26.02.2026
ÜBERNAHME

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

Wiener Agentur übernimmt Wiener Agentur: Mit dem Kauf von umundauf.at baut die Online-Marketing-Agentur otago ihr Angebot im Social-Media-Bereich deutlich aus. Gründerin Martina Eggenfellner verlässt das Unternehmen nach einer Übergangsphase.
/artikel/online-markting-agentur-otago-kauft-social-media-spezialist-umundauf-at
Vl. Jan Königstätter, Martina Eggenfellner und Markus Inzinger | (c) otago
v.l.n.r.: Jan Königstätter, Martina Eggenfellner und Markus Inzinger | (c) otago

2014 gegründet hat die Wiener Online-Marketing-Agentur otago mittlerweile fast 60 Mitarbeiter:innen und kann Kunden wie die Wiener Städtische, EVN, die TU Wien oder Cupra als Referenzen nennen. In seiner Entwicklung setzt das Unternehmen nun auch auf anorganisches Wachstum. Heute gab otago bekannt, die Wiener Social-Media-Agentur umundauf.at zu übernehmen. Die Marke soll dabei bestehen bleiben.

Gründerin Eggenfellner zieht sich zurück

Umunundauf.at wurde 2016 von Martina Eggenfellner gegründet und setzt ganz auf Social-Media-Marketing. Die Agentur kann ihrerseits einige namhafte Referenzen vorweisen. Die vier Mitarbeiter:innen werden im Zuge des Aufkaufs übernommen, Eggenfellner selbst wird sich aber nach einer Übergangsphase, in der sie beratend tätig ist, zurückziehen. Die beiden Otago-Gründer und -Geschäftsführer Markus Inzinger und Jan Königstätter haben bereits die Geschäftsführung übernommen.

„Wir verdoppeln unseren Umsatz in diesem Segment“

Für Königstetter sind die beiden Agenturen „zwei Firmen mit eigenem Fokus, die sich bei Bedarf ideal ergänzen“. Inzinger führt aus: „Mit dieser Übernahme steigen wir als Gruppe zu einem der stärksten Player im österreichischen Social-Media-Marketing auf. Wir verdoppeln unseren Umsatz in diesem Segment und schaffen eine hervorragende Basis für weiteres gemeinsames Wachstum.“ Besonders die Expertise in der Content-Erstellung sei ein Baustein, der das Portfolio „ideal vervollständigt“.

„Spüre, dass es Zeit für einen neuen Abschnitt ist“

Eggenfellner äußert sich auch zu ihrem Entschluss, umundauf.at zu verkaufen und sich als Geschäftsführerin zurückzuziehen: „Nach vielen Jahren voller Leidenschaft und harter Arbeit für mein Unternehmen umundauf.at spüre ich, dass es Zeit für einen neuen Abschnitt ist – für mich persönlich und für das Unternehmen. Ich wollte, dass es in gute Hände kommt und gleichzeitig Platz für Neues in meinem Leben entsteht“, so die Gründerin. Käufer otago sei „jemand, der die Vision, meine Werte, meinen Qualitätsanspruch weiterträgt, die Mitarbeitenden unterstützt und die Kund:innen in den Mittelpunkt stellt“.

Und Inzinger kommentiert: „Wir haben Martina Eggenfellner im Übernahmeprozess als beeindruckende Unternehmerin kennengelernt, die in der Branche einen exzellenten Ruf genießt. Sie hat ihr Geschäft extrem professionalisiert und mit ihrem Team außergewöhnlich gute Prozesse aufgesetzt. Dieser Eindruck hat sich in den ersten Tagen der Geschäftsführung weiter verfestigt und begeistert uns.“

Deine ungelesenen Artikel:
10.07.2026

Business Angel Summit 2026: Zwischen KI-Tsunami und Souveränitätsdebatte

Wo im Jänner die Weltelite die Streif hinunterrast, trafen sich am 9. und 10. Juli Österreichs Frühphasen-Investor:innen und zwölf ausgewählte Startups. Auf dem Programm standen Panels zu Standort und Souveränität sowie eine Keynote von Tricentis-Co-Founder Wolfgang Platz. brutkasten war vor Ort.
/artikel/business-angel-summit-2026-zwischen-ki-tsunami-und-souveraenitaetsdebatte
10.07.2026

Business Angel Summit 2026: Zwischen KI-Tsunami und Souveränitätsdebatte

Wo im Jänner die Weltelite die Streif hinunterrast, trafen sich am 9. und 10. Juli Österreichs Frühphasen-Investor:innen und zwölf ausgewählte Startups. Auf dem Programm standen Panels zu Standort und Souveränität sowie eine Keynote von Tricentis-Co-Founder Wolfgang Platz. brutkasten war vor Ort.
/artikel/business-angel-summit-2026-zwischen-ki-tsunami-und-souveraenitaetsdebatte
(c) Standortagentur Tirol

Im Juli wird auf der Streif Golf gespielt. Wo im Jänner die Weltelite mit bis zu 140 km/h in den Zielhang rast, wird jetzt am Grün geputtet, dahinter staffeln sich die Kitzbüheler Alpen in ein sattes Grün, wie es nur der Tiroler Sommer hinbekommt. Im Rasmushof, direkt im Zielgelände, ging es an zwei Tagen allerdings nicht um Hundertstel, sondern um Dekaden: um die Frage, wovon Österreich in zwanzig Jahren leben wird.

