04.11.2024
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Österreich Werbung: Stefan Kreppel leitet Digitalisierung, Innovation und Strategie

Stefan Kreppel ist der neue Leiter der Stabsstelle Digitalisierung, Innovation und Strategie für die Innovationsagenden der Österreich Werbung - der nationalen Tourismusorganisation Österreichs. 
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Seit 1. November 2024 ist Stefan Kreppel als Leiter der Stabsstelle Digitalisierung, Innovation und Strategie für die Innovationsagenden der Österreich Werbung verantwortlich.
Stefan Kreppel leitet die Stabstelle Digitalisierung, Innovation und Strategie Österreich Werbung (c) privat

Seit 1. November 2024 ist Stefan Kreppel als Leiter der Stabsstelle Digitalisierung, Innovation und Strategie für die Innovationsagenden der Österreich Werbung verantwortlich – der nationalen Tourismusorganisation Österreichs. 

Damit folgt Kreppel auf Oliver Csendes, welcher seit Juli 2024 CEO von Visit Hungary ist. Zuvor war Kreppel bei der PALFINGER AG, wo er seit Dezember 2018 als Head of Innovation und Site Lead des Wiener Innovationstandortes „Palfinger the HUB Vienna“ tätig war.

Nach eigener Angabe wurde das Innovationsteam bei der Österreich Werbung in den letzten zwei Jahren zu einem 21-köpfigen Team aufgebaut, welches sich das Ziel setzte, den österreichischen Tourismus umfassend in den Bereichen Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu unterstützen. Mit dem Wechsel von Kreppel wird nun auch die Strategie bei dieser Stabstelle angesiedelt.

Innovationen im Tourismus werden erwartet

„Stefan Kreppel hat uns mit seinem Innovationsgeist und seiner starken Führungskompetenz überzeugt. Zudem bringt er sehr ausgeprägte analytische Fähigkeiten mit und sein Know-how bei internationalen Innovationsprojekten sowie bei der Gestaltung neuer Produkte und Geschäftsmodelle wird dabei helfen, die Vorreiterrolle der Österreich Werbung bei der Entwicklung von Innovationen im Tourismus weiter auszubauen“, erklärt Astrid Steharnig-Staudinger, CEO der Österreich Werbung.

Zuvor war Stefan Kreppel ab 2008 Start-up-Beauftragter der FFG, bis er 2018 zur PALFINGER AG wechselte. Er studierte Umwelttechnik an der Universität für Bodenkultur Wien und absolvierte den Master of Business Administration an der Donau-Universität Krems und der Weatherhead Business School of Management in Cleveland (USA).

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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