wir hoffen auf einen Abschluss der Verhandlungen in den kommenden Wochen.“ Informationen, zu welcher Bewertung oder mit welcher Beteiligung der Unicorn-Gründer ins Team stoßen könnte, gibt der Founder nicht preis.

Orea: Mitten im Lockdown gegründet

Die Idee zu orea kam ihm, seinem Bruder Manuel und Lukas Weitz aufgrund von bisherigen Erfahrungen in diesem Segment und einer stereotypen Annahme über Makler, dass es mühsam sei, sie zu kontaktieren, sie unflexible Termine verteilen würden und nur mit Glück, Fragen zur Wohnung beantworten könnten. Es war der April 2020 und Corona hatte kurz davor zugeschlagen.

„Als wir orea launchten kämpfte Österreich mit dem ersten Lockdown: Wien und Linz waren Geisterstädte, einer unserer Founder auf einer spanischen Insel gestrandet und so ziemlich alle anderen Immobilienvermittler hatten den Betrieb vollkommen eingestellt“, erinnert sich Penkner. „Wir wussten: jetzt oder nie. Meine Co-Founder waren in der Immobilienbranche (Anm.: Leamont Baker) tätig, täglich mit der Vermietung von Wohnungen konfrontiert und stellten dabei relativ schnell fest: Die Immobilienbranche hat massiven Lifting-Bedarf für das 21. Jahrhundert.“

Und so funktioniert orea: Online-Termin buchen, zur Wohnung fahren und spontan alleine besichtigen – das Smartphone wird dabei zum Schlüssel.

Per App in die Wohnung

„Unsere orea Mobile-App führt Interessenten Schritt für Schritt durch die Besichtigung, ermöglicht den Zugang zur Wohnung (smart Lock) und liefert auch allerhand Wissenswertes zur gerade besichtigten Unterkunft. Hat eine Wohnung gefallen, so kann diese ganz einfach und bequem online angemietet werden – Vertragsunterzeichnung inklusive“, erklärt Penkner.

Vermieter hingegen bezahlen eine monatliche Flatrate und bekommen dafür ein Paket aus Online-Anzeige inklusive Bildmaterial, Interessenten- und Mieterbetreuung über eine App, sowie auch Reparaturmanagement und Rechtsberatung.

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Synfia.ai Gründer René Mähr und Simon Rutar sitzen auf einer Couch und lachen in die Kamera.
Synfia.ai Gründer-Duo René Mähr und Simon Rutar (c) Cecilia Capri

Daten und Wissen bilden in Unternehmen die Entscheidungsgrundlagen für Transformationen. Dabei scheitern eben diese Transformationen laut Synfia Labs gerade auf der menschlichen Ebene. Viel Wissen bleibe ungenutzt, weil es in den Erfahrungen, Beobachtungen und Einschätzungen der Mitarbeiter:innen stecke. Dem möchte das Wiener Technologieunternehmen mit seiner neu entwickelten „Transformation Intelligence“ entgegenwirken.

Wie brutkasten bereits berichtete, führt eine Künstliche Intelligenz von Synfia Labs Gespräche mit Mitarbeitenden und anderen beteiligten Personen, fragt individuell nach und analysiert. Dadurch soll authentisch sichtbar werden, wie Veränderungen erlebt werden, wo  Unsicherheiten oder Widerstände entstehen und welche Ursachen dahinterliegen. Laut Synfia Labs entscheide sich der Erfolg einer Transformation nicht allein im Projektplan, sondern darin, ob Menschen die Veränderung verstehen, mittragen und im Arbeitsalltag umsetzen.

Der Vorteil gegenüber einem Fragebogen

Fragebögen seien durch die vorgegebenen Fragen und Antwortmöglichkeiten begrenzt. Das Gegenteil sind persönliche Interviews, die jedoch in großen Organisationen nicht möglich sind. Laut Synfia Labs verbinde ihre KI beides, nämlich „die Tiefe eines Gesprächs mit der Skalierbarkeit digitaler Datenerhebung und KI-gestützter Analyse“.

„Viele Transformationen werden mit sehr guten Daten gesteuert und trotzdem mit unvollständigem Verständnis. Das Management weiß, ob ein Meilenstein erreicht wurde, aber oft nicht, warum eine Maßnahme in einem Bereich funktioniert und in einem anderen nicht. Genau dieses Wissen machen wir für Entscheidungen zugänglich“, sagt Gründer René Mähr.

Der Ablauf der Datenerhebung

Das Gespräch mit der KI läuft ähnlich ab wie bei einem persönlichen Interview. Sie stellt individuelle Folgefragen und geht auf relevante Themen ein. Anschließend werden u.a. die Gespräche analysiert, Muster identifiziert und die Ergebnisse aufbereitet.

Entscheidend ist, dass qualitative Gespräche heute in einer Größenordnung geführt und ausgewertet werden können, die bisher wirtschaftlich kaum möglich war. So wird das Wissen hunderter oder tausender Menschen zu einer nutzbaren Entscheidungsgrundlage“, erklärt Mitgründer Simon Rutar. Die Gespräche können mündlich oder schriftlich in über 70 Sprachen geführt werden. Dabei sei es möglich, neben Mitarbeiter:innen auch Kund:innen, Partner, Lieferanten etc. zu befragen.

Vom Lagebild bis zu Veränderungsprogrammen

Der Einsatzbereich von „Transformation Intelligence“ ist dabei breit gefächert. Die KI kann zu Beginn einer Transformation ein Lagebild erstellen oder Veränderungsprogramme über mehrere Monate begleiten. Dabei kann gezeigt werden, wie sich Wahrnehmungen verändern, ob Maßnahmen wirken und wo neue Herausforderungen entstehen. So werde z.B. sichtbar, dass ein System technisch erfolgreich eingeführt wurde, die Mitarbeitenden aber die neuen Prozesse nicht verstehen. Laut Synfia Labs soll ihre KI „nicht mehr Feedback erzeugen. Sie soll bessere Entscheidungen ermöglichen“.

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