19.02.2019

Open Data Days: Mit Datenspaziergängen „Datenschätze“ in Wien entdecken

Bei den "Open Data Days" der Stadt Wien, die am 28. Februar und 4. März stattfinden, soll Open Data im öffentlichen Raum im Rahmen von "Datenspaziergängen" sichtbar gemacht werden.
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Vienna UP in Wien
(c) fotolia/travnikovstudio

Mit den „Open Data Days„, die am 28. Februar und 4. März stattfinden werden, möchte die Stadt Wien zeigen, was mit „offenen Daten“ alles machbar ist. Ziel sei es laut Brigitte Lutz, Data Governance Koordinatorin der Stadt Wien, den Einsatz von Open Data im öffentlichen Raum im Rahmen von „Datenspaziergängen“ sichtbar zu machen. Im Zuge der Spaziergänge werden Schüler verschiedene Standorte, an denen Open Data zum Einsatz kommt, präsentieren. In Vorbereitung auf die Spaziergänge sollen sie zudem selbst Daten erheben und anschließend aufbereiten.

+++ brutkasten Meetup #OpenData: “Daten dürfen nicht im Silo lagern” +++

Virtueller Hackathon für Studierende

Im Rahmen der Open Data Days findet auch ein virtueller Hackathon statt, der vom Austrian Centre for Digital Humanities organisiert wird. Der Hackathon soll Studierenden die Möglichkeit bieten, sich aktiv mit Open Data auseinanderzusetzen. Zudem soll ihnen laut den Organisatoren mit dem Hackathon eine Plattform geboten werden, um ihre eigenen Projekte bzw. Diplomarbeiten der Öffentlichkeit vorstellen zu können.

Timetable für den 28. Februar

  • 08:30 Uhr: Business-Treff „Datenfrühstück – Open Data Day“ Ort: Wirtschaftsagentur Wien, Mariahilfer Straße 20, 1070 Wien
    • Eröffnung durch Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke

 

  • 10:00-12:00 Uhr: CommuniData – Expedition Brigittenau „Open Data-what else“ Ort: Stromstrasse 40, 1200 Wien
    • SchülerInnen der NWM Stromstrasse 40 erkunden offene Daten Kooperation GB* und WU Wien im Rahmen vom ODD 2019

 

  • 14:00-16:00 Uhr: „Frauen erkunden offene Daten im GB* Frauencafé“ Ort: GB*Stadtteilzentrum, Max-Winter-Platz 23, 1020 Wien CommuniData Kooperation GB* und WU Wien Anmeldung: [email protected] oder 012143904

 

  • 14:00 Uhr: Datenspaziergang „Datenschätze entdecken“ Ort: Start Stadtinfo, Rathaus
    Route

Timetable für den 4. März

  • 9:00 – 18:00 Uhr: Student Open Data Hackathon (WU Wien & TU Wien). Ort: WU Wien, Raum TC.3.01
    • Der Hackathon bietet Studierenden die Möglichkeit, sich aktiv in mit den neuen, durch Data Science Technologien und die moderne KI ausgeprägten Herausforderungen und Möglichkeiten mit Offenen Daten auseinanderzusetzen.

 

  • 10:30 Uhr: Open Data Outdoor Studying – Datenspaziergang im 5. Bezirk
    Ort: Berufsschule Verwaltungsberufe, 1050 Embelgasse 46

    • Schüler werden über verschiedene Stationen, Institute, öffentliche Einrichtungen bei einem Spaziergang präsentieren

 

  • 14:00 – 16:00 Uhr: Datenspaziergang – Historische Wasserleitungen
    Ort: Rathaus – Friedrich-Schmidt-Platz (vor dem Stadtservice).

    • Bei Datenspaziergang können unter anderem Teilstücke des ehemaligen Verlaufs der Albertinischen Wasserleitung, der k. k. Ottakringer Hofwasserleitung sowie der Schottenfelder Hofwasserleitung begangen werden.

Hard Facts

Wann? 28. Februar & 4. März 2019

Mehr Informationen zu den Routen auf digitales.wien.gv.at

 

 

 

 

 

 

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RNAnalytics, tecnet
© equity - (v.l.) Christian Laurer, Adriana González Palomo, Viktoria Enkmann, Hannes Burgstaller und Natalija Rajicic.

