Open Data-Initiative: Wiener Öffi Daten gibt es nun für Google Maps
Über eine Milliarde Menschen benutzt Google Maps, den Kartendienst des US-Suchmaschinen-Giganten. Neben der Routennavigation für Fußgänger, Fahrzeughalter oder Fahrradfahrer, gibt es in vielen Städte die Möglichkeit, sich die geeignete Route mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzeigen zu lassen- in Wien war dies allerdings nicht möglich. Bis jetzt.
Die Karte von Google ist eine jener Anwendungen, die von Millionen Usern täglich verwendet wird. Ob in der eigenen Stadt oder in fremden Ländern, Google Maps ist für viele Menschen aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Karte navigiert Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer bis zum Zielort. In vielen Städten bietet sie auch Routen des öffentlichen Nahverkehrs. Wien fehlte bisher auf der Liste der verfügbaren Hauptstädte.
Google Maps Öffi-Routen nun auch für Wien
Google traf keine Schuld an den fehlenden Öffi-Routen. Denn die Stadt Wien stellte die Daten jahrelang nicht im richtigen Format zur Verfügung. Daher konnte man zwar Daten der S-Bahn und Regionalzüge abrufen, die Navigation mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahn, Straßenbahn oder Bus blieb Usern allerdings verwehrt. Dies stieß auch bei Touristen auf Unverständnis.
Nun aber scheint sich die Stadt Wien bzw. die Wiener Linien doch dazu bereit erklärt haben, die Daten im vom Google akzeptierten Format zu publizieren. Denn seit wenigen Stunden können sich Google Maps-User in Wien geeignete Öffi-Routen anzeigen lassen.
Neue App der Wiener Linien
Die Wiener Linien haben zuletzt auch eine neue App gelauncht. „WienMobil“ zeigt Usern die schnellste oder geeignetste Route per „Öffi“ an. Citybike-Standorte werden zusammen mit car2go und DriveNow-Stationen ebenfalls angezeigt. Interessant: Man kann zwar ein Taxi bestellen, die Möglichkeit, ein Uber zu rufen, gibt es allerdings nicht.
Nach Braintribe: Stefan Ebner präsentiert KI-Startup Tribe.One
Nach zwei Jahren Entwicklungszeit feiert der österreichische Gründer Stefan Ebner den Soft-Launch seines neuen Startups Tribe.One. Das Unternehmen will mit KI-basierten „Entities" eine Co-Organisation für Führungsetagen etablieren. Begleitet wird der Start vom "Co-lab", einem Ort in Wien für Fokus, Schulungen und Austausch.
Nach Braintribe: Stefan Ebner präsentiert KI-Startup Tribe.One
Nach zwei Jahren Entwicklungszeit feiert der österreichische Gründer Stefan Ebner den Soft-Launch seines neuen Startups Tribe.One. Das Unternehmen will mit KI-basierten „Entities" eine Co-Organisation für Führungsetagen etablieren. Begleitet wird der Start vom "Co-lab", einem Ort in Wien für Fokus, Schulungen und Austausch.
In der heimischen Startup-Landschaft hat sich Stefan Ebner längst einen Namen gemacht. Er gründete das Datenunternehmen Braintribe, eröffnete später unter anderem den Co-Creation-Space Tribe.Space, launchte die Co-Creation-Plattform Tribe.Land oder das KI-WealthTech-Unternehmen WeR. Nun meldet er sich mit seinem neuesten Projekt Tribe.One zurück, das laut Ebner eine „dritte Welle der KI“ einläuten soll, nach den Sprachmodellen (LLMs) und den KI-Agents.
Von Agents zur Co-Organisation
Agents hätten sich zwar wie ein „Super Personal Assistant“ angefühlt, seien aber nie etwas gewesen, was eine Organisation wirklich aufnehmen könne, argumentiert Ebner. Tribe.One setzt deshalb eine Schicht über den Agents an: „Ich glaube, die nächste Welle wird das sein, was wir Co-Organisation nennen“, erklärt der Gründer. Gemeint ist ein neues Operating Model, in dem Mensch und KI den Output gemeinsam nutzbar machen. Damit richtet sich die Lösung vor allem an CEOs, CFOs und CMOs, denn: „Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an der Organisation“, so Ebner.
Digitale Counterparts für die Führungsebene
Kern des Ansatzes sind sogenannte „Entities“, die auf Tribe.Ones Plattform Gzero laufen. Führungskräfte erhalten darüber ein digitales Gegenüber, etwa einen Co-CEO oder Co-CFO. Dieses kennt das Unternehmen samt Plänen und OKRs und gibt Aufgaben an Agents weiter, da eine Entity selbst keinen direkten Datenzugriff hat.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Tribe.One an sich selbst: Dort arbeiten laut Ebner vier menschliche und acht KI-C-Levels zusammen, und die Entities sind schon seit einem Jahr intern im Einsatz. Für Kund:innen soll die Möglichkeit bestehen bereits bestehende Agents mitzubringen und zu integrieren.
Ein Ort für Fokus und Austausch
Ebner verbindet technologische Vorhaben traditionell mit physischen Orten, vom Nachtclub Chaya Fuera bis zum Tribe.Space. Auch Tribe.One bekommt mit dem „Co-lab“ nun einen solchen Ort in Wien. Er ist laut Ebner kein klassischer Coworking-Space, sondern ein Ort für Fokus, Schulungen und Austausch, an dem auch Marketing, Kommunikation und Frühphasen-Projekte stattfinden sollen. Um die Szene zu vernetzen, ist jeden letzten Donnerstag im Monat ein „Open House“ geplant. Die offizielle Eröffnung soll gemeinsam mit dem großen Launch im Jänner erfolgen.
Forschung in Wien, Kapitalmarkt in London
Während Forschung und Entwicklung in Österreich bleiben, gründet Tribe.One in London eine Limited als Co-Headquarter für Markt und Kapital. Ebner selbst pendelt entsprechend zwischen zwei Welten: Zwei Wochen pro Monat verbringt er in Wien mit Forschung und Coding, die übrige Zeit bei Kunden, die er vor allem im DACH-Raum und in UK sieht.
Finanziert hat sich das Unternehmen bisher selbst und macht nach Ebners Angaben „substanzielle Umsätze“. Im ersten oder zweiten Quartal des kommenden Jahres will er nun aber Kapital aufnehmen.
Die Vision dahinter ist ambitioniert: Tribe.One soll zu den Top-5-KI-Firmen Europas gehören, die die neue Welle mitgestalten. Nach dem Soft Launch ist der große Launch für Januar geplant, und bis Jahresende will das Team 10 bis 15 Enterprise-Kunden und ebenso viele Startups onboarden. Ein Tool für Millionen Nutzer soll Tribe.One dagegen ausdrücklich nicht werden.
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