28.09.2016

Once: Verlieben per Dating-App

Dating-Apps boomen. Am Mittwoch startete mit Once ein neuer Partnervermittlungsdienst in Österreich. Er möchte vieles anders machen als Konkurrent Tinder, der derzeit ebenfalls seine Funktionen erweitert.
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(c) fotolia.com -Giuseppe Porzani: Dating-Apps boomen, auch in Österreich.

Österreich ist um eine weitere Dating-App reicher. Am Mittwoch wurde Once, der Partnervermittlungsdienst aus Frankreich, gelauncht. Dabei handelt es sich nicht, wie der Name vermuten lassen könnte, um ein Portal zur Organisation von One-Night-Stands. Im Gegenteil: Das selbsternannte Anti-Tinder möchte bei den Usern mit gegenseitiger Wertschätzung punkten. Serienmäßiges Wischen von Fotos gehört darum nicht zur Strategie der App.

Menschlicher Matchmaker

Ein Algorithmus trifft anhand von 40 unterschiedlichen Kriterien eine Vorauswahl aus allen Usern. Die Fotos werden dann an einen Matchmaker übergeben. Will heißen: Anstelle eines Computers trifft ein Mensch die Entscheidung, welche Paare zusammen passen. Dabei wird angeblich auf Details wie Gesichtszüge, Kleidungsstil und die Umgebung auf den Bildern geachtet.

Pro Tag erhalten die User lediglich einen Vorschlag von der App, der nach 24 Stunden wieder verschwindet – hierauf spielt der Name der App tatsächlich an. Wer bezahlt, kann selbst ein weiteres Match aus den Vorschlägen des Algorithmus auswählen, oder etwa den Vorschlag des Vortages zurückholen.

Laut dem Unternehmen würde der Algorithmus mit fortschreitender Nutzungsdauer dazu lernen. Wenn beispielsweise öfter stark tätowierte Menschen abgelehnt werden, schlägt die App sie seltener vor. Durch diesen Mechanismus verspricht Once eine 35 prozentige Erfolgsquote. Allerdings wird in dieser Rechnung bereits als Erfolg gewertet, wenn zwei User einen Chat beginnen. Von Liebe ist da noch lange nicht die Rede.

Redaktionstipps

Tinder Konkurrenz machen

Mit diesem Konzept sollen vor allem Frauen angesprochen werden. Deutschlandweit soll laut den Entwicklern schon eine sechsstellige Nutzerzahl die App verwenden. Zum Vergleich: Konkurrent Tinder kommt auf rund zwei Millionen User in Deutschland. Auch er hat vor Kurzem seine Dienste erweitert. Mit Tinder Boost ist es nun möglich, das eigene Profil in der Trefferliste anderer User weiter vorne einzureihen. Das soll die Wahrscheinlichkeit eines Matches steigern.

Vor allem bei jungen Singles wird die App Candidate immer beliebter. Hier kann eine Art Fragen-Katalog erstellt werden, der von anderen Usern beantwortet wird. Wer die besten Antworten abgibt, hat gewissermaßen gewonnen. Erst zu diesem Zeitpunkt wird das Foto des anderen sichtbar und ein Chat möglich.

Vorsicht ist geboten

Dass Dating-Apps aber durchaus ihre Tücken haben, zeigt ein Vergleich unterschiedlicher Single-Börsen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Ihm zufolge weisen vor allem gratis Apps erhebliche Datenschutz-Lücken auf. Mehr dazu findet ihr hier. Und eine weitere Warnung: Eine Studie aus dem Vorjahr hat ergeben, dass nur 58 Prozent der Tinder-User tatsächlich Single sind. Zu blöd.

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Storebox
© Deniz Schreiber - Storebox-Gründer Johannes Braith (l.) und Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG.

Der anhaltende E-Commerce-Boom stellt die Logistik in europäischen Städten vor neue Herausforderungen. In Österreich ist das Paketvolumen allein in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund gehen Storebox und die Österreichische Post eine Zusammenarbeit ein.

Storebox: Steigende Anforderungen an Logistikstrukturen

Damit bündeln zwei Unternehmen ihre jeweiligen Stärken entlang der urbanen Logistikkette: Die Österreichische Post gilt als Marktführerin im österreichischen Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP), während Storebox auf ein Netzwerk von mehr als 350 urbanen Standorten in Europa zurückgreifen kann.

Ein höheres Paketvolumen bedeutet auch steigende Anforderungen an bestehende Logistikstrukturen. Gerade in dicht besiedelten Gebieten würden Lösungen wichtiger, die Warenströme effizient bündeln und Logistik näher an ihren tatsächlichen Bedarf bringen können. Storebox hat neben Selfstorage digitalisierte Standorte zunehmend für B2B-Logistikservices genutzt. Micro-Hubs ermöglichen Unternehmen beispielsweise, Waren und Materialien näher am Einsatzort zwischenzulagern. Mit weiteren Services rund um Versand und Paketlogistik möchte Storebox dieses Netzwerk kontinuierlich weiterentwickeln.

„Strukturen müssen mitwachsen“

„Die urbane Logistik steht vor einem grundlegenden Wandel. Wenn das Paketaufkommen innerhalb weniger Jahre um mehr als 50 Prozent steigt, müssen auch die dahinterliegenden Strukturen mitwachsen“, sagt Johannes Braith, CEO und Co-Founder von Storebox. „Mit unserem dezentralen Standortnetz bringen wir Logistikinfrastruktur bereits heute näher an Unternehmen und Menschen. Gemeinsam mit der Österreichischen Post wollen wir darauf aufbauen und neue Möglichkeiten für eine effiziente Logistik in Städten schaffen.“

Die Zusammenarbeit hat für Storebox auch eine besondere historische Komponente. Vor zehn Jahren gewann das damals junge Unternehmen den Hauptpreis beim Pioneers Festival, gesponsert von der Österreichischen Post. Aus der Geschäftsidee entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren ein europaweites Netzwerk mit heute mehr als 350 Standorten. Auch im internationalen Versand wird Storebox für die Expansion künftig auf die Post setzen und Mengen nach Deutschland, Slowenien und Kroatien übergeben.

Zehn Jahre danach

„Dass sich unsere Wege nach zehn Jahren auf dieser Ebene wieder kreuzen, ist für uns natürlich besonders“, sagt Braith. „Damals stand am Anfang eine Idee für ein Selfstorage-System. Heute betreiben wir ein europaweites Logistik-Netzwerk und können gemeinsam mit einem der größten Logistikunternehmen des Landes daran arbeiten, wie die nächste Entwicklungsstufe aussehen kann.“

Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG, ergänzt: „Mit Storebox gewinnen wir einen innovativen Kunden, der neue Wege in der urbanen Logistik geht. Die Zusammenarbeit zeigt, wie etablierte Logistikprozesse und neue Infrastrukturangebote einander sinnvoll ergänzen können.“

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