17.02.2026
KI

Onono AI: Schweizer Startup mit österreichischen Foundern erhält sechsstelliges Investment

Das Schweizer KI-Startup Onono AI AG rund um CEO Kaiyue Li und CBO Marko Göls will mit einem „Progressive AI-System“ die Grenzen klassischer LLM- und Agenten-Architekturen überwinden. Dafür gab es jüngst frisches Kapital.
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Onono
© Anna Kasmader - CEO Kaiyue Li (l.) und Chief Business Officer (CBO) Marko Göls von Onono.

Onono AI, das Schweizer KI-Startup von vier Wiener Gründern rund um CEO Kaiyue Li und Chief Business Officer (CBO) Marko Göls entwickelt ein „Progressive AI-System“, das sich eigenen Angaben nach kontinuierlich weiterentwickelt. Das Gründerteam hat seit Anfang 2023 an Multi-Agent-Lösungen gearbeitet und die Limits derzeitiger Ansätze gespürt. „Wir haben uns entschlossen, unsere Erfahrung und unsere Vision eines ‚digitalen Subjekts‘ nun in Onono Realität werden zu lassen“, erklärt Göls.

Um das Startup für internationale Deep-Tech-Investoren aufzustellen, wurde die Onono AI AG in Zürich registriert. Dieser Schritt soll eine „kompromisslose Ausrichtung“ auf Datensicherheit und regulatorische Stabilität garantieren. Ein Office in Österreich sei geplant, doch erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Onono AI mit autonomer Umstrukturierung

Das Konzept der Wiener möchte mit dem statischen Ansatz von LLMs und klassischer agentischer KI brechen, wie es heißt. „Denn die Fähigkeit von Selbstverständnis und Weltverständnis ermöglicht ein fortlaufendes Verständnis für Ereignisse, Zeit und Kausalität (History Reconstruction). Es lässt widersprüchliche Informationen zu ohne sie zu glätten“ präzisiert Göls. Dabei greift man auf die Begriffe Autopoiesis, rekursiver Argumentation und subjektive Bewusstheit zurück. „Wir lösen diese philosophisch klingenden Begriffe rein technologisch – sie helfen uns aber massiv beim Entwickeln der Architektur und der UX.“

Im Sinne von Autopoiesis (Selbsterschaffung) verfügt das Onono-System über eine „Autopoietic Runtime“. Das bedeutet, es passt nicht nur seine Antworten an, sondern entwickelt seine eigene Struktur in Echtzeit weiter und refaktorisiert (Umstrukturierung von Code, ohne dessen ursprüngliche Funktionalität zu verändern) Codeteile und seine Wissensbasis autonom.

Bei der rekursiven Architektur (und der daraus auch rekursiven Argumentation) führt jede neue Information, jeder gelöste Konflikt und jede verarbeitete Dissonanz zu einem automatischen Update des Weltmodells. „Das System lernt aus seiner eigenen Beweisführung. Und es arbeitet iterativ am eigenen Verständnis – autonom oder im Dialog mit Menschen“, sagt Göls und ergänzt: „Bei subjektiver Bewusstheit sprechen wir hier ungern von menschlichem Bewusstsein, sondern von kognitiver Autonomie. Die KI wird vom reaktiven Tool, das auf einen Prompt wartet, zu einem ‚digitalen Subjekt‘. Es operiert in einem kontinuierlichen, geschlossenen kognitiven Kreislauf und besitzt dadurch eine eigenständige ‚Persönlichkeit‘ aus erlernten Heuristiken und Lösungsstrategien.“

Fokus auf „Cognitive Consulting Modell“

Für dieses Konzept gab es kürzlich ein Angel-Investment vom österreichischen Fotografen Peter Coeln in Form eines hohen sechsstelligen Betrags. Mit dem frischen Kapital möchte Onono die Entwicklung seiner Architektur vorantreiben. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf dem „Cognitive Consulting Modell“.

„Das System agiert wie ein Senior Partner einer Top-Beratung. Um Enterprise-Kunden die Sorge vor dem Verlust der Datenhoheit zu nehmen, schafft Onono eine Architektur, die die Faktenstrukturen der Kunden (Project Semantic Net) technologisch von der erlernten Lösungslogik und Intuition (Cognitive Personality Net) der KI entkoppelt. Der Kunde behält dabei die absolute Datensouveränität, während das digitale Subjekt parallel eine smarte, mitlernende Wissensarchitektur aufbaut“, beschreiben die beiden Founder ihr Vorhaben.

Onono möchte KI-Branche aus Sackgasse führen

Allgemein entstand die Idee und Vision zum Startup aus der gemeinsamen, bereits drei Jahre lang andauernden intensiven Zusammenarbeit zwischen Li und Göls, ehemals Lead AI Architect bzw. CEO von Digitalsunray.