Mit einem SAFE (Simple Agreement for Future Equity) beteiligt sich tecnet equity am niederösterreichischen TechBio-Startup RNAnalytics. Das von Viktoria Enkmann und Hannes-Oliver Burgstaller gegründete Unternehmen ist im accent Makerspace in Tulln angesiedelt und entwickelt dort Lösungen für die Analyse von Lipid-Nanopartikeln – winzigen Transporthüllen, die Wirkstoffe wie RNA sicher in menschliche Zellen bringen sollen. Mit dem Investment möchte RNAnalytics die Weiterentwicklung seiner modularen Analyse-Toolkits sowie den Ausbau seiner integrierten Softwareplattform vorantreiben. Über die Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart. Doch wie brutkasten erfahren hat, handelt es sich inklusive Förderungen um eine Summe im „höheren sechsstelligen Bereich“.

RNAnalytics: Analysen sehr aufwendig

RNA-basierte Medikamente haben durch neue Impfstoffe und Therapieansätze stark an Bedeutung gewonnen. Damit RNA im Körper überhaupt dort ankommt, wo sie wirken soll, braucht sie eine schützende Transporthülle. Dafür werden häufig sogenannte Lipid-Nanopartikel, kurz LNPs, eingesetzt.

Ob diese winzigen Partikel richtig funktionieren, muss während der Entwicklung eines Medikaments immer wieder überprüft werden. Entscheidend sei dabei, die Eigenschaften der Partikel genau zu verstehen, von ihrer Größe und Stabilität über die tatsächlich eingeschlossene RNA-Menge bis hin zu ihrem Verhalten in unterschiedlichen Zellen.

Diese Analysen seien heute oft aufwendig, erfordern teilweise teure Spezialgeräte und würden mangels einheitlicher Methoden nur eingeschränkt vergleichbare Ergebnisse liefern. „Das kostet Zeit und erschwert insbesondere kleineren BioTech-Unternehmen und Forschungslabors den Zugang zu einer Technologie, die für die Entwicklung neuer RNA-Therapien immer wichtiger wird“, liest man in der Aussendung.

Modulare Toolkits

RNAnalytics hat es sich daher zum Ziel gesetzt, diese Analysen einfacher und standardisierter zu machen. Dafür entwickelt das Unternehmen modulare Toolkits, die auf bereits vorhandener Laborausstattung eingesetzt werden können. Sie kombinieren validierte Messmethoden, Reagenzien und Referenzmaterialien und wollen Laboren damit einen „klar definierten Ablauf für die Untersuchung von Lipid-Nanopartikeln“ ermöglichen.

„Die SAFE-Finanzierung gibt uns in dieser frühen Phase die Möglichkeit, unsere Toolkits konsequent weiterzuentwickeln und parallel den Ausbau unserer Softwareplattform voranzutreiben. Mit tecnet equity haben wir dabei einen Partner an unserer Seite, der die Herausforderungen technologieintensiver Gründungen versteht“, sagt Enkmann, CEO von RNAnalytics.

RNAnalytics: Plattform in Entwicklung

Der Ansatz des Tullner Startups geht jedoch über einzelne Labortests hinaus, wie man mitteilt: Parallel zu den Toolkits entwickelt das Unternehmen eine Softwareplattform, in der die bei den Analysen entstehenden Daten zusammengeführt und automatisch ausgewertet werden können.

So entstehe ein umfassendes Bild der relevanten Qualitätsmerkmale eines RNA-Therapeutikums. Statt Messergebnisse aus unterschiedlichen Geräten und Tests einzeln auszuwerten, könnten Labore ihre Daten zentral verarbeiten, verschiedene Qualitätsparameter miteinander vergleichen und standardisierte Berichte erstellen. Die Kombination aus physischen Toolkits und Software soll damit einen bislang stark fragmentierten Analyseprozess in einen durchgängigen Workflow überführen.

„RNAnalytics setzt an einem sehr konkreten Problem in einem technologisch anspruchsvollen und stark wachsenden Bereich der Biotechnologie an. Besonders überzeugt uns der Ansatz, komplexe Laboranalytik durch standardisierte Toolkits zugänglicher zu machen und diese gleichzeitig in einer skalierbaren Softwareplattform zusammenzuführen“, erklärt Christian Laurer, Senior Investment Manager bei tecnet equity. „Die beiden Gründer:innen verbinden fundiertes wissenschaftliches Know-how mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen in der LNP-Analytik und einer überzeugenden Produktvision. Diese Kombination war für uns eine wesentliche Grundlage für das Investment in dieser frühen Phase.“

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