18.07.2024
CLEANTECH

OMV steigt bei CleanTech-Investor EIT InnoEnergy ein

Mit der OMV sitzt künftig ein neuer Anteilseigner am Cap Table von EIT InnoEnergy - einer der führenden CleanTech-Investoren in Europa.
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OMV
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EIT InnoEnergy zählt in Europa im CleanTech-Sektor zu einem Schwergewicht. Zum Portfolio gehören aktuell 200 Unternehmen, die Innovationen im Energiebereich entwickeln. Unter anderem investierte EIT InnoEnergy auch in österreichische Startups – darunter im Jahr 2022 rund 3,9 Millionen Euro in das österreichische CleanTech-Unternehmen Ecop Technologies, das eine Rotationswärmepumpe zur Dekarbonisierung der Industrie auf den Markt gebracht hat (brutkasten berichtete).

OMV unter neuen Anteilseignern

Derzeit wird EIT InnoEnergy von über 35 Anteilseignern getragen. Mit am Cap Table sitzen zahlreiche führende Industrieunternehmen wie Siemens, Renault, Volkswagen oder das französische Energieunternehmen Total.

Nun wird der Cap Table um neue Anteilseigner erweitert, wie EIT InnoEnergy am Mittwoch bekannt gaben. Zu ihnen zählen die österreichische OMV, das rumänische Energieunternehmen OMV Petrom sowie die niederländische Investmentgesellschaft ACB Participaties B.V. Sie erweitern laut InnoEnergy eine 2023 getätigte 140 Millionen Euro schwere Private-Placement-Finanzierungsrunde. Zur Höhe der Erweiterung werden allerdings keine Angaben gemacht.

„Die Aufnahme dieser drei neuen Anteilseigner ist ein weiterer Beweis für das Vertrauen in unsere Fähigkeit, die Energiewende zu beschleunigen und die Reindustrialisierung Europas voranzutreiben“, so Christian Müller, Vorstandsmitglied von EIT InnoEnergy und CEO für die DACH-Region.

Angespannte Lage an den Kapitalmärkten

Die nun eingeworbenen Mittel sollen laut EIT InnoEnergy unter anderem zum Ausbau neuer Investments und zur Wachstumsunterstützung für die rund 200 Portfoliounternehmen eingesetzt werden. In einer Aussendung heißt es dazu, dass sich die Portfoliounternehmnen „nach wie vor einer angespannten Lage an den Kapitalmärkten gegenübersehen“.

InnoEnergys über 200 Portfoliounternehmen werden laut Prognose des CleanTech-Investors bis 2030 einen geschätzten Umsatz von 110 Milliarden Euro erwirtschaften und kumulativ bis zu 2,1 Milliarden Tonnen CO2 einsparen. Zusammengenommen haben sie bis dato über 25 Milliarden Euro an Investitionen eingesammelt.


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Die Hone-Gründer vl.: Carlo Kobe, Moritz Stephan und Oliver Brady | (c) Hone
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Er war gerade einmal 17 Jahre alt, als brutkasten 2017 erstmals über ihn berichtete. Damals hatte der Wiener Moritz Stephan gemeinsam mit Konstantin Klinger, mittlerweile Co-Founder und CEO des millionenfinanzierten Londoner Startups Seamflow, sein erstes Startup-Projekt gestartet. Mit dem Bücher-Lieferservice Lobu wollten die beiden Schüler der Wiener Hochbegabten-Schule Sir Karl Popper Schule damals Amazon und Co. lokal die Stirn bieten und holten sich wenig später eine kleine Investmentzusage bei 2 Minuten 2 Millionen.

Ein weiteres Mal war von Stephan im Jahr 2020 als Co-Founder des 2016 gegründeten Wiener Neustädter SpaceTech-Startups Tumbleweed zu lesen, das einen windbetriebenen Marsrover bauen wollte. Noch im selben Jahr verließ er aber laut seinem LinkedIn-Profil das Startup. Kein Wunder, war er doch seit 2019 an der Elite-Uni Stanford inskribiert. Eine weitere Gründung, diesmal mit Y-Combinator-Teilnahme, und einige Jobs, unter anderem bei Sarah Buchners Trunk Tools und zuletzt beim AI-Scaleup Cognition, folgten. Im Mai dieses Jahres ging Stephan schließlich gemeinsam mit den Co-Foundern Oliver Brady und Carlo Kobe, mit dem er bereits zuvor gemeinsam gegründet hatte, mit dem KI-Startup Hone an den Start.

„AI Engines“ als nächste Ausbaustufe über KI-Agenten

Das Produktversprechen von Hone: „AI Engines“, die im Unternehmen Ownership für konkrete Resultate übernehmen. „Chatbots geben Antworten. Agenten erledigen Aufgaben. Engines liefern Ergebnisse, und wir geben ihnen die Verantwortung, echten Wert zu schaffen – gemessen in Dollar anstatt in Tokens oder Vibes“, so der Claim des Startups. „Man richtet sie auf eine Geschäftskennzahl aus, und die Engine übernimmt den Rest. Sie arbeitet sich selbst ein, baut die notwendigen Agenten, Fähigkeiten und Wissensspeicher auf, arbeitet mit den richtigen Personen zusammen und wird durch Erfahrung immer besser.“

Von den Unternehmen festgelegte Regeln, an welchen Stellen es menschliche Bestätigung braucht, etwa im Umgang mit sensiblen Daten, sollen dabei für die notwendige Sicherheit sorgen. Man schließe mit „AI Engines“ letztlich eine „große Lücke“ zwischen dem, wozu Frontier-KI fähig ist und dem, was Unternehmen tatsächlich damit herausholen, heißt es von Hone.

„Fünf weitere Moritze“

Das Konzept überzeugte nun auch eine Reihe von Investoren: Mit Benchmark und Index Ventures übernehmen zwei US-VCs den Lead in einer 60 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde nur vier Monate nach der Gründung. Elad Gil, Hanabi, Definition, Diffusion, Lux, SV Angel, and Align komplettieren die Finanzierungsrunde.

In einem Blog-Beitrag von Index Ventures zum Investment heißt es, man habe Stephan bereits in seiner Zeit beim vorigen Arbeitgeber Cognition als Ausnahmetalent kennengelernt. „Weithin als Umsetzungsmaschine angesehen, war er ein Ein-Mann-Entwicklungsteam. Sein Name wurde im Unternehmen zum Synonym für Exzellenz und Produktivität; man sagte nur halbscherzhaft, dass Cognition ‚fünf weitere Moritze‘ bräuchte“, schreiben Shardul Shah und Mark Xu von Index unter anderem.

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