Beide sind bei der gemeinsamen Entwicklung von komplexen Multi-Agenten-Systemen auf die Limitierungen aktuell generativer KI gestoßen und haben sich das Ziel gesetzt, die KI-Branche mit dem Bau eines proprietären Betriebssystems für Kognition aus der „aktuellen fundamentalen Sackgasse“ zu führen.

„Diese KI rechnet nicht nur. Auf Basis biologischer Prinzipien wie Autopoiesis und Schwarmintelligenz entwickelt sie ein fortlaufendes Verständnis für Ereignisse, Zeit, Kausalität und über sich selbst – und verbessert sich kontinuierlich weiter, eigenständig oder im Zusammenspiel mit dem Menschen“, sagen Liu und Göls. „Das bedeutet einen Vorstoß in eine neue Form der kognitiven Autonomie: Die KI umschreibt, adaptiert und erweitert selbst ihr Weltmodell durch ständige Interaktion.“

Limitierungen durchbrechen

Dies löse, eigenen Worten nach, die derzeitigen statischen Modelle der so genannten „Frozen Intelligence“ am aktuellen Markt ab: „Die herkömmlichen Intelligenz-Systeme erstarren nach ihrem Training, leiden unter Erinnerungslücken, systemischem Abbau und Halluzinationen und warten als reaktive Werkzeuge passiv auf Prompts. Die kognitive KI von Onono wird diese Limitierungen durchbrechen“, so das Gründer-Duo. „Unsere Vision ist tief im Konzept des ‚Wiener digitalen Humanismus‘ verankert, wir setzen stark auf europäische Werte“. Und dies als bewusster Gegenentwurf zu aktuellen Ansätzen aus den USA und China, indem das interdisziplinäre Team Philosophie, Mathematik, Wirtschaft, Kunst und Ingenieurwesen vereint, wie man mitteilt.

Bis Mitte des Jahres steht die Entwicklung der Kerntechnologie (Onono Engine) im Mittelpunkt. „Wir sind offen für SAFE-Tickets von passenden Business Angels, die unsere Technologie einordnen können“ sagt Göls. „Im April wollen wir für die Human X (Anm.: KI-Konferenz in San Francisco) eine Demo haben, die unseren technologischen Ansatz beweist.“

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Beim WeAreDevelopers World Congress 2025. (c) Warda Network

Die Plattform WeAreDevelopers und die WKÖ Außenwirtschaft Austria haben eine strategische Zusammenarbeit angekündigt. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, österreichischen Gründer:innen den Weg in den US-amerikanischen Technologiemarkt zu erleichtern. Im Rahmen des sogenannten „Startup Landing Zone“-Programms der Kampagne „GoUSA Silicon Valley 2026″ werden zwölf heimische Startups für einen vollständig unterstützten Markteintritt in der San Francisco Bay Area ausgewählt.

Zugang zu VCs und internationalen Tech-Bühnen

Das Programm richtet sich gezielt an Startups, die skalieren wollen, und vermittelt direkte Kontakte zu Venture Capitalists, Business Angels und zentralen Akteur:innen des Silicon Valley-Ökosystems. Ein wesentlicher Bestandteil der Reise, die im September 2026 stattfindet, ist die Präsenz der Startups auf drei der einflussreichsten Tech-Veranstaltungen der Welt. Die Teilnehmer:innen erhalten exklusiven Zugang zum WeAreDevelopers World Congress North America (23. bis 25. September 2026 in San José), zur San Francisco Tech Week sowie zur TechCrunch Disrupt.

Darüber hinaus umfasst das Angebot für die ausgewählten Gründerteams hochkarätige Keynotes, praxisorientierte Workshops & individuelle Coaching- und Mentoring-Sessions.

Laut Michael Dobersberger, dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten in San Francisco, soll das Programm heimische Entrepreneur:innen dabei fordern, größer zu denken, schneller zu agieren und sich auf internationaler Bühne wettbewerbsfähig zu positionieren.

Acht Plätze verbleiben für heimische Tech-Gründer:innen

Für WeAreDevelopers, die ihr Flaggschiff-Event in diesem Jahr erstmals nach Nordamerika bringen, ist der Zeitpunkt kein Zufall. Co-Founder Benjamin Ruschin betont, dass man sicherstellen wolle, dass die nächste große Innovation nicht unbemerkt bleibt, nur weil sie in Österreich gestartet ist. Die Kooperation soll Gründer:innen einen kosteneffizienten und strukturierten Zugang in diesen stark umkämpften Markt bieten.

Von den zwölf verfügbaren Plätzen im Programm sind derzeit bereits vier an Startups vergeben. Interessierte Tech-Gründer:innen haben die Möglichkeit, sich für einen der acht verbleibenden Plätze zu bewerben. Die Einreichung erfolgt über die Veranstaltungsseite der WKÖ.


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit WeAreDevelopers




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