18.06.2025
FÖRDERUNG

Optimind: KI-Startup holt sechsstellige Förderung für automatisierte Landingpage-Optimierung

Das Seewalchener Startup Optimind verspricht mit seiner vollautonomen A/B-Test-Software Conversion-Steigerungen von über 30 Prozent. Die FFG unterstützt es dabei mit einer sechsstelliger Förderung.
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Peter Jedinger, CTO Optimind, Johannes Fladenhofer, CEO Optimind Foto: Optimind GmbH
Peter Jedinger, CTO Optimind, Johannes Fladenhofer, CEO Optimind Foto: Optimind GmbH

Das 2024 gegründete Startup aus Seewalchen verspricht mit seiner neuen Softwarelösung ein KI-System, das selbstständig Webseiten analysiert, testet und optimiert. Laut eigenen Angaben soll das die weltweit erste Plattform für vollautomatisierte Landingpage-Optimierung sein, so heißt es in einer Presseaussendung. Man wolle damit den Sektor digitales Marketing neu definieren.

„Bisher mussten Unternehmen Monate investieren, um ihre Landingpages zu optimieren – von der manuellen Analyse über die Erstellung von Testvarianten bis hin zur Auswertung der Ergebnisse“, erklärt Peter Jedinger, Mitgründer und CTO von Optimind. „Unsere KI erledigt diesen kompletten Zyklus vollautomatisch und erreicht dabei Optimierungsraten, die manuell kaum möglich wären“. Die Technologie wertet nicht nur Daten, sondern auch die Zielgruppe, den Markenauftritt und den Unternehmenskontext aus.

Einfache Integration

Ein JavaScript-Snippet würde ausreichen, um die Optimind-KI mit bestehenden Page-Buildern und CMS-Systemen zu verbinden, heißt es. Unternehmen müssten nicht erst aufwendige Umstellungen vornehmen oder gar neue Tools erlernen. „Wir haben bewusst auf eine unkomplizierte Lösung gesetzt“, betont Johannes Fladenhofer, CEO und Mitgründer von Optimind. Binnen weniger Minuten könnten Unternehmen starten und schon nach kurzer Zeit messbare Verbesserungen ihrer Conversion-Raten erwarten, so lautet das Versprechen. Laut dem Unternehmen zeigen die Tests Steigerungen von rund 30 Prozent.

Als europäisches Unternehmen sei eine DSGVO-konforme Struktur besonders wichtig und erlaube den Unternehmen bei Bedarf die manuelle Kontrolle über alle automatisierte Änderungen.

Sechsstellige Förderung von FFG

Laut Fladenhofer wachse der Markt für Conversion-Optimierung jährlich um über 15 Prozent – und erreicht damit bereits jetzt weltweit ein Volumen von mehreren Milliarden Euro. Mit der Lösung von Optimind könne man laut dem Unternehmen vergleichbare Ergebnisse um einen Bruchteil der Kosten liefern.

Für die innovative Entwicklung wurde das Startup jetzt mit einer sechsstelligen Forschungsförderung der FFG belohnt. Im Moment ist die Software erst für deutschsprachige Webseiten verfügbar – eine schrittweise Internationalisierung ist aber bereits in Planung. Man wolle sich als führender Anbieter für automatisierte Conversion-Opimierung in Europa positionieren.

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Pulse
© Knightify/Canva - Amirali Khoshneviszadeh, Founder | Knightify FlexCo.

„Wie geht’s?“. „Gut“ – Das ist die Konversation zwischen zwei Individuen, die wohl am häufigsten im deutschsprachigen Raum geführt wird, oftmals in einer Beziehung. Es handelt sich dabei nicht bloß um eine Reflex-Antwort oder Verheimlichung des wahren Zustandes, sondern dem Wiener Software-Studio Knightify FlexCo zufolge, manchmal einfach um Unwissen, was mit einem los ist.

Pulse: Health-Daten als Hinweisgeber für Partner:in

„Der Tag war lang, der Schlaf war schlecht, der Kopf ist voll, die eigene Belastbarkeit ist niedriger als sonst. Man ist vielleicht nicht krank und braucht auch keine medizinische Diagnose. Man ist einfach erschöpft“, beschreibt Amirali Khoshneviszadeh, Gründer von Knightify, die unsichtbare Seite von Beziehungen. Und möchte mit „Pulse“ hier ansetzen.

Mit dieser App werden laut Unternehmen Daten aus Apple Watch und Apple Health herangezogen, um Hinweise für Partner:innen zu formulieren. Statt konkrete Messwerte wie Herzfrequenz, Schlafdauer oder HRV weiterzugeben, soll Pulse daraus einen allgemein gehaltenen Hinweis ableiten – etwa, dass ein ruhiger Abend sinnvoll sein könnte. Die App soll dabei weder Diagnosen stellen noch den Gesundheitszustand eines Nutzers oder einer Nutzerin bewerten.

„Wir wollten nicht noch ein Dashboard bauen, das Menschen dazu bringt, sich selbst ständig zu analysieren“, sagt Khoshneviszadeh. „Wir wollten herausfinden, ob Technologie manchmal auch etwas viel Einfacheres tun kann: einem Menschen helfen, den anderen besser zu verstehen, ohne dass dieser alles erklären muss.“

Datenschutz

Ein Schwerpunkt liegt laut dem Founder auf dem Datenschutz. Die Rohdaten würden auf dem iPhone verarbeitet und nicht an die Server des Unternehmens übertragen. Auch Partner:innen erhalten demnach keine konkreten biometrischen Werte. Geteilt werden können stattdessen die daraus generierten sogenannten Wellness-Cues.

Das Teilen einzelner Signale soll zudem freigegeben werden können und sich jederzeit pausieren lassen. Zusätzlich bietet Pulse Funktionen wie einen privaten, Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chat, gemeinsame Erinnerungen, Fragen des Tages und Möglichkeiten, um um Nähe oder ein Gespräch zu bitten. Zyklusdaten können freiwillig aktiviert werden; sie bleiben standardmäßig privat und werden nicht automatisch mit dem Partner geteilt, heißt es.

„Wenn Technologie in die intimsten Bereiche eines Menschen kommt, muss sie nicht nur mehr können. Sie muss auch wissen, was sie nicht tun sollte“, sagt Khoshneviszadeh hierzu.

Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App

Der Gründer bezeichnet Pulse als Kombination aus Wearable-, Wellness- und Couples-App und arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an der Weiterentwicklung des Produkts. Dafür sammle das Unternehmen Feedback von Paaren, um herauszufinden, welche Informationen im Beziehungsalltag tatsächlich hilfreich sind.

Langfristig spricht Knightify von „Relationship Intelligence“ – gemeint ist ein persönlicher Kontext, der das gegenseitige Verständnis unterstützen soll, ohne die Beziehung selbst zu bewerten. Pulse wurde in Wien entwickelt und ist laut Pressemitteilung derzeit kostenlos für iPhone und Apple Watch verfügbar; die Apple Watch ist optional.

„Wir glauben, dass die interessanteste Information in einer Beziehung nicht unbedingt lautet, wie jemand heute geschlafen hat“, sagt Khoshneviszadeh abschließend. „Interessanter ist vielleicht, was diese Information für genau diese zwei Menschen bedeutet.“

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