Beim Business Angel Summit 2026 im Rasmushof Hotel Kitzbühel trafen am 9. und 10. Juli nationale und internationale Investor:innen auf zwölf ausgewählte österreichische Startups. Das von der Standortagentur Tirol und Austria Wirtschaftsservice (aws) organisierte Event ist die größte Veranstaltung dieser Art in Westösterreich und brachte heuer bereits zum zwölften Mal Kapital, Know-how und Gründungsgeist zusammen.

(V.l): Bernhard Sagmeister (aws), Alexander Pekarsky und Elisabeth Brunner (Thyra Imaging), Doris Müller und Bernhard Müller (Startup M-Chem) und Lisa Spöck (Standortagentur Tirol) beim 12. Business Angel Summit in Kitzbühel | (c)  Standortagentur Tirol

Der inhaltliche Bogen des Programms: Mit schönen Bergen allein wird sich der Wohlstand dieses Landes künftig nicht halten lassen, es braucht Innovation. Und dafür braucht es jene Spezies, die sich einmal im Jahr in Kitzbühel trifft: Business Angels, die dort investieren, wo Banken abwinken und Fonds noch nicht hinschauen, nämlich in der frühesten, riskantesten Phase eines Startups.

Boris Nemsic über den Wirtschaftsstandort

Den Auftakt machte die Standortfrage. Ob Europa den Anschluss verloren habe, ob wir, wie es ein Moderator zitierte, schlicht „fucked“ seien? Ex-Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic, der Europas Mobilfunkindustrie einst an der Weltspitze erlebte, antwortete: „Wir sind frei, wir sind reich, wir sind eigentlich sehr erfolgreich.“ Die entscheidende Frage laute: „Was machen wir daraus?“ Als Hauptproblem benannte er die Regulierung und das Tempo: Die EU stocke ihre Technologie-Budgets erst ab 2028 auf, während relevante KI-Modelle im Abstand weniger Monate erscheinen. Sein Fazit: „No, we are not fucked yet, weil das ist das Vorspiel.“

Ex-Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic | (c) Standortagentur Tirol

„Beware the AI Wash“: Platz warnt vor der Blase

Tricentis-Co-Founder Wolfgang Platz widmete seine Keynote dem „KI-Tsunami aus Investorensicht“, von Deep Blue über AlphaFold bis zur Gegenwart. Seine Botschaft: Bei Startups, die sich als AI-Companies verkaufen, sei rund ein Drittel „nur Marketing, nur Schmäh“, nur sieben Prozent hätten ein echtes KI-Produkt. Auch auf Unternehmensseite sei die Bilanz ernüchternd. Laut einer MIT-Untersuchung holen nur fünf Prozent der Firmen, die massiv in KI investieren, tatsächlich etwas heraus. Sein Appell an die Angels: „Beware the AI Wash.“

Tricentis-Co-Founder Wolfgang Platz | (c) Standortagentur Tirol

Platz beschrieb zudem einen aus seiner Sicht überhitzten Markt, in dem sich das KI-Ökosystem gegenseitig finanziere und Bewertungen von den Umsätzen entkoppelt seien, samt persönlicher Konsequenz: Für 2027, wenn große Tech-Börsengänge ihre Sperrfristen verlieren, rechnet er mit Abverkaufswellen.

Zwölf Startups am Business Angel Summit

Die zwölf ausgewählten Startups deckten eine Bandbreite von GreenTech bis MedTech ab. Darunter Serwas: Das Startup entwickelte ein System, das Serverleistung bereitstellt und die dadurch entstandene Abwärme zum Heizen von Gebäuden nutzt. Eine Pilotanlage ist seit Frühjahr 2026 im Amraser Schwimmbad in Innsbruck installiert und soll durch die Wärmerückgewinnung sieben Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Beim Business Angel Summit 2026 trafen am 9. und 10. Juli nationale und internationale Investor:innen auf zwölf ausgewählte österreichische Startups | (c) Standortagentur Tirol

Außerdem mit dabei ist in diesem Jahr das österreichische Spin-off Thyra Imaging, das mit Unterstützung einer aws Preseed-Förderung und der MedUni Wien eine Methode zur frühen Detektion von Neuroinflammation über das Auge entwickelt hat. „Die Netzhaut ist ein direktes Fenster ins Gehirn – das ist die Grundlage unserer Technologie. Wir können Zellen und Mikrostrukturen sichtbar machen, die mit herkömmlicher Bildgebung unsichtbar bleiben. Unser Ziel ist es, neurologische Erkrankungen wie Alzheimer früher zu erkennen – nicht-invasiv und in wenigen Sekunden“, erklärt Mitgründerin Elisabeth Brunner.


Disclaimer: brutkasten war beim Business Angel Summit 2026 in Kitzbühel vor Ort. Die Übernachtungskosten wurden zum Teil von der Austria Wirtschaftsservice (aws) getragen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Online-Markting-Agentur otago kauft Social-Media-Spezialist umundauf.at