Österreicher wird neuer Commercial Director der Bahlsen DACH-Region
Der Süßwarenhersteller Bahlsen mit Firmensitz in Hannover (Dtl.) befindet sich aktuell in einem Transformationsprozess. Damit gehen auch zahlreiche personelle Neubesetzungen einher. Für die Leitung der DACH-Region kommt nun ein Österreicher zum Zug, der die Branche wie seine Westentasche kennt.
Bahlsen richtet sich derzeit neu aus und fokussiert alle Weichenstellungen auf die sogenannte „One Bahlsen“-Strategie. Dabei stehen die Schaffung effizienterer Strukturen und zentral gesteuerte Prozesse im Mittelpunkt, die eine enge internationale Abstimmung und die koordinierte Umsetzung strategischer Vorhaben gewährleisten sollen. Damit einhergehend wurden nun wichtige Führungspositionen neu besetzt. So hat der Österreicher Alexander Konecny mit 1. Juni 2021 als Commercial Director die operative Verantwortung für die im Konzern besonders wichtige Bahlsen-DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) übernommen. Konecny ist bereits seit 1995 im Unternehmen, war viele Jahre lang General Manager für Österreich und verantwortete seit 2016 als General Manager Western Europe erfolgreich 14 Märkte in der Region.
Bahlsen Österreich wird weiterhin von Eva Aichmaier geleitet, die im September 2016 in Konecnys Fußstapfen trat und zuvor für das Marketing im Unternehmen verantwortlich zeichnete.
Weitere Veränderungen betreffen Christopher Harmsen, der ebenfalls mit 1. Juni 2021 die Position des Commercial Director Bisquiva übernommen hat und künftig die alleinige Verantwortung für das Handelsmarkengeschäft von Bahlsen trägt, sowie Mathias Schlüter, langjähriger Vertriebsdirektor für die Region DACH, der seine Karriere außerhalb des Unternehmens fortsetzen wird.
Team selbst beteiligt: Tumbleweed holt 6,9 Millionen Euro für Forschung im Orbit
Das Wiener Startup Tumbleweed sichert sich 6,9 Mio. Euro Seed-Kapital. Neben Lead-Investor PactVC beteiligte sich auch das eigene Team mit rund 300.000 Euro an der Runde.
Team selbst beteiligt: Tumbleweed holt 6,9 Millionen Euro für Forschung im Orbit
Das Wiener Startup Tumbleweed sichert sich 6,9 Mio. Euro Seed-Kapital. Neben Lead-Investor PactVC beteiligte sich auch das eigene Team mit rund 300.000 Euro an der Runde.
Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.
Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen
Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.
Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“
Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.
F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.
Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028
Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.
„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.
Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.
Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.