16.05.2022

OKR-Forum 2022 mit spannenden Speaker:innen steht bevor

Das OKR Forum 2022 am 7. Juni verspricht Austausch auf höchstem Niveau mit Vertreter:innen von den Unternehmen Digital Service, TTTech und Talent Garden.
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Impression vom OKR Forum 2019 | (c) Daniel Gressler
Impression vom OKR Forum 2019 | (c) Daniel Gressler
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Für viele Organisationen ist es schwierig, eine sinnvolle Priorisierung von dringenden Themen vorzunehmen. Ein innovativer Planungs- und Steuerungsansatz namens ‘Objectives & Key Results’ soll beim Priorisieren und Klarheit schaffen helfen. Das Zielsystem wurde von Intel-Mitgründer Andy Grove entwickelt und durch den Star-Investor von Google, John Doerr, bekannt. Das Ziel ist es, mit Hilfe von OKRs (Objectives & Key Results) gezielt Prioritäten zu schärfen und Fokus zu schaffen, indem in regelmäßigen und iterativen Durchläufen konkrete Ziele mit passenden Meilensteilen geplant und umgesetzt werden.

OKR Forum 2022

Bei der Zielplanung unterscheidet man qualitative Objectives von den quantifizierbaren Key Results Die Fragen „Was möchten wir erreichen?“ und „Woran merken wir, dass wir unser Objective erreicht haben?“ können bei der Formulierung hilfreich sein. Fast jährlich findet das Event ‚OKR-Forum‘ in Wien statt, bei dem es in erster Linie darum geht, sich gegenseitig über das Zielsystem auszutauschen und voneinander zu lernen. Dazu werden jedes Jahr auch Speaker:innen von Organisationen eingeladen, die OKRs bereits implementiert haben und Herausforderungen, Stolpersteine und Erkenntnissen teilen. Während letztes Jahr Speaker:innen aus der Deutschen Bundesbank, Austrian Airlines und dem Wiener Startup Meister Einblicke gaben, sind auch dieses Jahr spannende Speaker:innen mit an Board.

Digital Service, TTTech und Talent Garden beim OKR Forum 2022

TTTech ist eine globale High-Tech-Unternehmensgruppe, die an den Megatrends wie autonome Mobilität, IoT sowie Echtzeit-Netzwerkplattformen und Sicherheitssteuerungen arbeitet und forscht. Der Technologieführer wurde ursprünglich als Spin-off der Technischen Universität Wien gegründet. Die Sparte TTTech-Auto wurde 2022 mit einem 250 Millionen Euro-Investment zu einem Unicorn.

Der Talent Garden bietet nicht nur seine Event-Räumlichkeiten für das OKR-Forum an, sondern wird auch seinen Zugang und die Anwendung von OKRs erläutern. Mit dem Fokus auf den Digital- und Techbereich vernetzt das europaweit ansässige Unternehmen mehr als 4500 Innovator:innen. Die Co-Working Campus sind einerseits Mittelpunkt für die globale Community und bieten andererseits auch akkreditierte (Weiter-)Bildungsangebote mit einer schwedischen Partnerschaft.

Digital Services ist eine zentrale Digitalisierungseinheit aus Deutschland, die an den Bund andockt. Ziel ist es, digitale und komplexe Anwendungen des Staates für die Bedürfnisse der Bürger:innen zu vereinfachen und bestmöglich nutzbar zu machen. Die Organisation fokussiert sich auf eine nutzer:innenzentrierte, iterative und erkenntnisgetriebene Arbeitsweise in multidisziplinären Teams. Digital Services entwickelte u. a. ein Online-Tool, das Pensionist:innen ohne Vorkenntnisse intuitiv und niederschwellig bei der Steuererklärung binnen weniger Minuten unterstützt.

Expert:innen aus diesen Organisationen werden die Implementierung und individuelle Anwendung von OKRs erläutern. Neben den wertvollen Tipps aus der Praxis steht das OKR-Forum ganz im Sinne der Vernetzung und dem Austausch mit Gleichgesinnten. Das Gute am OKR-Forum 2022? Es findet am 7. Juni 2022 im Talent Garden, im 9. Wiener Bezirk in einem hybriden Format statt. Daher nehmen nicht nur Speaker:innen aus Wien teil, sondern auch alle Interessierten im DACH-Raum können den Fachimpulsen lauschen. Zu den kostenlosen Tickets geht’s hier.

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Gruppenfoto bei den Circular Innovation Awards | (c) Rafael Haider_Circular Economy Forum Austria

Am 28. Oktober wurde im Wiener Haus der Industrie erstmals der Circular Innovation Award Austria verliehen. Aus 57 Einreichungen wählte eine internationale Jury fünf Kategoriesieger und zwei Sonderpreisträger aus. Der Innovationspreis steht unter der Patronanz des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und soll Unternehmen sichtbar machen, die mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen die Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

refurbed und Vetropack unter den Gewinnern

In der Kategorie „Circular Business Model Innovation“ wurde das Wiener Scaleup refurbed ausgezeichnet. Der Marktplatz für generalerneuerte Elektronik ist mittlerweile in 24 Ländern aktiv und nach eigenen Angaben seit 2024 profitabel. Insgesamt sollen durch das Geschäftsmodell bereits rund 474.000 Tonnen CO₂ eingespart worden sein. Zuletzt erweiterte das Unternehmen sein Trade-In-Programm, über das nun auch gebrauchte Gaming-Konsolen und Tablets zurückgekauft werden.

Den Preis für „Circular Industry Innovation“ erhielt Vetropack Austria. Das Unternehmen entwickelte mit „Rezon“ nach eigenen Angaben die weltweit erste Mehrweg-Glasflasche in gehärteter Leichtbauweise. Sie benötigt weniger Material und soll gleichzeitig mehr Umläufe ermöglichen. Damit will Vetropack den Ressourcenverbrauch reduzieren und Mehrwegsysteme attraktiver machen.

Fünf weitere Auszeichnungen vergeben

Das Grazer Startup byeagain erhielt den Titel „Circular Startup of the Year“ für seine KI-gestützte Aufbereitung von Retourwaren. Brantner Green Solutions wurde für seine GLASY-Technologie mit dem „Technological Circularity Breakthrough Award“ ausgezeichnet. Damit kann Glas aus der Restmüllverwertung zurückgewonnen und erneut für Verpackungen verwendet werden.

Der „Circular Collaboration Award“ ging an GzG Gipsrecycling, ein Gemeinschaftsunternehmen von PORR, Saint-Gobain Austria und Saubermacher. Dessen Anlage verarbeitet alte Gipskartonplatten zu wiederverwendbarem Gips und kann damit bis zu 40 Prozent Naturgips ersetzen.

Zwei Sonderpreise gingen an BauKarussell für die Verbindung von zirkulärem Gebäuderückbau mit sozialer Beschäftigung sowie an den Textildienstleister Salesianer für sein auf Langlebigkeit, Reparatur und Recycling ausgerichtetes Mietmodell.

Fortsetzung für 2027 geplant

Hinter dem Award stehen das Circular Economy Forum Austria, Schiefer Rechtsanwälte und die Raiffeisen-Landesbank Steiermark. „Wir holen Unternehmen vor den Vorhang, die mit konkreten Lösungen zeigen, dass Kreislaufwirtschaft wirtschaftlich tragfähig und wettbewerbsrelevant ist“, sagt Karin Huber-Heim, Präsidentin Circular Economy Forum Austria.

Der Circular Innovation Award soll auch 2027 wieder vergeben werden. Unternehmen können ihre Projekte ab April kommenden Jahres einreichen.

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