26.05.2026
FINANZIERUNG

one100: Hansmann investiert sechsstellig in Healthtech-Startup der hokify-Gründer

Business Angel Hansi Hansmann beteiligt sich über sein Family Office mit einer mittleren sechsstelligen Summe am Wiener Healthtech-Startup one100. Das 2025 gegründete Unternehmen entwickelt eine KI-Telefonassistentin für medizinische Einrichtungen im DACH-Raum. Hinter one100 stehen die Gründer von hokify.
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Hansi Hansmann und die Gründer von one100 stehen vor einer dunklen Wand und lachen in die Kamera.
Hansi Hansmann (Mitte) investiert in das Unternehmen von Karl Edlbauer (dritter v.l.), Daniel Laiminger (dritter v.r.) sowie Simon Tretter (zweiter v.r.). (c) one100

Vor elf Jahren haben die Gründer Karl Edlbauer, Daniel Laiminger und Simon Tretter bereits mit ihrem damaligen HR-Startup jobswipr (später hokify) bei Hansmann gepitcht. Damals kam der Zeitpunkt ungelegen, denn Hansmann hat aufgrund eines anderen Investments im HR-Bereich abgelehnt. Beim nächsten Startup der Founder – one100 – schlägt der Business Angel zu und steigt mit einem mittleren sechsstelligen Investment ein.

„Ich investiere in Teams, die ein echtes gesellschaftliches Problem durch Technologie skalierbar lösen“, erklärt Hansmann in einem Statement. „Karl, Daniel und Simon haben mit hokify bereits erfolgreich bewiesen, dass sie das können.“

Bereits zuvor Millionen-Exit

Die Gründer von one100 kennt man bereits durch ihren Exit bei 40 Millionen Euro Bewertung vor zwei Jahren, wie brutkasten berichtete.  Mit ihrem Job-Startup hokify haben Edlbauer, Laiminger und Tretter eine der größten Jobplattformen im DACH-Raum aufgebaut und 2024 an karriere.at verkauft.

Nach dem Exit nahmen sich die Gründer ein Jahr Auszeit, um sich im Technologie- und Gesundheitsbereich umzusehen. Kurz darauf kam es zum Launch von one100.

KI-Assistenz für den Praxisalltag

Mit ihrem Startup wollen die Founder den unbeantworteten Anrufen in Arztpraxen entgegenwirken. Die KI-Telefonassistentin nimmt laut eigenen Angaben Anrufe entgegen, erkennt die Anliegen der Patient:innen, bucht Termine direkt in die Praxissoftware und verarbeitet Rezeptwünsche.

„Wir ersetzen mit one100 keine Menschen, sondern das Dauerklingeln in der Ordination. Das bringt spürbar mehr Ruhe und Struktur in den Praxisalltag“, sagt Karl Edlbauer, Co-Founder und CEO von one100.

Hansmann: „Probleme mit klassischen Mitteln nicht mehr zu lösen“

Hansmann steigt, wie üblich, über sein Family Office Hans(wo)men Group ein. „Das Gesundheitssystem im DACH-Raum steht unter enormem Kostendruck – öffentliche Träger wie Privatpraxen. Probleme wie Personalmangel und überlastete Praxisteams sind mit klassischen Mitteln nicht mehr zu lösen. Genau hier zeigt KI, was sie wirklich kann: Sie übernimmt die Routine, damit sich Menschen auf das konzentrieren, was zählt – die Patient:innen“, so der über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte Business Angel.

Redaktionstipp aus dem Archiv: Alle Hintergründe zum hokify-Exit.
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Exit51
© Exit51 - Michael Jiresch, Gründer Exit51.

Mit der Entwicklung der österreichischen Startup-Szene wächst auch die Zahl profitabler Unternehmen, die sich mit einem möglichen Verkauf auseinandersetzen. Klassische M&A-Berater konzentrieren sich häufig auf größere Transaktionen, wodurch kleinere Unternehmen bei der Suche nach geeigneter Beratung vor Herausforderungen stehen, meint Exit51-Gründer Michael Jiresch. Deshalb richtet er sein Angebot gezielt auf dieses Marktsegment aus.

Exit51: Exit-Strategie und diskrete Käufersuche

Das Unternehmen aus Wien begleitet Unternehmer:innen beim Verkauf profitabler Unternehmen, die für klassische M&A-Berater häufig zu klein sind – von der Exit-Strategie über die diskrete Käufersuche bis zu Verhandlung und Closing. Typischerweise liegen die begleiteten Unternehmen bei einem EBIT von etwa 250.000 bis 1 Mio. Euro und einem Jahresumsatz bis rund 10 Mio. Euro, heißt es per Aussendung. Im Fokus stehen unter anderem SaaS, E-Commerce, Ed-Tech, digitale Gesundheitsangebote sowie Agenturen und technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

„Für einen Unternehmer kann der Verkauf eines Unternehmens mit 250.000 oder 500.000 Euro EBIT eine der wichtigsten wirtschaftlichen Entscheidungen seines Lebens sein. Für viele klassische M&A-Berater ist eine solche Transaktion dagegen zu klein. Genau diese Lücke wollen wir schließen“, sagt Jiresch.

Sell-Side-Beratung

Der Gründer verfügt über 15 Jahre Buy-Side-M&A-Erfahrung auf Konzernebene. Diese umfasst die Suche nach geeigneten Unternehmen, Due Diligence, Verhandlungen sowie die anschließende operative Führung übernommener Unternehmen. Seit 2024 begleitet er gemeinsam mit seinen Partnern auch Unternehmer:innen bei Unternehmensverkäufen. Mit Exit51 liegt der Fokus nun auf der Sell-Side-Beratung und der Begleitung von Unternehmer:innen beim Unternehmensverkauf.

Ein schlankes Setup und der Einsatz von KI für Recherche, Marktanalyse, Käufer-Matching und Due Diligence sollen eine effiziente und professionelle Begleitung auch bei kleineren Transaktionen ermöglichen. Exit51 setzt dabei auf die Kombination aus Technologie und persönlicher Erfahrung: KI übernimmt dort, wo sie Prozesse schneller und effizienter machen könne – etwa bei Recherche, Marktanalyse oder Käufer-Screening. In den entscheidenden Phasen des Verkaufsprozesses bleibe der persönliche Kontakt zentral, heißt es.

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