12.04.2022

Online-Rezept-Marktplatz Happy Plates gewinnt Interspar als neuen Partner

Als neuer Lieferpartner ist Interspar der dritte österreichische Online-Supermarkt, der auf dem Online-Rezeptmarktplatz Happy Plates beim Zutateneinkauf zur Auswahl steht.
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Happy Plates, Jacko, Mahlodji, Interspar, Online-Rezept, Marktplatz
(c) Happy Plates - Anna Mahlodji und Simon Jacko von Happy Plates.

Happy Plates startete im Juli 2021 und konnte u.a. gleich mit Andreas Tschas, Sophie Pollak, Jennifer Rose-Breitenecker und Hermann Futter namhafte Investoren für sich gewinnen. Das Ziel der Rezept-Plattform ist es, die Art des Lebensmittelkaufs und das Kochen zurück in den Alltag zu verfrachten.

Das entscheidende Jahr war 2017 als sich Co-Gründer Simon Jacko entschloss, die Pforten seines Wiener Rezeptmarkts feinkoch zu schließen, um sich mit seiner Mitgründerin Anna Mahlodji auf die Digitalisierung des Geschäftsmodells zu fokussieren. Mit der strategischen Neuausrichtung folgte die Umbenennung von feinkoch in Happy Plates.

Rezept-Bundles bei Happy Plates

Neben Billa und gurkerl.at ist nun Interspar der dritte Online-Supermarkt, den das Startup für sich gewinnen konnte. „Mit Interspar als neuen Lieferpartner können wir für noch mehr Menschen das frische Kochen einfacher machen. Das bringt uns unserer Vision wieder ein Stück näher“, sagen die Happy Plates-Gründer:innen zu dieser Kooperation.

Neben dem neuen Partner gibt es mit den Rezept-Bundles ein weiteres Feature, das der „Klarheit und Convenience“ entlang des gesamten „Kauf-, Koch- und Genusserlebnisses“ dienen soll, wie Jacko und Mahlodji betonen.

Dabei handelt es sich um mehrere, aufeinander abgestimmte Rezepte für ein Menü oder mehrere Tage, um Kund:innen im stressigen Alltag eine Zeitersparnis zu ermöglichen.

Verschiedene Themen

Die Bundles haben verschiedenste Themen und Richtungen und reichen von Festtagsmenüs über asiatische Gerichte bis hin zu Familienküche. Wobei die Rezepte zum Teil so konzipiert wurden, dass sie auch für Kleinkinder geeignet sein sollen. Auch welche, die auf Ayurveda und TCM basieren, sind darin vertreten.

„Die digitale Plattform Happy Plates bietet ihren Userinnen und Usern tolle Kochideen, verbunden mit smarten und zeitsparenden Möglichkeiten zum Lebensmitteleinkauf“, sagt Johannes Holzleitner, Geschäftsführer von Interspar Österreich. „Wir freuen uns sehr, dass Plattform-Nutzer:innen nun mit nur ein paar Klicks die Zutatenliste für die Lieblingsrezepte in unseren Lebensmittelshops laden und anschließend direkt bestellen können.“

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Die Eye-Tracking-Brille von Viewpointsystem kommt im Rahmen des EU-Projekts Manufactor in der Industrie zum Einsatz | (c) viewpointsystem
Die Eye-Tracking-Brille von Viewpointsystem kommt im Rahmen des EU-Projekts Manufactor in der Industrie zum Einsatz | (c) viewpointsystem

Einarbeitungszeiten um mehr als 35 Prozent und Fertigungsfehler um 20 Prozent reduzieren; gleichzeitig das Vertrauen der Mitarbeitenden in die eigenen Fähigkeiten um mehr als 20 Prozent steigern und die körperliche und mentale Belastung senken – das sind die ambitionierten Ziele des Projekts Manufactor.

Mit sechs Millionen Euro von Horizon Europe gefördert

14 Partner aus zehn EU-Ländern sind daran beteiligt, darunter Universitäten wie TU Darmstadt (Deutschland) und Universität Uppsala (Schweden), Industriebetriebe wie Hitachi Energy Sweden und Volkswagen Autoeuropa (Portugal) und Startups wie u-sense.it (Italien) und Viscando (Schweden). Mit dem oberösterreichischen Maschinenbauer Fill und dem Wiener Datenbrillen-Startup Viewpointsystem sind auch zwei österreichische Unternehmen bei dem im Rahmen von Horizon Europe mit sechs Millionen Euro geförderten EU-Projekt dabei.

Zusammenführung mehrerer Technologien

Um die zuvor genannten Ziele zu erreichen, sollen im Rahmen des auf drei Jahre angesetzten Forschungs- und Entwicklungsprojekts mehrere Technologien zusammengeführt werden und ein validierter Prototyp entstehen: tragbare Sensoren, XR-Brillen, Eye Tracking, 3D-Bildsensoren, KI-Agenten und Human Digital Twins. „Zusammen liefern sie Informationen über die körperliche und kognitive Situation der Mitarbeitenden und ermöglichen eine situationsgerechte Unterstützung direkt am Arbeitsplatz. Im Mittelpunkt stehen dabei der Mensch und die Frage, wie Technologie ihn bei seiner Arbeit bestmöglich unterstützen kann“, heißt es von Projektpartner Viewpointsystem in einer Aussendung.

Vom Eye-Tracking zum „Human Digital Twin“

Das Wiener Startup steuert als einer von vier zentralen Technologiepartnern eine Weiterentwicklung seiner Eye-Tracking-Brille bei. Die Eye-Tracking- und Kameradaten der Brille sollen im Projektverlauf mit weiteren Sensordaten zusammengeführt werden. Daraus soll ein Echtzeitbild der körperlichen und kognitiven Situation von Mitarbeitenden, also ein sogenannter „Human Digital Twin“ entstehen. KI-Agenten sollen diese Informationen dann nutzen, um die Unterstützung an die jeweilige Situation anzupassen, etwa durch Audioanweisungen oder direkt in der XR-Brille eingeblendete Informationen.

„KI kann ihre Unterstützung an die Person und die jeweilige Situation anpassen“

„Wirklich adaptive Unterstützung beginnt damit, den Menschen hinter der Aufgabe zu verstehen. Eye Tracking gibt uns in Echtzeit Aufschluss über die Aufmerksamkeit und kognitive Belastung eines Menschen“, erklärt Frank Linsenmaier, CTO von Viewpointsystem. „Auf dieser Grundlage kann KI ihre Unterstützung an die Person und die jeweilige Situation anpassen und damit über eine reine Automatisierung von Assistenz hinausgehen.“

Test in der Next World Factory von Fill

Getestet wird das unter anderem bei Industriepartner Fill, konkret im firmeneigenen Ausbildungs- und Lernzentrum Next World Factory. Im Projekt soll untersucht werden, wie adaptive, KI-gestützte Assistenz den Kompetenzerwerb beschleunigen und die sichere Anwendung im Arbeitsalltag unterstützen kann. Martin Muik, Forschung und Entwicklung bei Fill, nennt auch den Fachkräftemangel als Grund für das Projekt. „Mit Manufactor wollen wir erproben, wie intelligente Assistenz das Lernen individueller, effizienter und motivierender gestalten und Menschen dabei unterstützen kann, ihr Potenzial bestmöglich zu entfalten.“

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