05.10.2021

Österreichische Kryptowährung Rotharium bald an Bitcoin-Automaten erhältlich

Durch die Kooperation zwischen Crypto Future und Kurant soll der Kauf der heimischen Kryptowährung Rotharium sicherer und einfacher gestaltet werden.
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Rotharium, Crypto Future, Bitcoin
(c) Kosmo Magazine - Tomislav Matić, CEO und Co-Founder von Crypto Future.

Die Firma Crypto Future wurde 2017 in Wien mit dem Ziel gegründet, innovative Apps mithilfe der Blockchain-Technologie zu entwickeln. Kurz darauf lancierte das Startup einen der ersten österreichischen Krypto-Coins namens Rotharium.

Rotharium für Waren und Dienstleistungen

„Rotharium ist eine revolutionäre Währung, da sie wie ein Gutschein fungiert und auch als solcher überall verwendet werden kann. Man kann damit Waren oder Dienstleistungen erstehen, was bedeutet, dass man Waren und Dienstleistungen gegen Rotharium tauschen kann“, erklärt Co-Founder und CEO Tomislav Matić.

Im selben Jahr wurde die Kurant GmbH gegründet, die europaweit Bitcoin-Automaten betreibt. Das Unternehmen ist eine Ausgliederung der Automaten-Aktivitäten von Coinfinity, die es seit 2014 gibt. Letzteres ist ein Kompetenzzentrum für Bitcoin und Blockchain-Technologie mit dem Fokus, den Erwerb von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Litecoin oder Dash für Kunden sicher und einfach zu gestalten. Der erste Bitcoin-Automat wurde 2014 in Graz auf der Mariahilfer Straße in Betrieb genommen. Heutzutage betreibt Kurant über 180 aktive Automaten in mehreren Ländern Europas.

In Bitcoin-Automaten erhältlich

Im September dieses Jahres schlossen sich die beiden Unternehmen schließlich zusammen: Neben Bitcoins und Co. soll nun auch die österreichische Kryptowährung Rotharium ins Angebot der Bitcoin-Automaten aufgenommen werden.

„Kurant und Crypto Future sind seit Jahren fixe Bestandteile der österreichischen Kryptolandschaft und deshalb war es nur eine Frage der Zeit bis die beiden Unternehmen ein gemeinsames Projekt starten. Kurant bietet mit den Krypto-Automaten eine einfache Möglichkeit, die bekanntesten Kryptowährungen zu kaufen. Somit war es selbstverständlich, dass auch Rotharium diesen einfachen Weg zu seinen Kunden gehen möchte“, sagt Matić.

Auch Stefan Grill, Geschäftsführer von Kurant erwartet sich von dieser Kooperation „die Fortführung einer erfolgreichen Kryptogeschichte.“ Er sagt: „Wir wollen mit den zukünftigen Projekten weiterhin einen Beitrag zur Wertschätzung der Blockchain-Technologie und den auf dieser Technologie basierenden Produkten leisten.“

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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber

Mit dem „Agenturen Leitbild 2030“ möchten Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke die Förderagenturen nun stärker an der Industriestrategie 2035 ausrichten. Betroffen sind zum einen die Agenturen des Bundes, aws und FFG, und zum anderen die Austrian Business Agency sowie die Christian Doppler Forschungsgesellschaft, beide im Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministeriums. Das neue Leitbild soll in neun Schritten umgesetzt werden.

„Mit dem Agenturen Leitbild 2030 werden unsere Förderprogramme treffsicherer, wir steigern den Service und beseitigen Förderbürokratie. Damit fördern wir Zukunft, Arbeitsplätze und Wohlstand – einfacher, schneller und wirksamer“, sagt Hattmannsdorfer. Hanke ergänzt: „Eine moderne Förderlandschaft muss sich an den Bedürfnissen von Unternehmen und Forschung orientieren – mit einfachen Zugängen, klaren Zuständigkeiten und abgestimmten Angeboten.“

Vereinfachte Förderbeantragung

Ein zentraler Umsetzungsschritt des „Agenturen Leitbild 2030“ ist die Vereinfachung der Förderbeantragung. So wird es in Zukunft einen gemeinsamen Zugang geben, wodurch der Erstkontakt für Unternehmen erleichtert werden soll. Zudem setzt das Wirtschaftsministerium auf einen „Once Only“-Ansatz, wodurch gewisse Daten nur einmal angegeben werden müssen. Dadurch sollen die Förderbürokratie abgebaut und der Antragsprozess vereinfacht werden.

Fokus auf Schlüsseltechnologien und „Made in Europe“

Weiters sollen sich Förderungen auf die in der Industriestrategie vorgestellten Schlüsseltechnologien konzentrieren. Das sind u.a. Künstliche Intelligenz und Dateninnovation oder Chips, elektronische Komponenten und Systeme. Hattmannsdorfer betonte zudem einen klaren Fokus auf „Made in Europe“. „Das heißt, Unternehmen, die bei uns andocken im Bereich der Forschungsförderungen, im Bereich auch der angewandten Förderungen, müssen verpflichtet werden zu einem ‚Made in Europe‘-Ansatz'“, erklärt der Wirtschaftsminister.

Durch das „Agenturen Leitbild 2030“ werde auch die Marktüberleitung zwischen den vier Agenturen besser. „Es sollen nicht die Firmen durch den Förderdschungel durchnavigieren müssen nach dem Motto: ‚Welches Programm ist jetzt für mich passend?'“, sagt Hattmannsdorfer.

Große Unternehmen als Anker für Startups

Laut Hanke werden auch Startups im Zuge der neuen Strategie berücksichtigt. „Für mich ist auch wichtig, dass diese großen Unternehmen wie eine Asfinag, wie eine ÖBB, als Anker dienen für all die Startups, die im Innovationsbereich im Kleinen großartig sind“ erklärt der Innovationsminister. Scaleups sollen in Österreich bleiben und hierzulande größere Aufträge abarbeiten können.

„Input-Output-Relation“ verbessern

Das Ziel der Neuausrichtung der Förderagenturen ist es laut dem Wirtschaftsminister, die „Input-Output-Relation“ in Österreichs Forschung und Entwicklung zu verbessern. Man zähle laut Hattmannsdorfer zu Europas Top-Nationen in puncto Forschungsausgaben, sei aber im Rückstand, die Forschungsergebnisse in die Wirtschaft zu bekommen. Österreich solle sich zu einem Hochtechnologie-Standort entwickeln, Ideen dürften dabei „nicht im Labor bleiben oder nicht in Drittstaaten abwandern, sondern sollen möglichst rasch in die wirtschaftliche Umsetzung kommen“.

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